21 Tote bei der Loveparade

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    • Hinterher sind alles schlauer,

      aber niemand will doch tatsächlich in der Haut eines Verantwortlichen stecken, oder ?

      Und DEN Verantwortlichen gibt es nicht,

      es ist ein Zusammenspiel von sehr vielen, teils im Vorfeld unkalkulierbaren, Dingen.

      Da nun von Einzelnen zu verlangen dass sofort (personelle) Konsequenzen gezogen werden ist m.M.n. ein Wenig zu kurz gedacht.

      Nur eine ordentliche, lückenlose und vorbehaltslose Aufarbeitung kann in Zukunft helfen weitere Opfer zu verhindern (Tote und LEBENDE ! - redet zB mal jemand von denen die sich die Finger abgerissen haben und damit weiterleben müssen ????)

      Das ist wie im Mittelalter:
      die Meute will einen Hängen sehen - damit ist der Fall dann erledigt.
      Völlig egal wer oder was tatsächlich dahinter steckt.

      Das kanns nicht sein !
      Und alle posaunen dann unreklektiert mit ins gleiche Horn ....

      wir sollten eigentlich gelernt haben dass gruppendynamische Prozesse ganz böse nach hinten losgehen können und sich eigentlich jeder mündige Bürger seinen eigenen Gedanken machen sollte, oder ?
      es gibt immer einen Idioten der einem die Tour versaut !
      genau Einen !

    • nur zur Info: Fragen nach Details zu den Opfern werden hier nicht geduldet. Es ist tragisch genug, was passiert ist, da muß die Sensationslust einiger weniger nicht noch gefördert werden.
      Gruß,
      OlafW
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      "Was ist das da?" - "Ein Premier Hazard Ultimax."

      BOS-Fahrzeuge.info - Sondersignal-Kompetenzteam
      Wir kennen sie (fast) alle!
    • Hi,

      Original von kellern
      Nur eine ordentliche, lückenlose und vorbehaltslose Aufarbeitung kann in Zukunft helfen weitere Opfer zu verhindern


      Auch wenn man wenig bis keine Ahnung hat kann man erkennen, dass ein Tunnel mit einer berechneten Kapazität von 20.000 Leuten/Stunde nicht geeignet ist, ein Gelände mit 250.000-300.000 Besucherplätzen zu füllen bzw. zu leeren. Selbst wenn der rechnerische Durchsatz des Tunnels doppelt so hoch oder noch höher ist, dauert es Stunden, bis die erwarteten/genehmigten Besucher auf bzw. vom Gelände sind.

      Man braucht auch nicht viel Kenntnis und Wissen um festzustellen, dass angemeldete Besucherzahlen von 500.000 bei der Loveparade erfahrungsgemäss(!) weit übertroffen werden. In Duisburg waren es insgesamt 1,4 Millionen...

      2006: 1,2 Mill.
      2007: 1,2 Mill.
      2008: 1,6 Mill.
      2009: abgesagt
      2010: 1,4 Mill.

      Der Anstieg von 1,2 (2006/2007) auf 1,6 (2008) ist auch ohne Statistik-Kenntnisse eine Tendenz und ganz schön naiv ist der, der glaubt dass 2010 (vorallem nach einem Jahr "Enthaltsamkeit") nur noch 1/3 der Besucher kommen, die noch 2008 da waren....

      Gut, alle 1,4 Mill. Besucher werden nicht an einem Abschlussevent teilnehmen (auch das ist eine Erfahrungswert), aber etwa 1/3 ist realistisch. Das wären im Fall Duisburg ungefähr 450.000 - und das ist zuviel für das Gelände, das nur rund 300.000 Besucher fasst.

      Es gibt geeignete Möglichkeiten, die Zahl von Menschen in Gruppen hochzurechnen. Anhand von Luftaufnahmen etc. geht das sogar einigermassen schnell (Eintrittskarten oder Anmeldungen etc. fehlen ja als Nachweis exakter Zahlen) . Selbst wenn immer von "nur" 500.000 Besuchern ausgegangen wurde muss es dennoch schnell feststellbar sein, ob diese Zahl realistisch bleibt oder nicht. Bei "500.000" ist bei der Planung nach oben sicher noch ein Puffer drin, aber wenn der überschritten wird (und dass sollte man bei 500.000 zu 1Mill bzw. 1,4 Mill. deutlich sehen!) muss während der Veranstaltung reagiert werden.

      u.v.m.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Hmm ...

      wenn ich mir das jetzige Hick-Hack so anschaue, dann frage ich mich wer
      hier wem die Schuld zuschieben will.

      Fakt ist, dass die Stadt Duisburg diese Veranstaltung genehmigt hatte,
      warum wird eine Veranstaltung genehmigt, bei der es bereits im Vorfeld
      zu so unterschiedlichen Ansichten innerhalb der Stadt gekommen ist?

      Ich gehe davon aus, dass sowohl Veranstalter als auch Polizei einen An-
      teil an der Verantwortung zu übernehmen haben, der Großteil jedoch
      liegt in meinen Augen bei der Stadt Duisburg, die diese Veranstaltung
      ja genehmigt hat.

      Allerdings wird sich zeigen, in wieweit die Staatsanwaltschaften Köln und
      Essen sich da meiner Meinung anschließen werden ... bis dahin gilt, auch
      wenn es sicherlich schwer fällt, für alle Beteiligten die im deutschen Recht
      verankerte Unschuldsvermutung.

      Ach ja ...

      Sowohl die Beiträge im Fernsehen als auch die Artikel in Stern, Bild und
      Co sind alle in meinen Augen nur auf Stimmungsmache aus ...

      Edith meint noch folgendes ...

      Im Nachhinein lässt sich ein Sicherheitskonzept immer ganz leicht kaputt
      reden, besonders von sogenannten "Experten" die es schon immer ge-
      wusst haben, sich aber vor der Veranstaltung nicht einmal zu Wort ge-
      meldet haben.

      Sowas nenne ich Falschheit und fehlenden Anstand ... darüber sollten
      sich alle Besserwisser einfach mal Gedanken machen. Wäre nämlich
      nichts passiert, dann würden gerade die "Experten" die Stadt Duisburg
      sowie den veranstalter für das super tolle Konzept loben ...
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      http://www.einsatzfahrzeug-archiv.de
      facebook.com/voss.tobias
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    • Habe mich ja bis jetzt mal etwas zurückgehalten....will auch nicht wild herumspekulieren.

      Im groben und ganzen fasse ich aber mal (für mich) zusammen:
      Ein abgeschlossenes Gelände (ich rede nicht von Zäunen sondern von baulicher Begrenzung, Zäune können bei bedarf entfernt werden) ist für solche eine Veranstaltung ungeeignet. Das müsste jeder wissen der schonmal eine solche (oder ähnliche) Veranstaltung geplant/betreut hat.
      Veranstaltungshallen werden ja auch so gebaut daß genügend Ein- und Ausgänge/Fluchtwege vorhanden sind, um im Notfall die Halle schnell räumen zu können. Da gibt es genügend Vorschriften.

      CSD, Karneval etc. sind ja nichts anderes und da sind Menschenströme sehr gut (und vor allem schon sehr lange) zu beobachten gewesen. Alleine daraus lässt sich doch eine gewisse Erfahrung sammeln und die Loveparade fand ja nicht zum ersten mal statt. In Berlin war der Tiergarten eine geeignete Ausweichfläche, die ja auch offensichtlich gut genutzt wurde. Als ich die ersten Bilder von dem Gelände gesehen habe habe ich mir nur gedacht daß das ja wohl ein schlechter Scherz ist...und Stunden später wurden meine Gedanken bestätigt. Dafür brauch ich nicht zu studieren das sagt einem der logische Menschenverstand und gewisse Erfahrungswerte.

      Und wenn ich lese, es gibt nicht DEN Verantwortlichen dreht sich bei mir was rum.....DEN vielleicht nicht, aber DIE.
      Den letzten beißen die Hunde, wie es so schön heisst. Und der letzte ist in dem Fall derjenige/die Behörde die diese Veranstaltung genehmigt hat.
      Wenn da schon die Profis Feuerwehr und polizei im Vorfeld sagen das geht in die Hose und ist so nicht durchführbar, dann sollten die Verantwortlichen der Stadt auch drauf hören. Denn wer hat sonst Erfahrungen mit solchen Veranstaltungen? Der OB, der Sachbearbeiter am Schreibtisch oder wer?
      Man sah doch prima an der Pressekonferenz wie die hohen Herren da saßen, wie kleine Schulkinder die was ausgefressen haben. Hallo? es war doch absehbar was da für Fragen gestellt würden. Niemand aber absolut niemand hat sich in irgendeiner Weise auf die Konferenz vorbereitet. Das zeigt doch schon was die für ne Ahnung haben....selbst 18 Stunden später...KEINE. Nicht mal die einfachsten Erkundigungen haben die sich eingeholt.....nur Ausreden....."der Veranstalter ist dafür verantwortlich"..."das ist Aufgabe der Polizei gewesen".....usw.
      Sowas ist doch megapeinlich und zeigt klar und deutlich wie die sich mit der Situation (selbst im Nachhinein) befasst haben. Da hätten sie die Pressekonferenz auch sein lassen können.

      Dieser Fall muss erstmal ordentlich ausgewertet werden um den/die Verantwortlichen ausfindig zu machen und da muss dann auch eine Strafe kommen. Nicht wieder, daß irgendwer mal von seinem Amt zurücktritt und gut ist, wie es leider so oft der Fall ist.

      Original von Wotsche112
      Aus Panik vor weiteren MANV´s hat man im laufe der Nacht noch in jedem Regierungsbezirk einen Bereitstellungsraum in der Nähe von Wichtigen Bahnhöfen errichtet.
      Diese waren u.a. in Köln, Dortmund und Münster........


      Also in Köln wurde kein BHP angefordert..weder voralarmiert noch in irgendwelchen Bereitstellungsräumen.
      Männer müssen stark sein, wie sollten sie sonst schwach werden.
    • Hi,

      Original von Tobias Voss
      Wäre nämlich nichts passiert, dann würden gerade die "Experten" die Stadt Duisburg sowie den veranstalter für das super tolle Konzept loben ...


      Kein Mensch hätte ein Konzept gelobt, das vorsieht, riesige Besuchermengen (reguläre Platzbelegung ca. 250.000-300.000 Leute) durch einen langen, kleinen und dunklen Tunnel auf das Gelände und wieder vom Gelände zu führen.

      Selbst wenn nichts passiert wäre, hätte kein "Experte" das Konzept als "toll" befunden bzw. zur Nachahmung angeregt.
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Original von AkkonKöln
      Original von Wotsche112
      Aus Panik vor weiteren MANV´s hat man im laufe der Nacht noch in jedem Regierungsbezirk einen Bereitstellungsraum in der Nähe von Wichtigen Bahnhöfen errichtet.
      Diese waren u.a. in Köln, Dortmund und Münster........


      Also in Köln wurde kein BHP angefordert..weder voralarmiert noch in irgendwelchen Bereitstellungsräumen.


      Wenn jemand im gleichen Zuge einer solchen Aussage nur daran denkt, dass es für Fahrzeugfotos zu dunkel war, spricht dass doch für die Qualität der Aussage, oder? :-)) Ausserdem wäre das nicht aus Panik, sondern präventiv geschehen, dass ist ein deutlicher Unterschied.

      Achja: In Münster übrigens auch nicht. Mit welchen Kräften auch? Dass ganze Münsterland ist um 18:31 Uhr nach Bottrop alarmiert worden...


      Zum Thema: Die Pressekonferenz des Innenministeriums heute war gut. Endlich hat mal jemand Tacheles geredet...

      Was ich nicht verstehe, ist, wie man den Tunnel als einzigen Zu- und Abgangsort genehmigen konnte. Jeder, wirklich jeder, hätte diesen doch als deutlichen Gefahrenpunkt erkannt. Selbst meine Mutter.

      Gruß,

      Johannes
    • Original von Johannes Hengefeld
      Original von AkkonKöln
      Original von Wotsche112
      Aus Panik vor weiteren MANV´s hat man im laufe der Nacht noch in jedem Regierungsbezirk einen Bereitstellungsraum in der Nähe von Wichtigen Bahnhöfen errichtet.
      Diese waren u.a. in Köln, Dortmund und Münster........


      Also in Köln wurde kein BHP angefordert..weder voralarmiert noch in irgendwelchen Bereitstellungsräumen.


      Wenn jemand im gleichen Zuge einer solchen Aussage nur daran denkt, dass es für Fahrzeugfotos zu dunkel war, spricht dass doch für die Qualität der Aussage, oder? :-)) Ausserdem wäre das nicht aus Panik, sondern präventiv geschehen, dass ist ein deutlicher Unterschied.

      Achja: In Münster übrigens auch nicht. Mit welchen Kräften auch? Dass ganze Münsterland ist um 18:31 Uhr nach Bottrop alarmiert worden...
      ...

      Gruß,

      Johannes

      War die Aussage der Bereitstellungsplatzleitung(oder wie umschreibt man die Leute, die da vorne im ELW am eingang sitzen..)
      Das in jedem BezReg-Bereich ein Bereitstellungsraum für diverse Einheiten aus dem jeweiligen Regierungsbezirk eingerichtet wird.
      In Dortmund standen z.B. diverse Einheiten aus DO, UN, EN, HA, MK, SO, HAM.
      Und wenn ich Autos in so einem Massstab zwischen 20 und 22 Uhr Großflächig ungeplant Alarmiere und sie dann ab 2 Uhr wieder nach Hause schicke, ohne dass sie irgendwas gemacht haben. Wirkt das ganze wie eine Panikaktion aus Angst vor weiteren Ereignissen.
      Staffeltanker - Gehasst, Verdammt, VERGÖTTERT

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