Fahrten mit Sonderrechten im Ausland?

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    • Hi,

      Original von Paramedikus
      Seid ihr über Pec / Peje in den Kosovo gekommen ?


      Genau so - ja.

      runter:
      München - Salzburg - Villach - Karawankentunnel - Ljubljana - Zagreb - Split - Dubrovnik - Podgorica - Pec - Pristina

      rauf:
      Pristina - Skopje - Kumanovo - Nis - Belgrad - Zagreb - Ljubljana - Karawankentunnel - Villach - Salzburg - München

      Rauf hatte ich überlegt, von Zagreb über Maribor und Graz zu fahren, aber das gibt sich nix, also die "bekannte Strecke" genommen.

      Ursprünglich "runter" geplant war (da wussten wir noch nicht, dass "runter" nicht durch Serbien gehen darf):

      Entweder
      Wien - Gjör - Budapest - Szeged - Belgrad - Nis - Pristina

      oder die "rauf-Strecke"
      durch Slowenien und Kroatien, Belgrad, Nis, Pristina

      Wahrscheinlich wäre ich die mir bereits bekannte Strecke über Slowenien/Kroatien gefahren.

      Naja, vielleicht kommt ja mal wieder so eine Fahrt, bin ja quasi "Spezialist" für sowas ;) und Ex-Yugoslawien hat schon tolle Landschaften und Gegenden - Serbien mal ausgenommen ;) Und nicht alles ist so mit "Schwierigkeiten" gespickt - eine Fahrt nach Dubar in den mazedonischen Bergen ging super - ausgenommen auch damals meine "Lieblingsgrenze" Mazedonien/Serbien bei Kumanovo.

      Damals hatte die Kollegin ihren Reisepass vergessen (war sich sicher, ihn mitgenommen zu haben). Wir kamen problemlos von Serbien nach Mazedonien aber nicht mehr von Mazedonien nach Serbien. Damals war´s auch so gegen 02:00 Uhr, Grenzer sagt "nein" und ich habe eine dicken Hals. Wurde dann "landesüblich" gelöst - ein Telefonat mit dem Angehörigen des damaligen Patienten, der serbische "Ostblock-Klischee-Grenzmajor" (=dick, grosser Schreibtisch, viele Orden) war danach plötzlich fast freundlich und alles war "nix Problem" mehr.

      Ja, da kann man schon was erleben "da unten" ;)

      Gruß

      Erich
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Da nun für mich, ausser einem wirklich spannenden "Reisebericht", keine wirklich verbindliche Aussage dabei ist, bin ich dabei mal die Botschaften der europäischen Länder anzuschreiben.

      Dazu werde ich versuchen folgende Daten zu sammeln.

      Gesetze und Richtlinien der jeweiligen Länder.

      Verhalten "ausländischer" Teilnehmer im jeweiligen Land.

      Ansprechpartner und Telefonnr wo man sich anmelden kann und deren Sprachen ( ausser der jeweiligen Landessprache).


      Das ganze wird einige Zeit dauern. Das Ergebnis werde ich dann hier mal kundtun.

      In diesem Sinne einen schönen Tag noch :winktz:
    • Einen kleinen Nachtrag gibt es zum Thema Sonderrechtsfahrt in Frankreich und Mautgebäuhr auf Autobahnen:

      jrk.deepweb.de/presse/content.…=Kontext_301&auswahl=1772

      Somit dürfte dieses Problem im Bereich der für die saarländischen Rettungswachen relevanten Gebiete zumindest geregelt sein. Fernverlegungen sind da eher etwas anderes da dabei die Gebiete von mehreren Autobahnbetreibern zu durchqueren sind, aber auch so etwas sollte durch Planung zu lösen sein.
    • Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die ersten Botschaften angeschrieben.

      Die niederländische Botschaft leitet das ganze an das niederländische Verkehrsamt weiter. Auskunft steht noch aus.

      In Dänemark gab es als Auskunft das ich mich an die deutsche Botschaft in Dänemark wenden soll, da die für die deutschen Interessen zuständig sind.

      Von weiteren Ländern habe ich noch keine Antwort, werde mich ab sofort melden wenn es spannendes zu berichten gibt.
    • @ Mr_RightHH:

      Bei uns (übrigens selbe HiOrg... ;) ) wird es so gehandhabt, dass bei Auslandsfahrten von unserer Leitstelle aus über eine deutsche Grenz-Leitstelle des RD mit der ausländischen Grenz-Leitstelle des RD Kontakt aufgenommen wird und eine Alarmfahrt angekündigt wird mit der Bitte um Lotsen-Fahrzeuge. Die RD-Leitstelle vermittelt dann meistens an die örtliche BAB-Polizei, die dann die Lotsung übernimmt. Die sind mit Licht und Musik vorweg und wir mussten uns meistens Mühe geben ebenfalls mit Licht und Musik hinterherzukommen.

      Es kam allerdings auch schon vor, dass keine Lotsen gestellt werden konnten, dann sollten wir alleine mit Licht und Musik fahren - allerdings so dann nochmal vorsichtiger und eher zurückhaltender.

      Oft hat uns auch die Bundespolizei weitergeholfen...
    • Fahrten mit Sonderrechten im Ausland

      Wir, die Johanniter aus Kiel, machen folgendes, wenn wir mit Sonderrechten ins Ausland fahren. Wir informieren die Polizei auf deutscher Seite und bitten um einem Ansprechpartner aus dem benachbarten Ausland, in der Regel sprechen die auch noch deutsch, so dass man Details besprechen kann, weshalb und warum wir mit Sonderrechten in das Land einreisen will. Wir hatten bei den ganzen Auslandsfahrten mit Sonderrechten noch nie Probleme mit Genehmigungen bei der Polizei.
    • Hallo,

      Original von Mr_RightHH
      Ich habe mir mal die Mühe gemacht und die ersten Botschaften angeschrieben.



      Und, gibt es schon Ergebnisse?

      Sommer/Urlaub ist ja nun vorbei und damit dürften auch wieder einige Rückholer unterwegs gewesen sein. Gibt es davon neue Erkenntnisse?

      (btw. ich war im Sommer zweimal "unten", 1x wieder Kosovo und einmal Bosnien)
      Ich weiss, was ich sage. Ich weiss nicht, was du verstehst
    • Immer die gleiche Schxxxx!

      Die Emails werden beantwortet, mit dem Inhalt das sie weitergeleitet werden. Mittlerweile habe ich mehrfach! :mist: die Botschaften angeschrieben.

      Entweder versickert das ganze oder die haben keine Lust zu antworten.

      Nun habe ich auch in den letzten Monaten wenig Zeit gehabt, weiter nachzuhaken. Werde mal unseren ehemaligen Chef anschreiben.

      Der sitzt nun im Europa-Parlament. Wenn ich mich recht entsinne im Verkehrsausschuss.

      Also im nichts neues im Westen ;) LEIDER
    • Wir fahren häufiger Rückholdienste aus dem Ausland sowie auch dieses Jahr.
      Mitte des Jahres sollten wir einen Patienten aus Polen Ortsteil Opole abholen.
      Naja wir da angekommen pat nach suchen auch endlich gefunden.
      Das erste was mir aufgefallen ist ist das die Hygenischen verhältnisse mehr als schlimm waren.
      Berichte vom Pat. waren ua. das er beklaut worden ist das er sehr eigenartige tabletten bekommen hat usw. das wir diese auch gleich entsorgt haben.
      Da von Polen nach Rheine doch eine lange strecke sind der Fahrgast nicht mehr der jüngste war und es ihm auch nicht gerade gut ging haben wir uns überlegt mit SoSi zu fahren worauf wir unsere Alarmzentrale in Deutschland angerufen haben um die freigabe zu bekommen.
      Die Antwort war: Müsst ihr vor Ort entscheiden"
      Also wir uns von Polen auf dem weg nach Deutschland gemacht und irgendwann in Polen auf einen Stau zugekommen wo ihr mit Alarm durchgefahren sind und an einer Stelle befand sich ein Unfall (Blechschaden) wo auch 2 Streifenwagen der Polnischen Polizei standen.
      Die Polnische Polizei sieht uns ankommen und das erste was sie machten dafür zu sorgen das wir freie Fahrt haben man konnte gut sehen wie die die autos zur Seite winkten.
      Ein nettes winken von der Polizei hat es noch gegeben und es ging weiter richtung Deutschland.
      In den nachbarländer der BRD haben wir bis jetzt noch nie Probleme gehapt auf autobahnen oder in Städten wurde uns immer ordentlich platz gemacht auch von Polizeifahrzeugen. (Manchmal sogar besser als in Deutschland)
      Habe mich über das Thema mal mit einem bekannten vom BKA unterhalten der auch im RD tätig war.
      Seine Antwort zu dem Thema war: Inerhalb der EU dürfte es keine Probleme geben außerhalb der EU sollte man sich das 2 mal überlegen ob man mit alarm fährt.

      PS: Auf der A2 sehe ich ständig ausländische Fahrzeuge mit SoSi fahren ohne begleitfahrzeuge ob es DK, NL, FR oder PL ist habe noch nie dazu ein Polizeifahrzeug gesehen

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von daniel_frenzel ()

    • Ausländische Fahrzeuge können in Deutschland unter denselben Voraussetzungen der §§ 35, 38 StVO Sonder- und Wegerechte in Anspruch nehmen wie deutsche Fahrzeuge auch.
      Problematisch sind in der Regel solche Fälle, in denen diese Fahrzeuge beispielsweise ein anderes Horn benutzen. Handelt es sich nicht um die durch die StVZO vorgeschriebene Tonfolge, so ist es nicht geeignet, Wegerechte auszuüben. In solchen Fällen muss dann die Pol vorausfahren, wenn man sich freie Bahn schaffen will.

      So wird es vermutlich auch in den anderen Ländern sein: Unter denselben Voraussetzungen wie die nationalen Fahrzeuge dürfen deutsche Fahrzeuge dort das Sondersignal benutzen. Das Problem ist, dass wir als Fahrer nicht wissen, was für eine Wirkung das Sondersignal entfaltet.
      Es ist z.B. denkbar, dass ein nationales Recht bestimmte Verhaltensweisen in einem Katalog zusammenfasst, zu der das Sosi berechtigt, anders als in D, wo die Voraussetzungen von Sonderrechten zu einem Generalausschluss der StVO führen.
      Ebenso kann es sein, dass in einem anderen Land die Sonderrechte erst durch das Sondersignal, oder aber auch das Wegerecht bereits durch Blaulicht kenntlich gemacht werden kann.

      Diese Überlegungen lassen sich endlos fortsetzen. Da das Problem weniger ein Problem des internationalen Rechts ist, sondern eher einfach das ausländische Straßenverkehrsrecht fordert, kann ich mir vorstellen, dass die MA in den Botschaften einfach nichts darüber wissen.
      Viellicht sollte man die nationalen Verkehrsministerien anschreiben. Man muss ja einfach nur erfragen, wie die Benutzung von Sondersignal (Voraussetzungen/ Rechtswirkungen) im betr. Land geregelt ist.

      mfG
      Kwazulu
    • Original von kwazulu
      Da das Problem weniger ein Problem des internationalen Rechts ist, sondern eher einfach das ausländische Straßenverkehrsrecht fordert, kann ich mir vorstellen, dass die MA in den Botschaften einfach nichts darüber wissen.

      Allerdings sollten die Mitarbeiter in den jeweiligen Botschaften schon in
      der Lage sein, die gewünschten Informationen zu beschaffen und dann
      an den Anfragestellenden (in lesbarer Form) weiterzuleiten.

      Viele Grüße
      Tobias
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