Mowag

Mowag ist ein schweizerischer Hersteller von Spezialfahrzeugen, insbesondere Panzerfahrzeugen, der zwischen 1955 und 2000 auch Einsatzfahrzeuge für Feuerwehren und Rettungsdienste aufbaute. Im Zuge der Spezialisierung Mowags auf gepanzerte Radfahrzeuge für das Militär wurde die zivile Einsatzfahrzeugsparte im Jahr 2000 an Brändle verkauft.

Die Ende der 1940er Jahre in Kreuzlingen in der Schweiz gegründete Mowag Motorwagen AG entwickelte und produzierte nicht nur verschiedene Fahrgestelle für den zivilen und militärischen Sektor, sondern baute schon früh auch Einsatzfahrzeuge für Feuerwehren und Rettungsdienst auf. Vornehmlich auf Fahrgestellen aus eigener Produktion baute Mowag ab 1955 Einsatzfahrzeuge auf. Neben weitgehend selbst entwickelten und konstruierten Fahrgestellen importierte Mowag auch Fahrgestelle von Dodge aus den USA und vermarktete sie nach Anpassungen und Modifikationen für den schweizer Markt unter eigenem Namen. Als Subunternehmer baute der Karosseriebauer Brändle in den 1960er Jahren für Mowag Feuerwehrfahrzeuge auf, bis Brändle unter eigenem Namen selbst Feuerwehrfahrzeuge auf dem Markt anbot. Die Bedeutung von Mowag als Hersteller von Einsatzfahrzeugen in der Schweiz schwand in den 1980er Jahren mit dem nachlassenden Interesse der Kunden an den aus den USA importierten Fahrgestellen, die nach wie vor wichtiger Bestandteil des Fahrgestellangebots von Mowag waren. Statt auf eigenen Fahrgestellen baute Mowag nun mehr und mehr Einsatzfahrzeuge auf Fahrgestellen anderer Hersteller auf.

Im Lauf der Jahre gewann der Rüstungssektor mit der Herstellung verschiedener gepanzerter Fahrzeuge bei Mowag zusehends an Bedeutung. Zur Jahrtausendwende konzentrierte sich Mowag komplett auf die Produktion von Rüstungsgütern. Als Teil dieser Neuorientierung veräußerte Mowag seine Einsatzfahrzeugsparte im Jahr 2000 an seinen früheren Subunternehmer Brändle und zog sich komplett aus diesem Bereich zurück.

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