AAO der Feuerwehr Hamburg

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    • AAO der Feuerwehr Hamburg

      Hallo, :winktz: :winktz:
      ich suche die :bluelight: Alarm- und Ausrückordnung der Feuerwehr Hamburg. :bluelight:
      Hatt diese zufällig jemand???

      Wäre nett wenn sie mir jemand schicken könnte.



      Ich hab keinen Beitrag dazu gefunden, ich hoffe hier ist es richtig
    • RE: AAO der Feuerwehr Hamburg

      Hallo, meinst Du damit welche Kräfte bei welcher Lage zum Einsatz kommen ?

      Hier mal als Beispiel mit der FF Bramfeld (Quelle: ff-bramfeld.de)


      Alarmarten Brandbekämpfung
      (Mit Erweiterungs - und Ergänzungsoption)



      FEUK

      Feuer klein
      z.B. ein brennender Müllcontainer

      Kräfte:
      FF Bramfeld

      FEUM

      Feuer (Hamburger Löschgruppe ausreichend)
      z.B. ein kleinerer Wohnungsbrand

      Kräfte:
      1 Löschgruppe der BF

      FEU

      Feuer
      z.B. eine brennende Wohnung

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF

      FEU2

      Feuer 2
      z.B. eine brennende Wohnung mit Flammenüberschlag


      Kräfte:
      FF Bramfeld + Eine weitere FF
      Bereichsführer
      2 Löschzuge der BF
      B -Dienst
      U-Dienst

      FEU3

      Feuer 3
      z.B. ein brennender Dachstuhl

      Kräfte:
      FF Bramfeld + Eine weitere FF
      Eine weitere FF Fernmeldedienst
      Bereichsführer
      3 Löschzuge der BF
      Befehlswagen
      A-Dienst
      B -Dienst
      U-Dienst

      FEUBMA

      Feuerbrandmeldeanlage 1 - 3
      z.B. bei Bränden in Einkaufszentren

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF
      (bei FEUBMA 3 werden ein weiterer Löschzug, ein RTW und der B-Dienst alarmiert)

      FEUY

      Feuer Menschenleben in Gefahr
      z.B. bei einem Wohnungsbrand, bei dem sich noch Personen in der Wohnung befinden

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF
      1 RTW
      1 NEF
      B-Dienst


      Alarmarten Technische Hilfe
      (Mit Erweiterungs - und Ergänzungsoption)



      THK

      Technische Hilfe klein
      z.B. Baum umgestürzt

      Kräfte:
      FF Bramfeld

      TH

      Technische Hilfe


      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF

      TH2

      Technische Hilfe


      Kräfte:
      FF Bramfeld + Eine weitere FF
      Bereichsführer
      2 Löschzuge der BF
      B -Dienst
      U-Dienst

      TH3

      Technische Hilfe


      Kräfte:
      FF Bramfeld + Eine weitere FF
      Eine weitere FF Fernmeldedienst
      Bereichsführer
      3 Löschzuge der BF
      Befehlswagen
      A-Dienst
      B -Dienst
      U-Dienst

      THWAY

      Technische Hilfe Wasser Menschenleben in Gefahr
      z.B. Person im Wasser

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF
      Löschboot (Je nach Lage)
      Kleinboot (Je nach Lage)
      1 RTW
      1 NEF
      B-Dienst

      THY

      Technische Hilfe Menschenleben in Gefahr
      z.B. Person in eine Maschine eingeklemmt

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF
      1 RTW
      1 NEF
      B-Dienst

      THE

      Technische Hilfe Explosionsgefahr
      z.B. Beschädingung einer Gasleitung

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      1 Löschzug der BF
      1 RTW
      B-Dienst
      U-Dienst
      1 AB Schaum
      1 AB Pulver


      Alarmarten Technische Hilfe
      (Ohne Erweiterungs - und Ergänzungsoption)



      TIER

      TIER in Notlage
      z.B. Katze im Baum

      Kräfte:
      FF Bramfeld

      WASSER

      Wasser in Wohnung/im Keller/auf Straße
      z.B. eine Überflutete Straße

      Kräfte:
      FF Bramfeld

      DRZF

      Droht zu fallen (Gegenstand)
      z.B. ein Baum droht auf ein Gebäude zu fallen

      Kräfte:
      FF Bramfeld

      NIL

      Nicht in der Liste
      z.B. Sonstiges

      Kräfte:
      FF Bramfeld
      Je nach Lage



      Bei den "Alleineinsätzen" z.B. DRZF oder TIER wird je nach Disponent ein HLF der BF oder eine FF alarmiert.


      zur Ausrückeordnung:

      Bei der BF:

      Zugalarm: KLF (ELW) - HLF 1- (ggf. HLF 2) - DLK - (ggf. Sonderfahrzeuge)

      Bei der FF:

      LF 16/12 - ggf. 2. Fahrzeug (LF 16 TS oder LF 16 KATS) oder Sonderfahrzeug (z.B. RW).

      Gruß Daniel
      :bluelight:Feuerwehr Hamburg :bluelight:
    • Das ist alles in der Hamburger DA 02/1 geregelt. Diese ist aber auch überarbeitet worden, denn bei Daniels Ausführungen sind noch die alten Maßgaben berücksichtigt.

      Seit diesem Jahr fährt zur Schadensart "Feuer Menschenleben in Gefahr" (FEUY) ein abweichendes Kräftekontingent:

      Fall 1: FEUY, bereits im ersten Abmarsch bekannt
      1 HLZ der BF (ggf. 1 HLG + 1 weiteres HLF)
      2 FFen (1 FF ist Sicherheitsreserve, falls eine FF nicht ausrücken kann)
      1 RTW
      1 NEF/NAW/RTH (je nach Verfügbarkeit)
      1 B-Dienst
      1 Bereichsführer FF

      Fall 2: FEUY, aus Anfahrt oder als Erhöhung
      1 HLZ der BF (ggf. 1 HLG + 1 weiteres HLF)
      1 FF
      1 RTW
      1 NEF/NAW/RTH (je nach Verfügbarkeit)
      1 B-Dienst

      Im Fall 2 entfällt eine Alarmierung der 2. FF und des Bereichsführers, da die FF bereits das Ausrücken quittiert hat und sich auf dem Weg oder bereits vor Ort befindet.
    • Moin.

      Da muß ich 14/44/4 recht geben. Die Liste ist nicht mehr so ganz aktuell und sollte nur als Grundalarmierung gesehen werden.
      z.B. bei THWAY:
      Dort kommt es auch auf die Örtlichkeit und die gemeldeten Personen an. Wenn beispielsweise auf der Außenalster mehrere Personen gemeldet werden, kommen auch 2 FF`n mit Kleinboot sowie die BF mit Kleinboot und durch die 2 FF`n auch der Bereichsführer mit.
      Außerdem wird grundsätzlich die SEG Tauchen mit alarmiert.

      Bei TH(2)3:
      Meines Wissens nach wird bei diesen Stufen auch sofort eine FF TH (Eppendorf oder Warwisch) mit alarmiert.

      Bei FEU3:
      Zusätzlich eine FF zur Wasserversorgung

      Gruß vom Fireflo
    • Original von Fireflo
      Bei FEU3:
      Zusätzlich eine FF zur Wasserversorgung


      Nicht zu vergessen wäre da der Landesbereichsführer-Vertreter, da mehr als drei FFen dann eingesetzt werden. Für den Fall des 3.ALF* in Blankenese waren das:

      - FF Blankenese (erster Abmarsch)
      - FF Sülldorf-Iserbrook (2. Alarm)
      - FF Altona (Fernmeldeeinheit, 3. Alarm)
      - FF Eppendorf (Wasserversorgung, 3.Alarm)

      Im Endeffekt waren es da sogar fünf FFen, aber Ottensen ist später mit der reinen Versorgungskomponente alarmiert worden - nicht in der AAO automatisch alarmiert (im Gegensatz zu ALT und EPPD)


      ______
      *x. ALF = Alarmfolge Feuer, korrekter Ausdrcuk nach DA 02/1
    • In Hamburg ist eine Drehleiter fester Bestandteil einer jeden Gruppe oder Zuges der Berufsfeuerwehr. Der Unterschied zwischen Hamburger Löschgruppe (HLG) und Hamburger Löschzug (HLZ) besteht lediglich in der Anzahl der HLFen (1 bzw. 2). Sollte ein HLZ benötigt werden, und es ist an der Wache für das Ausrückerevier nur eine HLG stationiert, so kann ein weiteres HLF einer Zugwache zugeordnet werden (bsp. HLG 26 plus 25HLF2). Auch eine FF kann eine HLG zu einem HLZ machen.

      Das ändert aber nichts in Bezug auf die Drehleiter.
    • Original von 14/44/4
      In Hamburg ist eine Drehleiter fester Bestandteil einer jeden Gruppe oder Zuges der Berufsfeuerwehr. Der Unterschied zwischen Hamburger Löschgruppe (HLG) und Hamburger Löschzug (HLZ) besteht lediglich in der Anzahl der HLFen (1 bzw. 2). Sollte ein HLZ benötigt werden, und es ist an der Wache für das Ausrückerevier nur eine HLG stationiert, so kann ein weiteres HLF einer Zugwache zugeordnet werden (bsp. HLG 26 plus 25HLF2). Auch eine FF kann eine HLG zu einem HLZ machen.

      Das ändert aber nichts in Bezug auf die Drehleiter.


      Vielen Dank für die Antwort. Mit welcher Besatzung rücken dann HLF und HubRF (DLK/TLK) einer HLG aus?

      Wie ist das mit der zusätzlichen Einsatzbelastung von HLF2, müssen die nicht "doppelt" soviel schuften?
    • Original von Obersprytzenmeister
      Mit welcher Besatzung rücken dann HLF und HubRF (DLK/TLK) einer HLG aus?


      In der Regel sind es dann 1/7 (HLF 6 + DLK 2). Ist das KLF besetzt (nicht immer der Fall), kommen noch zwei Mann dazu....ingesamt also 10 Mann.

      Wie ist das mit der zusätzlichen Einsatzbelastung von HLF2, müssen die nicht "doppelt" soviel schuften?


      Das trifft zu... aber wie heisst es doch so schön? Mal gewinnt man, mal verliert man :zwinker: Manche Schichten können auf dem 2er schon recht lang werden, aber so ist das eben...dafür darf man dann irgendwann wieder Maschinist auf dem 1er sein und lebt ein ruhigeres Leben.
    • Moin. Das Thema hier ist zwar etwas älter, aber aus aktuellem Anlass möchte ich dieses mal wieder aktivieren.
      Da zur Zeit im Bereich Wandsbek eine Bombe entschärft wird und ich dies näher mitbekommen habe, möchte ich ich mal folgendes wissen:
      Wie sieht in etwa eine Vorbereitung seitens der der Einsatzkräfte in solchem Fall aus. Ich habe gesehen, dass diverse AB (Schaum, Pulver) im Bereitstellungsraum vorgehalten wurden.
      Ebenso Kräfte von Johannitern und ASB. Gibt es eine AAO für so einen Fall? Wie ist allgemein der Ablauf (Vorlauf, Kräfteplanung etc.). Wie lange sind die Vorlaufzeiten?
    • Drummer schrieb:

      Moin. Das Thema hier ist zwar etwas älter, aber aus aktuellem Anlass möchte ich dieses mal wieder aktivieren.
      Da zur Zeit im Bereich Wandsbek eine Bombe entschärft wird und ich dies näher mitbekommen habe, möchte ich ich mal folgendes wissen:
      Wie sieht in etwa eine Vorbereitung seitens der der Einsatzkräfte in solchem Fall aus. Ich habe gesehen, dass diverse AB (Schaum, Pulver) im Bereitstellungsraum vorgehalten wurden.
      Ebenso Kräfte von Johannitern und ASB. Gibt es eine AAO für so einen Fall? Wie ist allgemein der Ablauf (Vorlauf, Kräfteplanung etc.). Wie lange sind die Vorlaufzeiten?
      Moin,

      gibt da keine AAO in dem Sinne.
      Die RLST Hamburg ist auch für die Disponierung des KRD zuständig. Sie alarmiert unter dem Stichwort KMF (Kampfmittelfund) den KRD, der macht sich ein Bild von der Lage und gibt dann dem entsprechend Rückmeldung. Sollte es jetzt zur einer Entschärfung (Stichwort KMFE: Kampfmittelfund Entschärfung) kommen, fahren Führungdienste (A- und B- Dienst), sowie Befehlswagen und je nach Lage im Stadtgebiet eine FF Fernmelde dort hin. Die Führungsdienste klären dann, wie die Evakuierung aussieht und andere Maßnahmen gestaltet werden. Alle Kräfte, die dann kommen sind komplett Lage abhängig und explizit angefordert.