ILS in Bayern katastrophal - Anonymer Leserbrief

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    • ILS in Bayern katastrophal - Anonymer Leserbrief

      [hi]


      merkur-online.de/lokales/landk…rwuerfe-gegen-998611.html

      Der oben anstehende Link spiegelt auf interessante Weise mal wieder den Zustand in einigen bayerischen Leitstellen wieder.
      Die Kommentare unter dem Artikel tun ihr Übriges. Da scheinen wohl ein paar Dinge elementar im Argen zu liegen...
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski 8|
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Hi,

      interessant dabei ist, dass die ILS Oberland vom BRK betrieben wird. Das BRK hatte auch die alte RLSt. Weilheim betrieben.

      Möglicherweise hat sich das BRK bei den zusätzlichen Aufgaben und der zusätzlichen Belastung einer ILst. verrechnet, denn früher zu BRK-RLSt-Zeiten waren derartige Stimmen aus dem Bereich Weilheim nicht zu hören.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Hi,

      kellern schrieb:


      aber bei anderen Arbeitgebern ist auch nicht alles rosa oder goldig,
      also: was solls ?!


      "Was soll´s"? Sollen wir im RD nun auch dort angekommen sein, wo Arbeitssklaven gewinnsüchtiger Grossinvestoren schon sind? Wir produzieren nicht irgendeine Fliessbandware, die auch irgendwo auf der Welt produziert werden kann....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Hi,

      kellern schrieb:


      aber bei anderen Arbeitgebern ist auch nicht alles rosa oder goldig,
      also: was solls ?!


      "Was soll´s"? Sollen wir im RD nun auch dort angekommen sein, wo Arbeitssklaven gewinnsüchtiger Grossinvestoren schon sind? Wir produzieren nicht irgendeine Fliessbandware, die auch irgendwo auf der Welt produziert werden kann....

      ...ich führe weiter aus:

      Ärzte haben nur noch 8 Stunden-Schichten und können sich danach 16 Stunden ausruhen ?

      Alle Chirurgen sind topfit wenn sie am OP-Tisch stehen ?

      Krankenschwestern bekommen für Krankheitsausfälle umgehend 1:1 Ersatz ?

      Krankenschwestern müssen nicht mehr mit einer Schülerin allein eine 30-40 Betten Station wuppen ?

      usw...

      gespart wird heute überall, das Geld zählt, nicht die Qualität der Arbeit.
      Hauptsache es genügt dem Gesetz gerade so und es kommt niemand mehr als vertretbar zu Schaden.

      Dass nicht mehr passiert ist im Grunde genommen nur den Einzelnen zu verdanken, die noch mit Eifer bei der Sache sind.

      Dass nicht mehr daran kaputt gehen (Burn-out) ist auch Einzelnen mit intakter Psychohygiene zu verdanken.

      Gesundheitdienste, Rettungsdienst, Krankenhaus, Altenpflege etc. ist eine Ware, es sind Wirtschaftsunternehmen, mit Barmherzigkeit oder Unersetzbarkeit der Leistung hat das nichts mehr zu tun !

      Lieben Gruß an die Kostenträger, die es dazu gemacht haben.
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • Hi,

      kellern schrieb:


      ...ich führe weiter aus:
      Ärzte haben nur noch 8 Stunden-Schichten und können sich danach 16 Stunden ausruhen ?
      Alle Chirurgen sind topfit wenn sie am OP-Tisch stehen ?


      Wir müssen ja nicht alles mitmachen. Die Leitstelle ist - mal ganz unabhängig vom Betreiber - der Dreh- und Angelpunkt im RD. Das beste RTW-Team mit dem tollsten Auto hat versch...en, wenn die Leitstelle falsch disponiert, Einsätze "runterfallen" etc.


      Lieben Gruß an die Kostenträger, die es dazu gemacht haben.


      Eher einen Gruss an die Leute, die sich das gefallen haben lassen.

      Und was den RD allgemein betrifft - wenn es Einem nicht passt was abgeht, dann muss der auch den A.. in der Hose haben und sich konsequent raushalten. Hat er Recht, fliegen Andere auf die Schnauze und er steht gut da. Aber bevor sich eine HiOrg wie z.B. das BRK aus dem RD zurückzieht, weil es finanziell oder sonstwie nicht mehr tragbar ist, geht eher die Welt unter, gewinne ich den Jackpot im Lotto etc. Bleibe noch, sich massiv und mit allen Mitteln gegen Einsparungen usw. zur Wehr zu setzen. Ist nur "etwas" schwieriger... Aber wenn sich Leute finden, die auf lokaler Ebene eine Menge Wind machen, wenn die rosa-gelbe Sumpfamsel von einem Bauvorhaben bedroht ist oder gar ein Bahnhof gebaut wird, dann sollte es auch möglich sein, die Leute auf die Strasse zu bringen, wenn es um deren eigenes Leben geht....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • (Ich habe es mir jetzt gespart, im Thema zwischen den Zeilen zu lesen, ich bitte um Milde...)

      Dass das Prinzip mit der ILS nicht immer glatt läuft, merken wir auch in Nürnberg. Ich will mich jetzt nicht großartig über unsere ach so tolle, neue Leitstelle auslassen, ich will mich kurz fassen: das, was ich in den letzten 2 Monaten, seit dem sie in Betrieb ist, erleben musste, ist mehr als nur katastrophal - es ist VERHEEREND! Das neue System "ELDIS" ist mehr als nur unausgereift, es geht fast jeder zweite Auftrag (egal, ob Krankentransport oder Notfalleinsatz) im System unter und der Leidtragende ist - selbstverständlich - mal wieder der Patient. Sicher gibt es hier auch ein oder zwei Nürnberger, die mir das bestätigen können. Wen das ganze etwas genauer interessiert, es gibt diesbezüglich nicht wenige Presseartikel, wenn gewünscht, kann ich aber auch ein bisschen schildern, was ich als kleines ehrenamtliches Kofferschlepper-Sanilein hier schon alles erlebt habe - in zwei Monaten, wohlgemerkt.

      Ich weiß, dass das, was hier in Nürnberg abläuft, nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Sinn des Artikels (v.a. Personalunterbesetzung) zu tun hat, wohl aber mit dem Titel - "ILS in Bayern katastrophal". Es gibt EINE Frage, deren Antwort mich brennend interessiert: wieso läuft das Prinzip der ILS z.B. in Hamburg, Berlin und München wie am Schnürchen, in Nürnberg (und sicher auch noch in einigen anderen ILS'n) aber nicht?


      Mit herzlichsten kollegialen Grüßen:

      Das Kofferschlepper-Sanilein, das sich Thomas Kaiser nennt
    • Hi,

      Tomamos schrieb:


      Dass das Prinzip mit der ILS nicht immer glatt läuft, merken wir auch in Nürnberg. Ich will mich jetzt nicht großartig über unsere ach so tolle, neue Leitstelle auslassen, ich will mich kurz fassen: das, was ich in den letzten 2 Monaten, seit dem sie in Betrieb ist, erleben musste, ist mehr als nur katastrophal - es ist VERHEEREND! Das neue System "ELDIS" ist mehr als nur unausgereift, es geht fast jeder zweite Auftrag (egal, ob Krankentransport oder Notfalleinsatz) im System unter und der Leidtragende ist - selbstverständlich - mal wieder der Patient.


      Kenne ich alles - hatten wir in München auch schon. Ich habe anlässlich einer Jubiläumsfeier meine alten Zeitungsartikel durchsucht und z.T. gescannt und damals (1998 ) war es ganz genauso. Einsätze gehen verloren, System wird wegen Problemen abgeschaltet, "integriert" funktioniert nicht usw. Waqrte mal 10 oder mehr Jahre, dann klappt´s bzw. es weis dann niemand mehr, wie toll es früher lief ;(
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rettungsopa ()

    • Hi,

      y903211 schrieb:

      Also ich kenn auf meinem Bereich niemanden der sagen würde die Vorteile der ILS überwiegen. Ich finde das deutsche Konzept der ILS ist das schlechtestesmögliche das man wählen konnte.


      Das sage ich seit nunmehr etwas über 12 Jahren auch so. Was will man denn "integrieren"? Zwei völlig verschiedene BOS-Fachbereiche, die (in BY, BW, RLP usw.) absolut garnichts miteinander zu tun haben. Genausogut hätte man auch die Taxizentralen mit dem RD "integrieren" können.....

      Einzig eine Art "Vernetzung" zwischen den BOS-Fachbereichen wäre sinnvoll. Schon die EINE Notrufnummer "112" für Alles, was nicht die "110=Polizei" betrifft ist unsinnig.
      Es gab und gibt in Europa nunmal die Trennung zwischen FW und RD und das hat sich überall bewährt. Selbst der angeblich so dumme Bürger kann sehr wohl unterscheiden, ob er eine Notrufnummer für "bei mir brennt es" oder "ich bin krank" wählt - und wenn nicht, eine "Vernetzung" schafft Abhilfe ("Moment, ich verbinde....")

      Ich hab nix gegen eine EU-einheitliche Rufnummer, unter der immer eine BOS-Zentrale erreichbar ist, aber diese"Zentrale" muss nicht zwingend auch gleich alle Belange direkt bearbeiten und disponieren können....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Tomamos schrieb:

      (Ich habe es mir jetzt gespart, im Thema zwischen den Zeilen zu lesen, ich bitte um Milde...)

      Dass das Prinzip mit der ILS nicht immer glatt läuft, merken wir auch in Nürnberg. Ich will mich jetzt nicht großartig über unsere ach so tolle, neue Leitstelle auslassen, ich will mich kurz fassen: das, was ich in den letzten 2 Monaten, seit dem sie in Betrieb ist, erleben musste, ist mehr als nur katastrophal - es ist VERHEEREND! Das neue System "ELDIS" ist mehr als nur unausgereift, es geht fast jeder zweite Auftrag (egal, ob Krankentransport oder Notfalleinsatz) im System unter und der Leidtragende ist - selbstverständlich - mal wieder der Patient. Sicher gibt es hier auch ein oder zwei Nürnberger, die mir das bestätigen können. Wen das ganze etwas genauer interessiert, es gibt diesbezüglich nicht wenige Presseartikel, wenn gewünscht, kann ich aber auch ein bisschen schildern, was ich als kleines ehrenamtliches Kofferschlepper-Sanilein hier schon alles erlebt habe - in zwei Monaten, wohlgemerkt.

      Ich weiß, dass das, was hier in Nürnberg abläuft, nicht wirklich etwas mit dem eigentlichen Sinn des Artikels (v.a. Personalunterbesetzung) zu tun hat, wohl aber mit dem Titel - "ILS in Bayern katastrophal". Es gibt EINE Frage, deren Antwort mich brennend interessiert: wieso läuft das Prinzip der ILS z.B. in Hamburg, Berlin und München wie am Schnürchen, in Nürnberg (und sicher auch noch in einigen anderen ILS'n) aber nicht?


      Mit herzlichsten kollegialen Grüßen:

      Das Kofferschlepper-Sanilein, das sich Thomas Kaiser nennt


      Dass es bei der ILS Nürnberg alles andere als rund läuft kann ich bestätigen, wobei es irgendwie mit dem Disponenten steht und fällt, es gibt ein paar fähige Leute die sich recht schnell ins neue System eingearbeitet haben, bei denen flutscht es, und es gibt die anderen, da stehst auch mal ne viertel Stunde im 5er Status in der gegend rum. Im 1er Status wartet man auf nen neuen Auftrag oder ein H z.t. noch viel länger.
      Was man in Erlangen halt gern mal merkt ist dass die Feuerwehrtelefonisten halt überhaupt keine Ahnung haben, da wird man mal eben mit dem KTW zur Medizinischen Poliklinik geschickt, nen Patienten abholen, aber dass es davon halt mehrere verschiedene gibt (und nicht alle im selben gebäude) ist da oben nicht angekommen.
      Wartezeiten von 2-3 Stunden für die Patienten sind leider auch keine seltenheit.

      Ich mein dass das nicht alles gleich 100%ig funktioniert war ja klar. Aber mitlerweile ist doch etwas Zeit ins Land gezogen seit der Umstellung, und es funktioniert noch immer genauso schlecht.
    • Moment... es wird also als unsinnig angesehen, dass die Notrufe und die Disposition von Feuerwehr und Rettungsdienst über eine Leitstelle laufen?
      Also dem kann ich mich nun gar nicht anschließen. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass ich es nicht anders kenne und erst in Bayern damit konfrontiert wurde. In Frankfurt klappt das wunderbar. Die Leitstelle hat ihre Macken. Ich finde es einfach nur bescheiden, dass man alles über das Knie brechen will und auch personalpolitisch hat man hier in gewissen Bereichen ganz klar ins Klo gefasst. Ich wundere mich in dem Kontext sowieso, dass man das nicht vorher und dann entsprechend besser angegangen ist, denn das eine Umstellung erfolgen sollte, war auch nicht erst seit einem Jahr klar.
      In Bayern wurde - so meine Auffassung - eben der Fehler gemacht, dass die Leitstellen ausgeschrieben wurden. Sowas gehört immer in die Hand des Zweckverbandes, respektive in staatliche Hand und nicht zwischen HiOrgs, Feuerwehren oder sonstwas aufgeteilt. Die Mitarbeiter werden dann eben zusammengesucht. Dumm ist eben auch, wenn man den neuen Leitstellen ein Programm an die Hand gibt, was noch voller Kinderkrankheiten steckt und was modular nach und nach aufgebaut werden muss, in dem Kontext sei allein einmal der Datenfunk genannt.

      Das Konzept der ILS-Systeme ist durchaus klasse... die Anwedungsfehler sitzen eben zumeist vor den Rechnern und in den Köpfen der Bediener!
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski 8|
      Administrator
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      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Hi,


      Patrik Kalinowski schrieb:

      Moment... es wird also als unsinnig angesehen, dass die Notrufe und die Disposition von Feuerwehr und Rettungsdienst über eine Leitstelle laufen?


      Ich sehe das so, ja. Vorallem in (Bundes-)Ländern, in denen vorher beide Fachbereiche getrennt waren bzw. "draussen" auch immer noch sind. Räumlich - o.k., gerne in einem Raum/Gebäude. Personell und bzgl. der Rufnummer sollte man eben Schwerpunkte setzen. Der FW-Mann "kann" auch RD, "macht" aber die FW-Notrufnummer und FW-Einsätze. Umgekehrt beim RD-Mann. Der multifunktionelle Disponent, mit RA-Ausbildung und RD-Erfahrung und FW-(Führungs-)Ausbildung und FW-Erfahrung ist nunmal schwer zu bekommen. Noch schwerer wird es, wenn dieser Multi-Disponent auch noch gleichzeitig oder abwechselnd funken und disponieren und telefoinieren muss.


      In Bayern wurde - so meine Auffassung - eben der Fehler gemacht, dass die Leitstellen ausgeschrieben wurden. Sowas gehört immer in die Hand des Zweckverbandes, respektive in staatliche Hand und nicht zwischen HiOrgs, Feuerwehren oder sonstwas aufgeteilt. Die Mitarbeiter werden dann eben zusammengesucht.


      Lt. Gesetz (ILSG Art. 3) ist der Zweckverband (also die Städte/Gemeinden) für die Errichtung der Leitstellen zuständig. Er kann die Aufgabe selbst durchführen oder eben an Dritte vergeben. Führt der Zweckverband die Sache selbst durch, hat aber auch er das Problem, "multifunktionelles" Personal zu finden.



      Dumm ist eben auch, wenn man den neuen Leitstellen ein Programm an die Hand gibt, was noch voller Kinderkrankheiten steckt und was modular nach und nach aufgebaut werden muss, in dem Kontext sei allein einmal der Datenfunk genannt.


      ELDIS ist ansich schon uralt, auch die erste ILSt. in München lief mit diesem System in dessen ersten Version. Von "Kinderkrankheiten" sollte also nicht die Rede sein müssen. Aber auch hier - FW und RD haben unterschiedliche Anforderungen. Während man sich bei "FW" weitghehend auf das (Nach-)Alarmieren von fest auf Wachen stationierten Fahrzeugen beschränken kann, dafür aber umfangreiche Daten (Gefahrstoffdatenbank, Gebäudepläne u.v.m.) vorhalten muss, wird der RD direkt von der Leitstelle disponiert und geführt. Auch stehen die Autos nicht immer auf Wachen herum sondern sind im Status 1 und ggf. schon im Status 8 wieder einsatzklar. Auch gibt es z.B. im Krankentransport vorab geplante Termine, Mehrfachtransporte usw. Einem Löschzug brauche ich nicht sagen "um 09:00 Uhr brennt es dort, auf dem Weg schaun sie noch daunddort bei einer Ölspur vorbei und auf dem Rückweg nehmen´s mir noch den Wasserrohrbruch mit zurück"

      Man kann den RD auch wie die FW disponieren - ich hatte schon vor Jahren mal ein Gespräch mit einem Kollegen aus Köln der ganz verwundert war, dass bei uns die RTW auf Status 1zu einem neuen Einsatz alarmiert werden (oder gar schon auf der "8" aus dem KH "rausgepfiffen" werden) . In Köln gäbe es bei der dortigen ILSt. (BF) sowas nicht, ein RTW wird nur auf Status 2 alarmiert.... Und auf welche seltsamen Gedanken Feuerwehrmänner bei der KTP-Dispo kommen, hatten wir hier auch schon erlebt: Man sammle vormittags alle Leute ein, die Richtung Tegernsee in die dortigen Kurkliniken müssen in den GRTW und fährt dann nur einmal statt mit mehreren KTW. Die erste Fahrt war schon nicht toll, da der GRTW nur DIN-Tragen (ohne Fahrgestell) hatte, deshalb gab es bei der zweiten Fahrt zu jedem Abholort ein HLF als Tragehilfe dazu. Dummerweise gab es diese Tragehilfe an den Zielorten nicht und da die KH-Anfahrten für einen GRTW auch alle zu eng waren, mussten die Patienten wieder über weite Strecken getragen werden. Nach zwei Fahrten hat die Feuerwehr dann erkannt, dass das Ganze eine Schnapsidee war....



      die Anwendungsfehler sitzen eben zumeist vor den Rechnern und in den Köpfen der Bediener!


      Kenne ich auch so. Man merkt sogar manchmal, wie leicht bzw. schwer sich ein Disponent mit der Technik oder auch dem "fremden" Fachbereich tut.

      Man muss das aber auch "geschichtlich" sehen. Während in anderen Bundesländern nach dem Krieg FW und RD an die Feuerwehr gingen (franz. und brit. Besatzungszonen) wurde z.B. in Bayern (US-Besatzungszone) das eben in RD (HiOrG) und FW (Feuerwehren) getrennt. Seit über 60 Jahren ist das in Bayern so und eine derartige Trennung - auch in den Köpfen - kann man nicht einfach per Gesetz über den Haufen werfen.



      btw: orh.bayern.de/index.php?option…trag&catid=119&Itemid=252
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Rettungsopa ()

    • Rettungsopa schrieb:

      Patrik Kalinowski schrieb:

      Moment... es wird also als unsinnig angesehen, dass die Notrufe und die Disposition von Feuerwehr und Rettungsdienst über eine Leitstelle laufen?
      Ich sehe das so, ja. Vorallem in (Bundes-)Ländern, in denen vorher beide Fachbereiche getrennt waren bzw. "draussen" auch immer noch sind.



      Hmm ...

      ich sag es mal so ... ich kenne nur integrierte Leitstellen, egal wie man die jetzt auch immer
      nennen mag seit dem ich mit dem Rettungsdienst begonnen habe, also seit guten 20 Jahren.
      Und nicht einmal gab es da auch nur ansatzweise irgendwelche Probleme.
      Mir ist es nicht ersichtlich, warum man auf eine Trennung der Leitstellen beharren kann, ob-
      wohl sämtliche Alarmierungen und Tätigkeiten eigentlich eher übergreifend als getrennt sind.

      Oder anders und damit ziemlich böse gesprochen:

      Klappt die Arbeit auf einer gemeinsamen Leitstelle nicht, besonders nach einer entsprechenden
      Zusammenlegung, dann liegt das am unwilligen Personal, die ihrem ehemaligen Status nach-
      trauen und den mutmaßlich auch wieder herstellen wollen.

      Vieleicht sollte man einfach mal die alten Zöpfe abschneiden und die unwilligen Mitarbeiter nach
      einer entsprechenden Übergangszeit vor die Türe zu setzen ...

      Allerdings frage ich mich, wieso man zu der Aussage kommt, dass ein Disponent mit feuerwehr-
      und rettungsdienstlichen Kenntnissen so schwer zu bekommen sein soll? In Bundesländern wie
      Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westhalen oder Hessen klappt das ja auch problemlos.

      Aber ich vergass ... dort wird das System ja auch schon seit jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.
      Und man hat schon des öfteren etwas mitleidig auf Bayern geschaut, wo jeder sein eigenes
      Süppchen gekocht hat.
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Patrik Kalinowski schrieb:

      Die Leitstelle hat ihre Macken. (...) Das Konzept der ILS-Systeme ist durchaus klasse... die Anwedungsfehler sitzen eben zumeist vor den Rechnern und in den Köpfen der Bediener!
      Ich möchte das sogar mal etwas erweitern ... In jeder Leitstelle wird es einen Kollegen geben,
      der seine Arbeit perfekt macht und es wird auch immer einen Kollegen geben, bei dem man
      so manche Arbeit im Nachhinein hinterfragt ...

      Aber das ist überall so und schmälert die grundsätzliche Qualität einer Leitstelle nicht im min-
      desten ... Für mich gibt es nur ein Fazit, geteilte Leitstellen sind Müll und integrierte Leitstellen
      sind das Non-Plus-Ultra. Trotz eventuell vorhandener menschlicher Unzulänglichkeiten.

      Und was die Software angeht ... so ein System lebt und muss regelmäßig aktuell gehalten
      werden. Und im Zweifel muss man auch den Mut haben, auch ein komplett neues System um-
      zusteigen.
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
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    • Hessen war auch amerikanische Besatzungszone und da wurde das auch sehr schnell korrigiert. Da hatte man Ende der 1970er bis Mitte der 1980er mal ordentlich nachgedacht!

      In einigen Bereichen von Bayern schaut man einfach noch zu sehr durch die "rote Brille".
      ELDIS mag sicherlich "uralt" sein (was ich dennoch anzweifel), aber im Grunde ist und bleibt es eine modernisierte Speditionssoftware.
      Das in München gewisse Uhren anders ticken ist bekannt, das der komplett Freistaat anders tickt, ist auch bekannt.
      Ich bringe da gerne wieder nur den Funkrufnamenkatalog ins Spiel. Da stellt man nun Bayernweit um und bekommt es nicht hin, sich den umliegenden Bundesländern anzupassen, wo NEF mit 82 und RTW mit 83 gerufen werden. Und dann noch die ganzen LSt-Bereiche wo jeder wieder sein eigenes Süppchen kocht.
      Rudelbumsen nennt man sowas bei der Bundeswehr!!

      Gerade von Multifunktionellen Personal habe ich ja gesprochen. Der Vorlauf war lange genug da, zumindest meiner Meinung nach. Man hätte die Leute also in Ruhe richtig vorbereiten können, aber nöööö... wird dann alles wieder über den Zaun gebrochen!

      Wie Vossi schon sagt, gerade in Bayern, wo viele auch noch bei der Feuerwehr sind, die beim RD arbeiten, sollte das eigentlich zu schaffen sein. man bekommt Personal, aber in Bayern wurde und wird eben auch sehr auf den Nasenfaktor geschaut.

      Noch ein Beispiel aus der ILS:
      In manchen Bereichen funkt man für den Rettungsdienst auf verschiedenen Frequenzen (Gleichwelle scheint nicht überall zu gehen). Diese Kanäle waren im alten System zusammengeschaltet und man konnte hören was läuft, einzig die Statis und die 5Ton-Folgen liefen nicht auf. So, seit Inbetriebnahme der ILS funktioniert das nun nicht mehr und man kann es auch angeblich nicht mehr zusammenschalten. So gibt es also mancherorts Rettungswachen die funken quasi auf ihrer eigenen Frequenz und bekommen nichts mehr mit, sie sind also isoliert. Soweit ja noch in Ordnung (oder auch nicht), aber wehe man vergisst dann einmal das umschalten... Für mich ein einziger Krampf!

      Dann sind da noch Einsatzpläne und AAO für bestimmte Lagen, sowie die Lagemeldungen einiger BOS (Feuerwehren)... die sind immer noch nicht alle ins System eingepflegt.

      Wenn man das alles zusammennimmt, dann hat man mancherorts halbfertige System stehen. Das kann es nicht sein, da kann ein Disponent noch so gut sein, wenn er nicht alles im Rechner hat, wie soll er da gescheit drei Landkreise mit ich weiß nicht wievielen Feuerwehren disponieren.
      Kein Wunder also, wenn manche Leitstellen bei parallelen Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätzen die Backen aufblasen und nichts mehr geblacken bekommen.

      Bayern bekommt nun einfach mal die Quittung präsentiert, dafür das es die letzten Jahre gepennt hat!

      Und auf das alte System zu pochen, nämlich Feuerwehr und Rettungsdienst leitstellentechnischen wieder voneinander zu trennen, also sorry, da haben manche Leute das falsche Verständnis von Zusammenarbeit und dem eigentlichen Sinn der Sache!
      Grüße aus dem Frankenland :winktz:

      Patrik *Kalli* Kalinowski 8|
      Administrator
      BOS-Fahrzeuge.info



      Warum denn immer gleich sachlich werden, wenn es auch persönlich geht?!
      - André Heller -
    • Und wie schon gesagt wurde, die Disponenten können noch so gut sein, wenn die Technik nicht stimmt, nicht richtig läuft und wichtige Änderungen immer wieder nicht funktionierend eingebaut werden, viel schlimmer noch, bei fast jeder größeren Systemwartung mit massivsten Problemen bis zum Totalausfall (Stichwort Zettel und Stift) gerechnet werden muss, diese Probleme aber offensichtlich zum Teil in der Grundkonfiguration deer Software liegen und schon Jahre bekannt sind, dann fehlt mir da jegliches Verständnis und die Disponenten können mir nur leid tun.

      Hier schiebe ich der Politik einen großen teil der Schuld zu, denn wie kann es denn bitte sein, dass Leitstellen ohne zuverlässig funktionierende Software überhaupt in Betrieb gehen, weil irgendjemand am grünen Tisch, der von nix eine Ahnung, aber leider das Sagen hat, diesen festgelegt hat.

      Und diese Probleme gibt es nicht nur im Süden, sondern auch wir können da seit über einem Jahr ein Lied von singen.

      kfv-nf.de/?p=373

      nordfriesland-online.de/weblog…ungen-der-leitstelle-nord

      landtag.ltsh.de/infothek/wahl1…00/drucksache-17-0657.pdf

      Die Umstellung der KRLS West in Elmshorn wurde deswegen ja sogar verschoben - genutzt hat es nicht viel:
      ln-online.de/artikel/2799278/P…en_Polizei-Leitstelle.htm

      Besonders schön: Die Servicetechniker aus Österreich waren wegen eines Feiertages zum Zeitpunkt eines Ausfalls nicht erreichbar! Herrlich, mit was für einer Firma sind da bloß Verträge geschlossen worden? Und welcher "Praktiker" hat diesen Vertrag ohne eine 24/7-Servicetechniker-Erreichbarkeit bloß ausgearbeitet?
      Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
    • Hi,

      Tobias Voss schrieb:


      ich sag es mal so ... ich kenne nur integrierte Leitstellen, egal wie man die jetzt auch immer
      nennen mag seit dem ich mit dem Rettungsdienst begonnen habe, also seit guten 20 Jahren.
      Und nicht einmal gab es da auch nur ansatzweise irgendwelche Probleme.


      Vielleicht auch, weil du es garnicht anders kennst? Siehe das Beispiel von dem Kollegen von damals aus Köln. RTW-Alarmierung nur auf Status 2?? Er fand´s normal - klar, kannte ja nichts Anderes.



      Mir ist es nicht ersichtlich, warum man auf eine Trennung der Leitstellen beharren kann, ob-
      wohl sämtliche Alarmierungen und Tätigkeiten eigentlich eher übergreifend als getrennt sind.


      Wie oft hat man denn wirklich eine "übergreifende" Zusammenarbeit, bei der (nur) eine ILSt. alle Trümpfe spielen kann? Wo ist der so oft genante unheimlich grosse Vorteil, dass ein Disponent einen RD-RTW und den Löschzug alarmiert? Ich habe nichts gegen eine "Zusammenschaltung" von ELR-Software, von mir aus sitzen auch alle im selben Raum/Gebäude, aber Jeder sollte primär für sich den Fachbereich handeln, den er am Besten kennt.


      Allerdings frage ich mich, wieso man zu der Aussage kommt, dass ein Disponent mit feuerwehr-
      und rettungsdienstlichen Kenntnissen so schwer zu bekommen sein soll? In Bundesländern wie
      Hamburg, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westhalen oder Hessen klappt das ja auch problemlos.


      Dort fährt die Feuerwehr i.d.R. aber auch Rettungsdienst und ist sich selbst für Krankentransporte nicht zu schade. Das si8nd andere Vorraussetzungen als z.B. in Bayern, wo einzig in München die Feuerwehr ein bischen im RD mitspielt (bei den NAW/NEF und seit Kurzem dem Christoph 1)



      Aber ich vergass ... dort wird das System ja auch schon seit jahrzehnten erfolgreich eingesetzt.
      Und man hat schon des öfteren etwas mitleidig auf Bayern geschaut, wo jeder sein eigenes
      Süppchen gekocht hat.


      "Mitleidig" geschaut haben vielleicht die Kollegen der (Berufs-)Feuerwehr - die der HiOrg und Privaten hätten sich eine solche Trennung und z.B. eine RLSt. unter HiOrg-Flagge durchaus auch bei/für sich gewünscht.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Hi,

      Patrik Kalinowski schrieb:


      In einigen Bereichen von Bayern schaut man einfach noch zu sehr durch die "rote Brille".


      ..in so ziemlich allen Bereichen. Die Legitimation holt man sich aus der EU-Notrufnummer "112", die rein zufällig in Deutschland die Rufnummer der Feuerwehr ist. Hätte die EU z.B. die 911 als EU-Notrufnummer festgelegt, hätte die vermutlich niemand haben wollen ;)



      Das in München gewisse Uhren anders ticken ist bekannt,


      Hihi - ja, stimmt. Wer leistet sich schon 5 Sprchfunkkanäle alleine für den Rettungsdienst? (Früher gab´s zwei: K411 für den RD und K404 für den KTP und Melderalarmierung. Heute "braucht" man den 411er als "RD-Einsatzkanal", den 404 als "Verwaltungskanal" (Bettenanforderung usw.), einen Alarmierungskanal (Melderalarmeirung) , einen Kanal für den KTP und einen Kanal für KTP-Fremdfahrzeuge, die sich im RDB München aufhalten (Lotsungen usw.)



      das der komplett Freistaat anders tickt, ist auch bekannt.
      Ich bringe da gerne wieder nur den Funkrufnamenkatalog ins Spiel. Da stellt man nun Bayernweit um und bekommt es nicht hin, sich den umliegenden Bundesländern anzupassen, wo NEF mit 82 und RTW mit 83 gerufen werden.


      Und woanders heissen die Autos "Anton" oder "Berta" - also was soll´s.


      Gerade von Multifunktionellen Personal habe ich ja gesprochen. Der Vorlauf war lange genug da, zumindest meiner Meinung nach. Man hätte die Leute also in Ruhe richtig vorbereiten können, aber nöööö... wird dann alles wieder über den Zaun gebrochen!


      Für die Anrufannahme und Disposition im RD sollte die Person RA sein und auch eine entsprechende Erfahrung im RD haben - ich denke, das ist unstrittig. Wieviel Feuerwehrleute in deinem Lst-Bereich kennst du, die diese Vorraussetzung haben und auch in einer Leitstelle arbeiten möchten? Ebenso im RD. Wieviel Leute in deinem RD-Bereich kennst du, die RA mit Erfahrung sind und einen FW-ZF-Lehrgang haben (oder auch nur GF) und ebenso bereit sind, in einer Leitstelle zu arbeiten? Dazu: Leitstelle=10-Finger-Schreiben, PC-Kenntnisse, 1 Fremdsprache mindestens. Und ja, jetzt kommt´s: Für die Arbeit in der Leitstelle gibt es auch nicht deutlich mehr Geld, als "normal draussen"



      Wie Vossi schon sagt, gerade in Bayern, wo viele auch noch bei der Feuerwehr sind, die beim RD arbeiten, sollte das eigentlich zu schaffen sein. man bekommt Personal, aber in Bayern wurde und wird eben auch sehr auf den Nasenfaktor geschaut.


      scheint wohl nicht so einfach zu sein mit dem Personal... Ich habe einen Bekannten, der neben einer normalen Berufsausbildung bei einer FF war und dort "recht weit oben" (frag mich nicht nach der Dienstgradbezeichnung) Nebnen sienem eigentlichen Beruf machte er dann noch eine Ausbildund zum RA und wechselte dann ganz in den RD, wo er zum Schluss eine Führungsposition inne hatte. Nun sitzt er in einer bay. ILst. und die nahmen ihn mit Handkuss - allerdings auch mit Auflagen, die eine mögliche Zahl der Bewerber wieder massiv einschränkt (z.B. Wohnort im Umkreis von xx Minuten Fahrzeit usw.) Und nun zeigt mir alle mal den gelernten Handwerker, der zudem eine höhere Position in einer FF hat, nebenbei seit Jahren als RA im RD arbeitet und auch noch 10 Minuten von der ILst. entfernt wohnt oder dorthin umzieht. Das dürfte einem 6er im Lotto ziemlich ähnlich kommen.....



      Wenn man das alles zusammennimmt, dann hat man mancherorts halbfertige System stehen. Das kann es nicht sein, da kann ein Disponent noch so gut sein, wenn er nicht alles im Rechner hat, wie soll er da gescheit drei Landkreise mit ich weiß nicht wievielen Feuerwehren disponieren.
      Kein Wunder also, wenn manche Leitstellen bei parallelen Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätzen die Backen aufblasen und nichts mehr geblacken bekommen.


      Und wer sagt, dass das woanders besser läuft? In einer Grosstadt - o.k., noch einfach. Aber in der Fläche? Ich bin mir sicher, dass es eben woanders auch nicht läuft, nur dort weis niemand, wie es früher mal (ggf. besser) war. (siehe "RTW-Alarmierung nur auf Status 2" - oder auch die Anfrage in einer Newsgroup eines höheren (heute ganz hohen) BF-Beamten einer deutschen Grosstadt (bei der Einführung der DIN-EN 1789) ob es denn normal sei, dass wirklich soviele EKG-Elektroden im RD verbaucht werden. Bei Nachfrage kam heraus, dass diese Grosstadt in ihrem BF-Rettungsdienst bis dahin keine EKG-Geräte auf den RTW hatte und es war wohl auch "normal", dass das so ist....)


      Und auf das alte System zu pochen, nämlich Feuerwehr und Rettungsdienst leitstellentechnischen wieder voneinander zu trennen, also sorry, da haben manche Leute das falsche Verständnis von Zusammenarbeit und dem eigentlichen Sinn der Sache!


      Sehe "trennen" mal nicht so wörtlich. Im normalen Leben ist es völlig üblich, in einer Firma, Callcenter usw. bestimmte Aufgabenbereiche eben spezialisierten Mitarbeitern zu übertragen. Ein Schreiner, der dir deine Türen und Fenster professionell einbaut, wird dir ggf. nicht genauso toll deine Bar und ein paar Einbaumöbel anfertigen. Umgekehrt ist der Schreiner, der dir Bar etc. baut vielleicht nicht gerade erste Wahl, wenn es am Rohbau um die Fenster geht. Beide sind gelernte Schreiner, ggf. mit Meisterbrief, beide ggf. sogar in der gleichen Firma tätig. Im Prinzip wissen Beide, was zu tun ist und wie es geht, aber jeder hat halt seine Spezialgebiete.... Oder nimm mal die Bundeswehr - warum unterteilt man da zwischen Inst., Panzergrenadieren, Pionieren, Fallschirmjäger, KSK, Aufklärer u.v.m.? Alle sind doch "Bundeswehr" und haben ihren Dienstrang, die müssten doch Alles gleichgut können - oder doch nicht?


      Mit der heutigen Technik ist es kein Problem, sich zu einem Telefongespräch einen "Fachmann" in Konferenz dazuzuholen, eine Software für eine Warenwirtschaft hat selbstverständlich auch Schnittstellen zu anderen Quellen (z.B. CRM, Fibu etc.) und wie wir in der WDB umschalten können von RD- auf FW-Wachen, kann das ein ELR-Programm rein technisch gesehen auch. Und auch in der IT werden "All-in-One-Server immer seltener, man "virtualisiert", d.h. man setzt eigene Server für bestimmte Aufgaben auf. Ein "dickes" System als Unterbau, darauf laufen dann "virtuell" spezialisierte Server für oft nur eine einzige Aufgabe....

      -> warum soll ausgerechnet in einem Bereich, in dem es um hohe Sachwerte und Menschenleben geht, ein zwangsmässiger Einheitsbrei mit Mittelmass bevorzugt werden???


      Ach ja, du hattest München erwähnt - die ILSt. München hat zwei "spezialisierte" RD-Dispo-Plätze, auf denen nur der RD disponiert wird. Dort sitzen die Leute der ehem. BRK-Leitstelle oder BF-RA, die eben den RD als ihre Spezialisierung gewählt haben. Und weil der RD so anders als das FW-Tagesgeschäft ist, gibt es auch eine Art "Verbindungsbeamter" (aka "Fachberater") für den RD in der ILst.....

      Gut, wir könnten auch ein System einführen, wie es bei "911" in den USA verbreitet ist. "Dumme" Calltaker, die einfach nach Schema aufnehmen, alles 1:1 in eine Maske tippen und dann an einen spezialisierten (sic!) Disponenten weiterreichen. Da kann man dann auch Hausfrauen ans Telefon setzen, die noch nie ein FW-Fahrzeug oder einen RTW von innen gesehen haben und auch nicht wisssen, wie man ein (Daten-)Funkgerät bedient.....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst