Einsatzfahrzeug: Banyuls-sur-Mer - SDIS 66 - GTLF 10/160 - CCGC

Thuir - SDIS 66 - GTLF - CCGC07
Thuir - SDIS 66 - GTLF - CCGC07

Einsatzfahrzeug-ID: V90694 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Banyuls-sur-Mer - SDIS 66 - GTLF 10/160 - CCGC Kennzeichen 1734 SY 39
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région OccitanieDépartement Pyrénées-Orientales (66)
Wache SDIS 66 CS Banyuls-sur-Mer (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Großtanklöschfahrzeug Hersteller MAN
Modell TGA 26.390 Auf-/Ausbauhersteller unbekannt
Baujahr 2006 Erstzulassung 2006
Indienststellung 2018 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Camion Citerne Grande Capacite CCGC/ Großtanklöschfahrzeug GTLF 10/160 des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 66 Pyrénées-Orientales, stationiert am Centre d'Incendie et de Secours (CIS) Banyuls-sur-Mer

Fahrgestell: MAN TGA 26.390 6x2-2 BL
Aufbau: unbekannt
Baujahr: 2006

Pumpenleistung: 1.000 l/min bei 15 bar

Löschmittel:
Wasser: 16.000 l

Beladung/ Ausstattung:

  • Nachlaufachse
  • Pumpe Grotherm
  • 5 Lübecker Hütchen 500 mm
  • Schwimmpumpe Pavlis A Hartmann PH-C1
  • Schwimmende Druckschläuche
  • Diverse Druckschläuche
  • Hydrantenschlüssel
  • Verteiler
  • 6 kg ABC-Pulverfeuerlöscher

Laufbahn:

  • 2006 - 2011: Einsatz bei einer Spedition als Milchlaster im Département 39 Jura
  • 2011 - 2018: SDIS 66 CIS Thuir als GTLF
  • seit 2018: SDIS 66 CIS Banyuls-sur-Mer

Der Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 66 Pyrénées-Orientales unterhält eine überschaubare Anzahl von Camion Citerne Grande Capacite oder kurz CCGC genannten Großtanklöschfahrzeugen für den Einsatz an Orten mit schlechter Wasserversorgung. Sie kommen an Einsatzstellen bei denen der Wasserbedarf die Kapaiztät des Hydrantennetzes übersteigt oder an Orten gänzlich außerhalb des Hydrantennetzes zum Einsatz. Hauptsächlich kommen sie in den trockenen Sommermonaten bei den zahlreichen Vegetationsbränden die das mediterrane Département heimsuchen zum Einsatz. Darüber hinaus werden sie aber auch bei Feuern im Bereich der das Département durchquerenden Autobahn A9 oder auch bei (industriellen) Großbränden genutzt. Wahlweise kommen die Großtanklöschfahrzeuge als stationäre Löschwasserpuffer zum Einsatz oder werden im Pendelverkehr eingesetzt. Aktiv in der Brandbekämpfung lassen sich die Fahrzeuge nur sehr bedingt einsetzen. Ihre Feuerlöschkreiselpumpen sind nur sehr klein dimensioniert und auf das Verteilen von Wasser auf andere Löschfahrzeuge oder in Faltbehälter ausgelegt. Auch fehlen entsprechende Druckschläuche und Armaturen genauso wie eine wie auch immer ausgeführte Schnellangriffseinrichtung.
Im Jahr 2018 unterhielt der SDIS 66 nur vier Großtanklöschfahrzeuge mit Tankkapazitäten von 12.000 bis 17.000 l an den Wachen in Banyuls-sur-Mer, Estagel (CIS Agly), Saint-Cyprien und Thuir. Nur das einzige zweiachsige Großtanklöschfahrzeug mit 12.000 l Fassungsvermögen wurde auf einem neuen Fahrgestell, einem Renault Kerax, aufgebaut. Die anderen drei- und vierachsigen Großtanklöschfahrzeuge basieren jeweils auf gebrauchten Fahrgestellen von MAN oder Volvo die entsprechend neu aufgebaut oder für den Einsatz bei der Feuerwehr modiziziert wurden. Neben den Großtanklöschfahrzeugen unterhält der SDIS 66 zum Transport größerer Wassermengen aber auch eine größere Anzahl von Abrollbehälter-Wasser für seine Wechselladerfahrzeuge. Die Cellules-Eau, kurz CEAU, sind in zwei unterschiedlichen Varianten beim SDIS 66 im Einsatz und führen je nach Bauart entweder 7.000 l oder 9.000 l Wasser mit. Die größte Transportkapazität für Wasser bietet schließlich mit 28.000 l zweifelsohne der von einer Sattelzugmaschine gezogene Tankauflieger-Wasser des SDIS 66, welcher an der Wache Perpignan Nord vorgehalten wird.

Der Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 66 Pyrénées-Orientales beschaffte 2011 zumindest zwei Großtanklöschfahrzeuge, in Frankreich als Camion Citerne Grande Capacite oder kurz CCGC bezeichnet, mit Tankvolumen von über 15.000 Litern. Die beiden zunächst in Thuir und Estagel stationierten Großtanklöschfahrzeuge basieren auf gebraucht beschafften MAN TGA-Fahrgestellen, welche anschließend für den Feuerwehreinsatz modifiziert, bzw. grundlegend umgebaut wurden. Unter anderm erwarb der SDIS 66 bei einer Spedition im Jura einen gebrauchten Milchlaster und ließ diesen entsprechend für den Einsatz als Feuerwehrfahrzeug umrüsten. Das Fahrzeug wurde nach seiner Fertigtellung in Thuir stationiert und ersetzte dort ein Camion Citerne Feux de Forêt Moyen, ein mittleres Waldbrandtanklöschfahrzeug. Als der SDIS 66 im Jahr 2018 ein weiteres Großtanklöschfahrzeug erwarb und dieses in Thuir stationierte, wurde das nunmehr alte Fahrzeug an die Wache in Banyuls-sur-Mer abgegeben.

Das Tankfahrzeug wurde auf einem dreiachsigen MAN TGA26.390 aufgebaut. Das Fahrgestell verfügt über eine Nachlaufachse als dritte Achse. Die Fläche hinter der großen Truppkabine nimmt ein 16.000 l fassender Edelstahltank ein. Der Tank verfügt über nur eine Kammer und kann über einen schmalen Steg mit einem Geländer bestiegen werden. Am Heck des Aufbaus sitzt auf einer Seite ein kleiner Edelstahlkasten für  Schläuche und Armaturen und auf der anderen Seite eine kleine Pumpe des französischen Herstellers Grotherm. Diese Pumpe dient nicht der aktiven Förderung von Wasser im Löscheinsatz, sondern lediglich zum Verteilen des Wassers auf nahe (Tank-) Löschfahrzeuge. Links und rechts des Tanks erstreckt sich jeweils über dessen gesamte Länge ein offenes Gerätefach. Hier lagern weitere Druckschläuche und spezielle schwimmende Schläuche für eine Schwimmpumpe. Diese aus Tschechien stammende schwimmende und tragbare Pumpe lagert in einem kleinen Fach hinter dem seitlichen Unterfahrschutz.

Optisch wurde das Fahrzeug durch eine gelbe Konturmarkierung und rot-gelbe Warnschraffuren an Front und Heck aufgewertet. Als Sondersignalanalge dienen drei große LED-Kennleuchten des Typs GyroLED XL von Mercura, sowie von Mercura vertriebene Frontblitzer des deutschen Herstellers FG Hänsch.

Die Großtanklöschfahrzeuge des SDIS 66 (Stand: 2018):

Ausrüster Standby GmbH
Sondersignalanlage
  • 3 LED-Kennleuchten Mercura GyroLED XL Classe 2, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer FG Hänsch Sputnik nano (vertrieben durch Mercura)
Besatzung 1/2 Leistung 287 kW / 390 PS / 385 hp
Hubraum (cm³) 10.518 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 26.000
Tags
k.A.
Eingestellt am 25.08.2011 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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