Motorisierung bei Nutzfahrzeugen

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    • Wenn ich mir die bisherigen Beiträge durchlese, bin ich doch etwas überrascht wieviel Bedeutung man dem ganzen zumisst. Mir ist es ziemlich egal was mir der Dienstherr in die Halle stellt, solange es seinen Zweck erfüllt.

      Trends wie dem Downsizing im Motorenbau stehe ich vorerst offen gegenüber. Ich selbst bevorzuge zwar eher großhubige Motoren, bin aber der Meinung, dass man sich auch in umserem Metier dem technischen Fortschritt auf Dauer nicht verschließen kann. Mögen die aktuellen Downsizing-Aggregate noch nicht "unseren" Anforderungen im Rettungsdienst genügen, so bin ich doch zuversichtlich, dass die Hersteller bald in Punkto Haltbarkeit nachbessern werden. Abgesehen davon hat das Downsizing, rein rechnerisch betrachtet, betriebswirtschaftliche Vorteile, die sich auf Dauer nicht gänzlich ignorieren lassen. Ein paar Liter weniger Verbrauch können im Fuhrpark eines Rettungsdienstes eine nicht unbedeutende Kostensenkung ausmachen.
    • Hi,

      Fishki schrieb:

      Wenn ich mir die bisherigen Beiträge durchlese, bin ich doch etwas überrascht wieviel Bedeutung man dem ganzen zumisst. Mir ist es ziemlich egal was mir der Dienstherr in die Halle stellt, solange es seinen Zweck erfüllt.


      Naja, edler Gedanke ;) aber wenn man jeden Tag "auf dem Bock hockt" muss dieser Arbeitsplatz schon optimal gestaltet sein. Unbequeme, zu kurze Sitze, Geräuschpegel usw. - das sind schon Punkte, die sich bemerkbar machen. In "alten privaten Zeiten" gab es durchaus Mitarbeiter, die bevorzugt dort gefahren sind, wo es die besten Autos gab... Aber auch sonst: Wir haben z.B. VW T5 von verschiedenen Ausbauern und in den Autos sitzt man eigenartigerweise (da ja selbes Basisfahrzeug) als grosser Mensch nicht gleichgut. Kommt halt darauf an, wo der Ausbauer die Trennwand zum Pat.-Raum ansetzt..... Und z.B,. ein Auto mit Automatik/DSG/usw. ist einfach relaxter zu fahren, als wenn man ständig schalten und kuppeln muss. Kleinigkeit, sicher, aber vielleicht auch der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt bzw. eben den Mitarbeiter einen Wechsel zu einem anderen Arbeitgeber schmackhafter macht.


      Abgesehen davon hat das Downsizing, rein rechnerisch betrachtet, betriebswirtschaftliche Vorteile, die sich auf Dauer nicht gänzlich ignorieren lassen. Ein paar Liter weniger Verbrauch können im Fuhrpark eines Rettungsdienstes eine nicht unbedeutende Kostensenkung ausmachen.


      Aber Hallo! In Bayern werden RTW und KTW nach 200.000km planmässig ausgesondert. Wenn ein "kleiner" Motor nur 1l Sprit weniger auf 100km verbraucht, sind das mehr als 20.000 gesparte Euro - da sind auch ein paar Reparaturen bzw. sogar ein Austauschmotor drin und es bleibt noch was übrig....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Hi,

      Tobias Voss schrieb:


      Ohne dass ich das jetzt auf den Cent bestätigen könnte, gehe ich davon aus, dass man für
      einen Sprinter zwischen zwei und drei Transits bekommen dürfte. Und wenn man das in die
      Kalkulation mit einrechnet, sind sie nicht schlecht.


      Ford wirbt mit "ab 21.500EUR" und Mercedes mit "ab 25.620EUR" jeweils für einen Kastenwagen Transit bzw. Sprinter mit geringster Basisausstattung udn kleinstem Motor. Leider beitet Ford keinen "Konfigurator", mit dem man die Ausstattungen udn deren preise besser vergleichen könnte. Was ich den Prospekten und Webseiten entnehmen konnte ist, dass Ford nur Euro-4 Motoren anbietet, Mercedes hingegen Euro-5.



      Ich denke, dass es manchmal gar nicht verkehrt wäre, von den eingefahrenen Bahnen mal
      wegzugehen und sich auch auf neues einzulassen. Es gibt defintiv noch was anderes als nur
      Sprinter ... man muss sie eben nur mal lassen.


      Was in der Praxis allerdings nicht einfach ist, wenn man kein Risiko eingehen will. Wie "gut" ein Fahrzeug ist, das zeigt sich am Ende der vorgsehehen Laufleistung. Wieviel Reparaturen fielen an, welche Kosten haben sie verursacht, wie hoch ist der Wiederverkaufswert, gibt es andere Verschliessprobleme, Rost usw. RTW brauchen 3-5 oder mehr Jahre, bis sie die z.B. in Bayern vorgesehene Aussonderungsgenze von 200.000km erreicht haben. Hat ein "Testwagen" dann alle Erwartugnen erfüllt, kann man ihn ja bedenkenlos kaufen..... Wenn da nicht das Problem wäre, dass Hersteller innerhalb dieser Zeit auch Änderungen vornehmen oder gar die Modellreihe erneuern, neue/andere Motoren einführen usw.

      Das betrifft natürlich alle Hersteller, den des "Testwagen" ebenso wie den "etablierten Hersteller". Nur: Dem "etablierten Hersteller" vertraut man i.d.R. mehr, denn man kennt dessen Autos, Werkstätten, Kulanzleistungen usw. schon länger...
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • ... wenn ein "kleiner" Motor nur 1l Sprit weniger auf 100km verbraucht ...
      Wenn ...
      Jede Wette, daß man den Verbrauch um 2 - 3l drücken kann, wenn das Personal dementsprechend geschult wird und man z.B. einen kleinen Wettkampf einführt: wer am Ende des Jahres/Monats am wenigsten verbaucht hat, bekommt nen Bonus von x€. Kann man ja alles über die derzeitige Technik mit Navi, dig. Fahrtenschreiben & Co. bewerkstelligen. Und dies dann ohne potenziell anfällige supidupi Technik unter der Haube.

      ... dass Ford nur Euro-4 Motoren anbietet, Mercedes hingegen Euro-5 ...
      Rein auf die Anwendung im RD bezogen, ist dies vollkommen uninteressant. Steuern zahlt keiner, der eine blaue Lampe auf dem Dach und kranken Menschen hinten drin liegen hat.
      Es kann sogar ein Vorteil sein, eine geringer Schadstoffnorm zu erfüllen. Bei Mercedes soll der Sprung von Euro4 auf Euro5 beim 2,2l ein Mehrgewicht von ca. 25kg aufgrund der zusätzlichen Komponenten für die Abgasreinigung mit sich bringen. Wenn auf BlueTec umgestellt wird, wirds sicher noch mehr. Unterm Strich also mehr Gewicht, weniger Zuladung, mehr Verbrauch, mehr Technik.

      Dieser ganze Zirkus mit den Abgasnormen ist eh für den Popo. Ich frag mich immer, wer da die Politk berät. Aber egal, man muß sich ja dran halten ...

      Das betrifft natürlich alle Hersteller, den des "Testwagen" ebenso wie den "etablierten Hersteller". Nur: Dem "etablierten Hersteller" vertraut man i.d.R. mehr, denn man kennt dessen Autos, Werkstätten, Kulanzleistungen usw. schon länger...
      In was vertaut man denn da? Das nach 10maligen Öffnen des Schiebefensters dies hinausfällt? Das nach einem Kupplungswechsel aufgrund der überragenden Tätigkeit der Werkstatt fast ein kapitaler Getriebeschaden eintritt - und zwar regelmäßig?
      Mein Chef ist einer von den Kandidaten, die so ein Vertrauen haben und noch immer den Driss kaufen. Jetzt geht er nur dahin, daß die Fahrzeuge nach zwei wieder Jahren wieder veräußert werden - es hat sich nämlich ergeben, daß nach ca. 150.000km die Reparaturleistungen an den Fahrzeugen überpropotional zunehmen und eben nach zwei Jahren die Garantie i.d.R. ausläuft.
    • Wie steht es eigentlich mit der Kulanz? Nehmen sich da die Nutzfahrzeughersteller viel? Der Transit muss doch bis zum nächsten Jahr auch Euro 5 Motoren haben?!
      Die Rechnung von Rettungsopa bezüglich des Verbrauchs erklärt natürlich warum man auf sparsamere Motoren setzt.
      Aber natürlich... es hängt auch stark von dem jeweiligen Beschaffer ab. Beim hiesigen Betreiber wurde über Jahre hinweg fast nur VW beschafft. An den Kauf eines Sprinters hat man selten gedacht. Aber da hat der beschaffer wohl seine Vorliebe gehabt.
      Nur wie lange halten die Fahrzeuge anderer Marken? Ein RTW kann schließlich 10 Jahre im Betrieb sein...
    • Vergesst bitte bei allen Diskussionen um "Exoten" nicht, dass diese in den meisten Fällen
      a) über kein flächendeckendes Werkstattnetz verfügen
      b) die Werkstätten nicht auf "unsere" Anforderungen ausgelegt sind (Servicezeiten etc.)
      c) die Ersatzteilversorgung nicht auf "unsere" Bedürfnisse abgestimmt ist (Im RD gehen immer die Teile kaputt, die sonst ewig halten)
      d) für das Zweit- / Drittleben: wie lange sind Ersatzteile schnell verfügbar

      Zum ersten Punkt gibt es zu bedenken, dass jede Werkstattüberführung auch immense Kosten verursacht (hauptsächlich Personalkosten). Ausfallzeiten sind auch sehr teuer, hohe Ausfallzeiten "rechtfertigen" ggf. ein zusätzliches Ersatzfahrzeug, dass selbst auch viel Geld kostet (Reparatur, Wartung, Hallenmiete....).
      Ich möchte den Sprinter nicht glorifizieren, aber das Werkstattnetz ist überregional vorhanden und im Truckbereich m.E. auch im Servicebereich gut. Die anderen Probleme dieses Fahrzeugtyps möchte ich aber nicht wegdiskutieren.

      Ausnahmen sind natürlich auch hier vorhanden, genauso wie es hervorragende Exotenwerkstätten gibt.

      Aber noch einmal zur Diskussion aus dem Ursprungsthread (NEF SH):
      Welches Basisfahrzeug mit welcher Motorisierung wäre denn eurer Meinung nach geeignet zur Verwendung als NEF SH?
      Basisanforderungen: 675kg Zuladung, Allrad, Automatik
      ________________
      alle Aussagen spiegeln ausschließlich meine private Meinung wieder
    • Hi,

      muckel schrieb:

      Vergesst bitte bei allen Diskussionen um "Exoten" nicht, dass diese in den meisten Fällen
      a) über kein flächendeckendes Werkstattnetz verfügen
      b) die Werkstätten nicht auf "unsere" Anforderungen ausgelegt sind (Servicezeiten etc.)
      c) die Ersatzteilversorgung nicht auf "unsere" Bedürfnisse abgestimmt ist (Im RD gehen immer die Teile kaputt, die sonst ewig halten)
      d) für das Zweit- / Drittleben: wie lange sind Ersatzteile schnell verfügbar


      Stimmt schon, aber zumindest IVECO hat auch ein relativ dichtes Servicenetz, das auch auf kurze Zeiten usw. ausgelegt ist. Immerhin setzen viele Kurierdienste usw. auf IVECO (Daily etc.) und die können sich auch keine langen Wartzeiten, über Wochen vergebene Termine etc. leisten.



      Zum ersten Punkt gibt es zu bedenken, dass jede Werkstattüberführung auch immense Kosten verursacht (hauptsächlich Personalkosten). Ausfallzeiten sind auch sehr teuer, hohe Ausfallzeiten "rechtfertigen" ggf. ein zusätzliches Ersatzfahrzeug, dass selbst auch viel Geld kostet (Reparatur, Wartung, Hallenmiete....).


      Wenn man es "richtig" macht, vereinbart man mit dem Lieferanten entsprechende Services - z.B. Abholung des Autos an der Wache bei gleichzeitiger Zustellung eines Ersatzfahrzeuges etc. Langfristig wird daran eh kein Weg vorbeiführen, da eigene Ersatzfahrzeuge auch Geld kosten . Ob solche Verträge mit dem Hersteller, Ausbauer oder z.B. Verleihunternehmen abgeschlossen werden, ist dann egal. Im PKW-Bereich gibt es solche "All-inkl.-Garantieen" schon länger, Abholung kostenlos, Ersatzfahrzeug kostenlos usw. Bevor wir durchgehend mit Bayern-RTW ausgestattet waren, stand eigentlich immer einer der alten Sprinter in der Werkstatt - ohne Ersatzfahrzeug nicht möglich.... (und wir haben den Luxus einer hauseigenen Kfz-Meisterwerkstatt, d.h. Reparaturen gehen sehr schnell und kostengünstig)



      Aber noch einmal zur Diskussion aus dem Ursprungsthread (NEF SH):
      Welches Basisfahrzeug mit welcher Motorisierung wäre denn eurer Meinung nach geeignet zur Verwendung als NEF SH?
      Basisanforderungen: 675kg Zuladung, Allrad, Automatik


      Bei der Zuladung bleibt nicht viel, vorallem wenn noch DIN-mässige Fahrleistungen benötigt werden.

      Wobei - 675kg - puh.... Die BF München ist ja auch nicht ganz blöd und die haben nun lauter neue BMW X3 als NEF beschafft. Muss also wohl reichen, um die Anforderungen der NEF-DIN zu erfüllen....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Wobei - 675kg - puh.... Die BF München ist ja auch nicht ganz blöd und die haben nun lauter neue BMW X3 als NEF beschafft. Muss also wohl reichen, um die Anforderungen der NEF-DIN zu erfüllen....
      Das paßt, der X3 kann zwischen 560kg und 575kg zuladen. Ich habs in dem Thema zum Bayern-NEF vorgerechnet, die DIN fordert 195kg fürs Material + 3x 75kg für den Norm-Menschen.
      Wo kommen denn die 675kg her?

      Wobei ich das Konzept von BMW (Allrad, hochgelegte Kombikarosse, überwiegend für Asphalt ausgelegt, aber mit Schlechtwegefähigkeit) bei aller privaten Abneigung gegenüber der Marke im Speziellen und dieser Fahrzeugkategorie im Allgemeinen als die beste Basis für NEFs sehe.
    • Hi,

      Schulsani schrieb:


      Aber natürlich... es hängt auch stark von dem jeweiligen Beschaffer ab. Beim hiesigen Betreiber wurde über Jahre hinweg fast nur VW beschafft. An den Kauf eines Sprinters hat man selten gedacht. Aber da hat der beschaffer wohl seine Vorliebe gehabt.
      Nur wie lange halten die Fahrzeuge anderer Marken? Ein RTW kann schließlich 10 Jahre im Betrieb sein...


      Unser ältester Sprinter hatte 12 Jahre auf dem Buckel, schon fast ein "biblisches Alter" für einen RTW im Regel-RD. Er hat sich jedoch gut gehalten bis zum Schluss - und das, obwohl er die "Hure" war, d.h. in den letzten Jahren Ersatzfahrzeug und damit auf allen Wachen und von allen Besatzungen gefahren, die naturgemäss auf "den Ersatz" nicht so aufpassen, wie auf ihr "eigenes" Auto. Sein gleichalter "Bruder" wurde früher ausgemustert und kam zum SAN-Dienst - da ehemals "Landwache" war das Auto innen und technisch top in Schuss, nur Aussen nagte etwas der Rost....

      Quasi Nachfolger auf Aussenwache bzw. Sanitätsdeinst waren zwei Sprinter der zweiten Serie. Wieder beide gleichalt, der Eine in der Stadt, der Andere "auf´m Land". Der Stadt-Sprinter war bei seiner Ausmusterung mit rund 250.000km in allen Kriterien am Ende, sein "Land-Bruder" läuft heute noch top in Schuss im SAN-Dienst und hatte bei der Ausmusterung im RD auch um die 250.000km drauf.

      Ist also eher die Frage, wo Fahrzeuge eingesetzt werden. Im chilligen Landleben (=wenig Einsätze, viele Kilometer) sieht es anders aus als in der Stadt, wo kaum Kilometer gefahren werden, dafür aber z.B. in 24 Stunden 20 Vollgas-Kurzstreckenfahrten, 80x Seitentüre auf und wieder zu usw. Lässt sich auch auf KTW umsetzen. Wir hatten schon immer KTW, die bevorzugt für Fahrten "nach ausserhalb" eingesetzt wurden und welche, die fast nur "Stadtfahrten" machen mussten. Und auch hier - während der Eine nach z.B. 150.000km noch dasteht wie fast neu, sieht der Andere (auch technisch) aus, als als wäre er bald am Ende....


      Wie es mit andern Marken aussieht - da müsste man z.B. mal Mittelhessen fragen. Die fahren Renault als RTW und tauschen alle 3 Jahre. Die Autos haben dann um die 120.000km drauf. Warum? Halten die nicht länger oder will man einfach alle 3 Jahre was Neues und die Autos wären noch gut bis 200.000km so wie es in Bayern vorgesehen ist? Nicht mehr auf den Seiten vom RD Mittelhessen verfügbar sind aber z.B. Bilder, die die Korrosion ehemals verkaufter Fahrzeuge zeigen. Selbst halbwegs technsich versierte Privatpersonen hätten sich wohl so ein Auto nicht gebraucht gekauft, da ohne "Behandlung" das Fahrzeug den nächsten TÜV in 2 Jahren vielleicht nicht mehr überstanden hätte... Sicher, das Konzept ist nicht schlecht, wenn es vorsieht, ein Auto dann abzustossen, wenn die "magische" 150.000km-Grenze und/oder 3 Jahre erreicht sind. In Bayern gibt es eine fixe km-Grenze zur Aussonderung (200.000km), die kann in nur 3 Jahren, aber auch (siehe unseren alten Sprinter) in erst 12 Jahren erreicht sein. Hält das Auto 2000.000km oder hält es 12 Jahre? Bei 200.000km sind es eher mechanische Teile (Lager usw.), bei 12 Jahren auch Alterserscheinungen an Dichtungen, Simmeringe, Schläuche, Feder/Lagergummis usw.

      Insgesamt wird eine Frage erst nach Ablauf der vorgesehenen Haltedauer beantwortet werden können: Spart ein "billiger Exot" oder nicht? Lohnt sich die Anschaffung eines "teuren Sprinter" oder nicht? Wenn man von 3 Jahren und ca. 120.000km ausgeht, sieht das anders aus, als wenn 200.000km in 12 Jahren erledigt werden. Ohne es zu wissen - beim Mittelhessen würde ich mir auch überlegen, einen teuren Sprinter zu kaufen. Nach nur rund 120.000km dürften alle Autos noch keine Probleme machen, da kann man schon Geld sparen bzw. anderweitig investieren (z.B. Luftfederung etc.)

      Ob ein Renault allerdings z.B. rund 300.000km aushält (so wie ein Münchner ITW auf Vario-Basis) ?? Wie gesagt, Alles eine Frage der Planung von Nutzungsdauer usw. Wir planen bei unseren Rückholern (2 VW T5 mit "grosser" (180PS) Maschine) derzeit mit min. 400.000km - inkl. einem neuen Motor. 10.000km haben beide Autos schon im ersten Monat überschritten... Die "normalen" KTW (z.Zt. 1 Sprinter, 8 T5) gehen planmässig mit rund 250.000km Ausser Dienst und diese Grenze haben sie bisher (auch die ehemaligen T4 und
      Sprinter) ohne neuen Motor oder intensive Reparaturen geschafft. (einige der alten Autos laufen heute noch irgendwo im fernen Ausland...)
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Rettungsopa schrieb:

      Ist also eher die Frage, wo Fahrzeuge eingesetzt werden. Im chilligen Landleben (=wenig Einsätze, viele Kilometer) sieht es anders aus als in der Stadt, wo kaum Kilometer gefahren werden, dafür aber z.B. in 24 Stunden 20 Vollgas-Kurzstreckenfahrten, 80x Seitentüre auf und wieder zu usw. Lässt sich auch auf KTW umsetzen. Wir hatten schon immer KTW, die bevorzugt für Fahrten "nach ausserhalb" eingesetzt wurden und welche, die fast nur "Stadtfahrten" machen mussten. Und auch hier - während der Eine nach z.B. 150.000km noch dasteht wie fast neu, sieht der Andere (auch technisch) aus, als als wäre er bald am Ende
      Aber auch das ist etwas, was man nicht verallgemeinern kann, denn wie ein Fahrzeug nach
      einer bestimmten Zeit an Jahren aussieht, ist auch immer eine Frage des Umgangs damit.
      Es gibt Rettungswachen, die schaffen es, auch in der Stadtrettung ein Fahrzeug in Schuss zu
      halten und es gibt Besatzungen, die schaffen es nicht mal im Bereich der Landrettung.

      Rettungsopa schrieb:

      Wie es mit andern Marken aussieht - da müsste man z.B. mal Mittelhessen fragen. Die fahren Renault als RTW und tauschen alle 3 Jahre. Die Autos haben dann um die 120.000km drauf. Warum? Halten die nicht länger oder will man einfach alle 3 Jahre was Neues und die Autos wären noch gut bis 200.000km so wie es in Bayern vorgesehen ist?
      Nur zu Deiner Information ... auch bei der ersten Version des RTW auf Basis des MB
      Sprinters wurden die Fahrzeuge nach 3 Jahren abgestoßen. Übrigens eine in meinen
      Augen sehr gute und vorallem kostenmäßig durchdachte Entscheidung. Und da die
      Fahrzeuge scheinbar auch alle mit annähernd der gleichen Laufleistung abgestoßen
      werden, haben die ein ziemlich gut funktionierendes Fahrzeugmanagement.

      Rettungsopa schrieb:

      Ob ein Renault allerdings z.B. rund 300.000km aushält (so wie ein Münchner ITW auf Vario-Basis) ??
      Sorry, aber da Vergleichst Du gerade Äpfel mit Birnen ... der Vario ist ein LKW und da-
      mit von der Basis her für ganz andere Laufleistungen als ein Sprinter oder Renaut ausge-
      legt, immerhin haben die Fahrzeuge ja viel von PKW, auch wenn sie es nicht unbedingt sind.

      Wenn man mal mit offenen Augen durch eine Stadt läuft, wird man feststellen, dass die Vor-
      herrschaft von VW mit dem Transporter und Mercedes mit dem Sprinter immer geringer wird.
      Viele Handwerker und Kurierdienste wechseln von den teuren Fahrzeugen zu den deutlich
      günstigeren Ausländern ... darüber sollten sich sowohl Mercedes als auch VW mal Gedanken
      machen.
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Tobias Voss schrieb:

      Wenn man mal mit offenen Augen durch eine Stadt läuft, wird man feststellen, dass die Vor-
      herrschaft von VW mit dem Transporter und Mercedes mit dem Sprinter immer geringer wird.
      Viele Handwerker und Kurierdienste wechseln von den teuren Fahrzeugen zu den deutlich
      günstigeren Ausländern ... darüber sollten sich sowohl Mercedes als auch VW mal Gedanken
      machen.
      Kurierdienste und Handwerker fahren zum Glück keine Patienten in der Gegend rum.... Ich sehe es schon auch so, dass Sprinter und Crafter die geeignetsten Fahrzeuge für den RD sind. Wenn ich unsere RD Sprinter mit unserem ehrenamts-Transit vergleiche, liegen da wirklich Welten dazwischen..... Der Transit klappert ordentlich, man holt sich n Rückenschaden wenn man übern Schlagloch fährt und das Teil rostet vom ersten Tag an..... Die Sprinter vom RD hingegen sind alle noch Top und haben z.T. 260.000km aufm Buckel. ( Altes Modell ) Ich könnte mir schon vorstellen, dass ein Transit-Motor das auch packen kann, da sind dann die Probleme eher bei der Karosserie und anderen Teilen zu suchen. Zumal die Ford-Werkstätten bei uns nicht wirklich der Bringer sind und das wirkt sich wahrscheinlich auch nicht positiv auf die Laufleistung aus.....
      Zudem ist die Aussage von unserer Geschäftsführung, dass sich die Fahrgestelle für die RTW preislich kaum etwas geben. Zwar kann ich keine genauen Zahlen nennen, aber wenn es kein großer Unterschied im Preis ist, würde glaube ich jeder auf n Sprinter zurückgreifen!
      UUUUUUUUULF!!
    • bigboy schrieb:

      Kurierdienste und Handwerker fahren zum Glück keine Patienten in der Gegend rum
      Stimmt schon, aber dann schau doch mal in unsere europäischen Nachbarländer ...
      In Frankreich, Italien oder Groß-Brittanien wirst Du nur sehr wenige Sprinter finden,
      und irgendwie bringen die auch alle lebend ins Krankenhaus ;)

      bigboy schrieb:

      Die Sprinter vom RD hingegen sind alle noch Top und haben z.T. 260.000km aufm Buckel. ( Altes Modell )
      Gerade die ersten Sprinter waren Motortechnisch noch verdammt gut ... ein ziemlich
      großer Motor mit nicht übertrieben viel Leistung. Selbst die kleine Motorisierung mit
      102 PS hatte noch den 2,9 Liter-Motor unter der Haube ...

      bigboy schrieb:

      Zudem ist die Aussage von unserer Geschäftsführung, dass sich die Fahrgestelle für die RTW preislich kaum etwas geben.
      Nun ja ...

      wenn ich wirklich etwas bewirken will, dann sollte man sich damit schon eingehender
      befassen ... und Geschäftsführungen sind oft auch ein wenig beeinflusst.

      Fakt ist ... zwischen einem Sprinter und einem Opel Movano liegen etwa 7.000 Euro,
      wobei der Opel noch den Vorteil eines Frontantriebes bietet. Wer wirklich will, und das
      auch gut verhandelt, der sollte mit non-Mercedes-Produkten deutlich günstiger fahren,
      besonders wenn man die Autos nicht 10 Jahre im Betrieb haben will ...

      In Deutschland sind wir einfach auf Mercedes im Rettungsdienst fixiert, da will keiner
      etwas anderes haben, auch wenn es sicherlich bessere Produkte gibt.
      - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
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    • Hi,

      Tobias Voss schrieb:

      bigboy schrieb:

      Kurierdienste und Handwerker fahren zum Glück keine Patienten in der Gegend rum
      Stimmt schon, aber dann schau doch mal in unsere europäischen Nachbarländer ...
      In Frankreich, Italien oder Groß-Brittanien wirst Du nur sehr wenige Sprinter finden,
      und irgendwie bringen die auch alle lebend ins Krankenhaus ;)


      Aber wie eben ;) Und es kommt darauf an, wie man im jeweiligen Land "denkt", d.h. sein Verhältnis zu einem Auto definiert. Zudem wird überall gerne "landesüblich" gekauft, d.h. von Herstellern des eigenen Landes. Ohne ein Land/Marke direkt anzusprechen, aber dem z.B. Italiener ist es vielleicht egal, wenn es irgendwo in seinem Fiat knarzt, wackelt etc. Das war und ist halt immer so, was solls, Hauptsache, das Auto rollt. Und selbst innerhalbeines Landes gibt es Unterschiede. In Norditalien findet man sehr viele T5 und Sprinter als KTW/RTW, weiter südlich dann mehr Iveco und Fiat....



      Fakt ist ... zwischen einem Sprinter und einem Opel Movano liegen etwa 7.000 Euro,
      wobei der Opel noch den Vorteil eines Frontantriebes bietet.


      Wobei ich bei einem Lieferwagen absolut keinen Vorteil beim Frontantrieb sehe. Unsere Transit zeigen das auch in der Technik - so oft wie die "was an der Vorderachse haben" ist schon extrem.


      In Deutschland sind wir einfach auf Mercedes im Rettungsdienst fixiert, da will keiner
      etwas anderes haben, auch wenn es sicherlich bessere Produkte gibt.


      Besser? Ich denke nicht. Vielleicht gleichwertig. Aber das Produkt alleine ist es ja nicht. Dazu kommen noch die Flächendeckung von Werkstätten, Wiederverkaufswert, Ersatzteilversorgung über lange Zeit u.v.m.

      Einen XY-RTW zu kaufen ist ja noch o.k. Die XY-Werkstatt ist zufällig 500m neben der Wache und topfit, der örtliche XY-Händler macht ein grosszügiges Angebot usw. Aber nun mach das mal wie in Bayern oder SH landesweit. Da findest du ggf. nur sehr wenige XY-Werkstätten und XY-Händler. Und beim Wiederverkauf sind eben eher deutsche Autos gefragt - warum wohl....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Welche besseren Produkte als Mercedes gibt es denn im Sprinter-Sektor ? Mir fällt als gleichwertig gerade noch der Iveco ein dann hört es auch schon auf. Selbst Fahrzeuge mit relativ naher Verwandschaft in der Vergangenheit wie der Crafter können in Puncto Qualität nicht mit Mercedes mithalten. Hat sich bei uns im Bereich wieder einmal gezeigt wo die zwei Crafter RTW nun nach wenigen Jahren, genervt von Verarbeitung und Leistung, wieder durch Sprinter ersetzt werden. Der Totalschaden an einem Fahrzeug gar als Glücksfall gesehen wird da dafür nun auch ein Sprinter kommt.

      Ford, der ja hier genannt wurde, versagt in meinen Augen auf ganzer Linie und ist als Transporter im Einsatzdienst schlicht nicht zu gebrauchen. Schlechte Qualität von Getriebe über Motor bis hin zu einer Verarbeitung die bis zu den letzten Modellen auch keine noch so große Einsparung rechtfertigt. Die Werkstätten haben sich uns auch in einem fürchterlichen Bild präsentiert. Mag sein dass das "Einzelfälle" waren aber was nutzt mir das letztlich wenn sämtliche Werkstätten im Einzugsgebiet versagen ? Ich kann ja ein Einsatzfahrzeug fünfzig Kilometer durch die Lande schippern zu einer WS die was taugt. Bei Daimler stell ich den Wagen hin und es wird sich sofort darum gekümmert. I.d.R. sind die Fahrzeuge am selben Tag zurück oder innerhalb kurzer Zeit. Bei den NFZ-Zentren sogar Reparaturen während der Nacht. Bei Ford wurden nach diversen Reparaturversuchen beschieden das es wohl eine technische Eigenheit sei und es keine Abhilfe gibt. Auch nicht schlimm das der Motor bei diversen Fahrzeugen im Standgas abwürgt..

      Bleibt realistisch also nur der Iveco und dort sind die Preise bei einem vergleichbaren Fahrzeug dann auch nicht weit vom Sprinter entfernt. Gerade im NFZ-Sektor zahlt man eben für Qualität und weniger für den Namen als beim Prestigeträchtigen PKW-Markt.

      Mit Pflege lässt sich so einiges bewerkstelligen aber mal ehrlich, das wirkt sich auf die Karosse im optischen Sinne aus. Nach 200.000 KM in der Stadtrettung sind die Fahrzeuge allumfassend hinüber. Und wenn sie noch so gewienert sind.

      Wer jetzt nach anderen Ländern schaut und "Exoten" anführt muß aber den Gedanken auch korrekt weiterführen. Sicher kommen Patienten in anderen Ländern auch ans Ziel. Aber man darf nicht vergessen das Deutschland bei der Qualität im Rettungsdienst eine hohes Niveau hat. Selbst amerikanische Kollegen, die sonst in vielem führend sind, erfreuen sich jedesmal an den deutschen Schwebetischen die hier standard sind. In den USA eben nicht und auch nicht eine Luftfederung. Dafür dürfen sie sich wieder an elektropneumatischen Tragen erfreuen die in Zukunft die manuellen ersetzen. Arbeitsschutz sei Dank.
      "Wir wissen zwar nicht wo es hingeht, wollen aber als erste dort sein"
      "Lassen sie mich mal vor, das geht hier nach Kompetenz"
    • Die Motorgröße allein ist sowieso kein Garant für Qualität. So konnte ich schon mehrfach lesen (nein keine persönlichen Erfahrungen), dass die Crafter Motoren nicht so super sind. Mehr Hubraum als die Sprintermotoren haben sie dennoch.
      Wie groß die Preisunterschiede wirklich sind wäre natürlich interessant. Wären die Unterschiede wirklich so groß wüsste ich nicht warum man nicht nur noch Renault und Ford fährt. Ich denke mal die Rabatte von Mercedes können sich sehen lassen.
      Zur Verteilung der Fahrzeuge. Neben Mercedes/VW sieht man bei den Paket- und Kurierdiensten sehr oft Fiat (und Iveco). Aber die Transporter von Renault/Opel/Nissan (die dürften kein kleineres Werkstattnetz als Fiat/Citroen/Peugeot haben) sieht man außer bei ein paar Handwerkern kaum. Und es kann ja nicht sein, dass kaum Unternehmen rechnen können...
    • "Bei Ford wurden nach diversen Reparaturversuchen beschieden das es wohl
      eine technische Eigenheit sei und es keine Abhilfe gibt. Auch nicht
      schlimm das der Motor bei diversen Fahrzeugen im Standgas abwürgt.."

      war da ein Eintrag im Fehlerspeicher?

      Fakt ist, das eigentlich kaum eine Vertragswerkstatt außer VW und MB sich eigene Nutzfahrzeugzentren leisten. Wer zum freundlichen Opel Partner kommt, hört oft: "sorry, die große Bühne ist belegt" oder "der Transporterschrauber hat gerade Urlaub" so ist es auch bei allen anderen, die zwar beim Verkauf noch ne Mark machen wollen aber im aftersales komplett versagen.
      Bei VW haben wir mittlerweile einen Partner mit kostenlosem H+B und 24 Stunden Werkstatt. Bei Mercedes greifen wir auf den kleiner NFZ Partner zurück. Das ist ein alt eingessener, wo die Spzies hausen.

      Wir bekommen im Einkauf bei Mercedes so viele Prozente, das wir schon unter dem Crafer liegen, da würde ich nie wegen ein paar tausendern einen Franzosen oder den lieben Transit aus der fernen Türkei wählen bei dem sich alles schon auf dem Weg nach Deutschland in wohlgefallen auflößt.
    • Hi,

      y903211 schrieb:


      Mit Pflege lässt sich so einiges bewerkstelligen aber mal ehrlich, das wirkt sich auf die Karosse im optischen Sinne aus. Nach 200.000 KM in der Stadtrettung sind die Fahrzeuge allumfassend hinüber. Und wenn sie noch so gewienert sind.


      Das stimmt - was Optik und Innenraum betrifft - nicht immer. Als einer unserer Bayern-RTW (erste Serie) ausgemustert wurde, war der noch verhältnismässig topfit was die Optik betrifft. Aussen ein paar kleinere Kratzer, reparierte Unfallschäden und innen - einmal ordentlich durchputzen und er wäre "fast neu" gewesen. Keine abgeschlagenen Kanten, kein aufgerissener Boden usw. Sicher, die über 200.000km und 6 Jahre sah man schon, aber dafür, dass es ein 24h-Auto einer unserer meist-frequentierten Wachen war, ist das nicht schlecht, was dann schliesslich verkauft wurde.

      Auch vom Motor her - alt aber gut. Klar, die Verschleissteile "Injektoren" wurden mal erneuert, aber sonst... Selbst die madige Sprint-Sgift-Schaltung hat´s überlebt und nach massiven Anfangsproblemen funktionierte die dann auch störungsfrei bis zum Schluss.

      Hätten wir nicht vorher schon einen RTW "rausgekauft", wäre dieser Bayern-RTW eine Wahl gewesen, um seinen Lebensabend im SAN-Dienst zu verbringen....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst

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    • Hi,

      schirrmeister-hh schrieb:


      Fakt ist, das eigentlich kaum eine Vertragswerkstatt außer VW und MB sich eigene Nutzfahrzeugzentren leisten. Wer zum freundlichen Opel Partner kommt, hört oft: "sorry, die große Bühne ist belegt" oder "der Transporterschrauber hat gerade Urlaub" so ist es auch bei allen anderen, die zwar beim Verkauf noch ne Mark machen wollen aber im aftersales komplett versagen.


      Iveco spielt noch mit in der Liga "Nutzfahrzeug" (die haben/können eh nix Anderes), das war´s dann aber schon. Mercedes, VW und Iveco haben erkannt, dass ein Nutzfahrzeug was Anderes ist, als ein stylischer PKW, den man in hochglänzenden Verkaufsräumen anbietet. Nutzfahrzeug-User "leben" von und mit ihrem Fahrezug. Die können keine "Termine machen" und ene Reparatur muss schnell abgeschlossen sein, ggf. auch am Wochenende oder Abends.

      Den Service, den hier eine Nutzfahrzeugabteilung eines Herstellers bietet ist schon toll. Anruf "wir haben einen Defekt, Auto läuft nicht mehr, wir schleppen per ADAC jetzt zu Ihnen" "Aha, (Frage nach Typ usw.). Ja, Motorsteuerung, kann schon sein, die Software.... Gut, Wenn das Auto ankommt, ist der Kfz-Meister Herr XY für sie zuständig, Ja, einfach reinfahren, Herrn XY verlangen, der wartet dann schon auf Sie" Boah ej! Und das an einem Samstag Nachmittag! (Am Sonntag Abend(!!!) wurde das Auto dann als "fertig" gemeldet....)

      Mit Sowas verkauft man Autos an Leute, die das Auto wirklich brauchen. und/oder davon bzw. damit leben.



      Bei VW haben wir mittlerweile einen Partner mit kostenlosem H+B und 24 Stunden Werkstatt. Bei Mercedes greifen wir auf den kleiner NFZ Partner zurück. Das ist ein alt eingessener, wo die Spzies hausen.


      Service und Qu8alität kostet eben - und das (Service-Infrastruktur) ist beim Neupreis eben mit dabei.
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    • super Beispiel heute morgen:
      RTW Sprinter fährt max. 40-50Km/h zischt zeitweise vorne. Kurz untergesehen, Ladelüftkühler komplett verölt. Angerufen bei MercedesNFZ, Der KDB sagt kommt doch gleich rum ich seh mir das an. Vom abgeben des Fahrzeugs bis Fertigstellung mit neuem Ladeluftkühler genau 2 Stunden. Und das obwohl die Halle echt voll war. Da kannst du doch nurnoch einen Kuchen backen und am nächsten Tag vorbeibringen!
    • Hi,

      schirrmeister-hh schrieb:


      Vom abgeben des Fahrzeugs bis Fertigstellung mit neuem Ladeluftkühler genau 2 Stunden. Und das obwohl die Halle echt voll war.


      "da weis man, was man hat" oder so. Sowas kann aber jede Werkstatt leisten, wenn sie will und dafür auch die Ressourcen vorhalten kann. Und da gehört auch der Hersteller dazu, der mit BOS-Fahrzeugen sein Image pflegt. Damit, dass Malermeister Klecks oder Elektriker Kurz einen Sprinter fährt, kann man kaum Werbung machen. Feuerwehr und Rettung werden die besten Autos fahren. Zuverlässig, robust - zum Lebenretten geeignet eben. Sowas lässt sich dann auch an Klecks und Kurz verkaufen.....

      Und btw. - selbst in der Ford-Stadt Köln kommen die neuen RTW von Mercedes - nach vielen Ford Transit, die dort gekauft wurden. Vielleicht weis ja jemand, warum man den "Hoflieferanten" umgestellt hat....
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst