Einsatzfahrzeug: Florian Saarlouis 01/92

Florian Saarlouis 01/92 - Bedieneinheit Ladekran Podium
Florian Saarlouis 01/92 - Bedieneinheit Ladekran Podium

Einsatzfahrzeug-ID: V98264 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Saarlouis 01/92 Kennzeichen SLS-2645
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SaarlandSaarlouis (SLS)
Wache FF Saarlouis LBZ Innenstadt Zuständige Leitstelle Leitstelle Saar, RD Saarland gesamt, FW HOM, IGB, NK, MZG, SLS, WND
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Lastkraftwagen Hersteller Mercedes-Benz
Modell 917 AF Auf-/Ausbauhersteller Saarbrücker Karosseriefachbetrieb GmbH
Baujahr 1994 Erstzulassung 1994
Indienststellung 1994 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Lastwagen mit Kran der freiwilligen Feuerwehr Saarlouis Löschbezirk Innenstadt

Fahrgestell: Mercedes-Benz 917 AF ("LN 2")
Aufbau: Saarbrücker Karosseriefachbetrieb GmbH (SKF)
Baujahr: 1994

Ladekran:
Typ: 060-1
Hersteller: Hiab
Hubkraft bei 1,8 m Ausladung: 3.400 kg
Hubkraft bei 10,5 m Ausladung: 430 kg
Abstützung: 2-fache senkrecht-waagerecht Abstützung zwischen Kabine und Pritsche
Bedienstände: 3; je 1 auf der linken und rechten Fahrzeugseite, Plattform mit Bedienstand zwischen Kabine und Pritsche

Ladebordwand:
Typ: BC 1000 S4
Hersteller: Bär Cargolift
Hubkraft: 1.000 kg

Beladung/ Ausstattung:

  • Ladekran Hiab (s.o.)
  • Ladebordwand Bär Cargolift (s.o.)
  • 2 Arbeitsstellenscheinwerfer auf teleskopierbaren Stangen hinter der Kabine
  • 2 Fassgreifer für Ladekran
  • Kettengehänge für Ladekran
  • Anschlagmittel
  • 2 m-Band Funkgerät, tragbar
  • Taschenlampe MagCharger

Der am 9.7.1994 bei der Feuerwehr Saarlouis in Dienst gestellte Lastwagen mit Kran ist Teil eines umfangreichen Logistiksystemes. Neben dem Lastwagen wurden auch eine größere Zahl von Gitterboxpaletten mit Anschlagösen, ein Elektro-Hubstapler und ein Hochregallager angeschafft. Das Hochregallager wurde 1995 zudem noch erweitert. Die Regale wurden in der Feuerwache des Löschbezirkes Innenstadt aufgebaut und nahmen die fertig gepackten Gitterboxen auf. Die Boxen waren dabei mit extra zusammengestellten Nachschubeinheiten oder Sonderbedarf, beispielsweise für den Umweltschutz beladen.

Das gesamte Logistiksystem kostete 189.000 DM (heute etwa 96.600 €), dabei entfiel der größte Teil von 162.000 DM (heute etwa 82.800 €) auf die Anschaffung des Lastwagens.

Als Fahrgestell für den Lastwagen dient ein Mercedes-Benz 917 AF mit Allradantrieb und Truppfahrerhaus. Den Pritschenaufbau des Lastwagens fertigte die Saarbrücker Karosseriefachbetrieb GmbH. Auf einen Planenaufbau als Witterungsschutz wurde vollkommen verzichtet um ein schnelles Be- und Entladen zu ermöglichen. Zur Ausleuchtung der Ladefläche, bzw. des Fahrzeugumfeldes sind hinter der Kabine zwei Arbeitsstellenscheinwerfer auf ausziehbaren Stangen angebracht. Unter der Pritsche befinden sich zwei Kästen - einer auf jeder Fahrzeugseite - welche Anschlagmittel, sowie zwei Fassgreifer und ein Kettengehänge für den Kran aufnehmen.
Zwischen der Kabine und der Pritsche ist ein Ladekran von Hiab eingebaut. Der Kran hebt bei seiner geringsten Ausladung (1,8 m) 3,6 Tonnen und bei seiner größten Ausladung (10,5 m) noch 430 Kilogramm. Im Betrieb wird der Kran durch zwei auf Höhe des Drehkranzes sitzende Stützen gesichert. Gesteuert wird der Kran von insgesamt drei Bedienständen aus. Auf der linken und der rechten Fahrzeugseite befindet sich jeweils ein Bedienstand direkt neben den Stützen. Von hier aus kann sowohl die Abstützung, als auch der Kran gesteuert werden. Der dritte Bedienstand erlaubt nur die Steuerung des Kranes und befindet sich auf einer links vom Kran angebauten Plattform. Von dieser Plattform aus kann die gesamte Ladefläche überblickt werden.
Im Jahr 2002 wurde am Fahrzeugheck noch eine Ladebordwand von Bär Cargolift nachgerüstet. Die Bordwand hat eine Hubkraft von exakt einer Tonne und kann in der Mitte ein mal zusammengeklappt werden. Ebenfalls nachträglich am Lastwagen angebracht wurde eine weiße Konturmarkierung an den Seiten und am Heck.

Die ursprüngliche Planung sah vor, dass der Lastwagen mithilfe des Gabelstaplers mit den für den jeweiligen Einsatz erforderlichen Gitterboxen aus dem Hochregallager beladen wird. Danach sollte der Lastwagen so nah wie möglich an die Einsatzstelle heranfahren. Um auch Einsatzstellen abseits befestigter Straßen erreichen zu können verfügt der Lastwagen über Allradantrieb. Vor Ort sollte der Lastwagen dann die mitgeführten Gitterboxen mit dem Kran abladen. Man hatte sich in der Planung für diese recht ungewöhnliche Variante entschieden, weil das Be- und Entladen des Lastwagens in unwegsamem Gelände mit einer herkömmlichen Ladebordwand und einem Hubwagen fast unmöglich ist. Das Abladen der Gitterboxen im Gelände wäre mit einer Ladebordwand noch möglich gewesen, nicht aber der Transport auf einem Hubwagen.
Nachträglich entschied man sich dann aber doch für die Nachrüstung einer Ladebordwand am Fahrzeugheck. Diese Maßnahme ist den im Einsatzdienst gesammelten Erfahrungen mit dem Lastwagen geschuldet. Durch die Ladebordwand wird vor allem das Be- und Entladen auf befestigten Untergründen erleichtert und beschleunigt.

Vielen Dank an den Löschbezirk Innenstadt für den gut organisierten und aufwändigen Fototermin!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Drehspiegelkennleuchten Bosch RKLE 150
  • Pressluftanlage Max Martin 2297 GM
Besatzung 1/2 Leistung 125 kW / 170 PS / 168 hp
Hubraum (cm³) 5.958 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 9.000
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Eingestellt am 06.06.2012 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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