Hessen - MZF / RTW / KTW

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    • Guten Morgen zusammen,

      also ich finde die Idee mit den Mehrzweckfahrzeugen gar nicht so schlecht. Habe es schon ein paar Mal erlebt, dass wir bei einem KTW Einsatz die RTW Ausrüstung gebraucht haben (Fahrt mal hin und guckt was da los ist...). Und bevor ich dann auf das NEF und einen RTW warten muss, kann ich mit dem MZF schonmal die Patientenversorgung starten. Natürlich muss das Fahrzeug aber für den Einsatz als MZF auch geeignet sein, sprich ein Vario oder VW/Sprinter mit Kastenaufbau und festeingebautem Tragestuhl ist schon grenzwertig....
      Bei meinem jetzigen Arbeitgeber wurde der KTW auch als Notfall KTW (ich glaube so heißt das laut EN Norm) ausgerüstet. Es ist also Notfallkoffer (leicht abgespeckt), Beatmungsgerät und Defi an Bord. Nicht zu vergessen das ganze Schienungsmaterial.
      Also, wenn ich mir Rettungsdienstbereiche angucke, bei denen noch streng zwischen RTW und KTW getrennt wird, finde ich das hessische Modell doch besser.

      Mfg

      Moritz
    • @krankenwagenfahrer

      Da ich selbst auch im MKK arbeite, möchte ich noch kurz etwas sagen. Den KV Schlüchtern gibt es schon etwas länger nicht mehr. Seit 2004 gibt es auch keine Unterschiede im Rufnamen zwischen Gelnhausen und Schlüchtern. Die Fahrzeuge werden alle mit RK Gelnhausen gerufen. Nur noch zwischen Hanau und Gelnhausen gibt es noch diesen Unterschied, das beide KV´s die gleichen Rufnamen verwenden.

      Das MZF System hat auch seine Vor- und Nachteile wie ich finde. Der Nachteil wie ich finde ist, das wenn alle MZF´s für den Krankentransport gebunden sind und ein RTW Einsatz noch dazu kommt, muss ein weiter entferntes Fahrzeug diesen Einsatz übernehmen. Dieses System wird über kurz oder lang nicht Bestand haben.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Oldschool ()

    • Nabend zusammen,

      vieleicht stehe ich ja mit meiner Meinung alleine dar, aber aus meiner rettungsdienstlichen Tätigkeit habe ich ganz schnell gelernt, dass eine sinnvolle Trennung zwischen Rettungsdienst und Krankentransport erforderlich ist.

      Wie oft bin ich mit dem RTW zu einer KTW-Tour ausgerückt und der nächste RTW durfte dann an unserem Einsatzort vorbei mit Sonderrechten zum Notfallort fahren.

      Viel besser ist in meinen Augen eine sinnvolle Verteilung von mehreren KTW, die das gesamte Einsatzgebiet abdecken ... und das rund um die Uhr. Da ein Krankentransport prinzipiell Zeit hat und auch im Normalfall rechtzeitig disponiert werden kann, ist eine kurze Wartezeit in meinen Augen vertretbar.

      In Schleswig-Holstein werden (auch ind en Stadtbereichen) fast nur nuch RTW beschafft und eingesetzt, verbunden mit dem entsprechenden Komfort bringt da eine KH-Entlassung auch für den Patienten so richtig viel Spaß ...

      Kiel hat zum Beispiel noch 4 regulär eingesetzte KTW und der Kreis RD oder die Stadt Neumünster gar keinen mehr ...

      Viele Grüße
      Tobias
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    • Original von Oldschool
      Das MZF System hat auch seine Vor- und Nachteile wie ich finde. Der Nachteil wie ich finde ist, das wenn alle MZF´s für den Krankentransport gebunden sind und ein RTW Einsatz noch dazu kommt, muss ein weiter entferntes Fahrzeug diesen Einsatz übernehmen.

      Ohne jemandem nahetreten oder Kollegenschelte betreiben zu wollen, aber eine Häufung solcher Situationen spricht meiner Ansicht und Erfahrung nach für eine gewisse Inkompetenz der Disponenten! Ich habe es während meiner RLS-Zeit nie als meine vordringliche Aufgabe angesehen, zu jeder bestellten Kaffeefahrt sofort ein Fahrzeug loszuschicken, erst recht nicht das letzte freie Fahrzeug für eine ganze Region. Man sollte da schon etwas mit- und vorausdenken, sonst beschränkt sich irgendwann der Job des Disponenten ausschließlich auf die Erfüllungshilfe für den Einsatzleitrechner. Und das wäre für mich persönlich mehr als unbefriedigend...
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    • Original von Oldschool
      Da geb ich dir vollkommen Recht. Ich habe selbst auch schon auf einer LST gearbeitet, und ich denke das eine KTW Fahrt immer Zeit hat. Und das ein Disponent immer mal wieder selbst im RD mitfahren sollte, damit das Gefühl für die Kollegen nicht verloren geht.

      Also ...

      für den ersten Teil Deiner Aussage hast Du meine 100%ige Zustimmung. Eine KTW-Tour ist eben disponierbar, sprich sie wird abgearbeitet, wenn sie an der Reihe ist. Allerdings, das scheinen nicht einmal die Hausärzte teilweise zu wissen, von den eigentlichen Patienten ganz zu schweigen ...

      Der zweite Teil Deiner Aussage macht mir eigentlich ein wenig Angst ... wenn ich mich an "meine" Disponenten auf den Leitstellen erinnere, so sind da doch einige bei, die seit Jahren keinen RTW mehr von innen gesehen haben.

      Als 3. oder Praktikant mitfahren ... das wäre in Ordnung, aber ich bezweifel, dass das viele freiwillig mitmachen würden. Die Angst, von den Kollegen geärgert zu werden dürfte doch recht hoch sein ... die Entscheidungen der Disponenten treffen nun mal auch nicht immer auf Gegenliebe ...

      Viele Grüße
      Tobias
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    • Und das ist finde ich ein ganz großes Problem, das diese Kollegen keinen RTW seit Jahren mehr von Innen gesehen haben. Der Bezug geht einfach verloren, was man dann daran sieht, das Dinge getan werden, die dieser Disponent nicht machen würde, wenn er eine Ahnung davon hätte, wie es draussen zu geht. Auch lässt bei gewissen die Abfragementalität zu wüschen übrig.