Einsatzfahrzeug: Florian Illingen 04/64 (a.D.)

Florian Illingen 04/64
Florian Illingen 04/64
Blick in einen der großen Schränke im Fond

Einsatzfahrzeug-ID: V90654 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Illingen 04/64 (a.D.) Kennzeichen NK-245
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SaarlandNeunkirchen (NK, OTW)
Wache FF Illingen LBZ Ost Gerätehaus Hirzweiler Zuständige Leitstelle Leitstelle Saar, RD Saarland gesamt, FW HOM, IGB, NK, MZG, SLS, WND
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Gerätewagen-Atemschutz(-Strahlenschutz) Hersteller Fiat
Modell Ducato 13 Auf-/Ausbauhersteller Bachert
Baujahr 1985 Erstzulassung 1985
Indienststellung 2012 Außerdienststellung 2014
Beschreibung

Gerätewagen-Atemschutz (GW-A) der freiwilligen Feuerwehr Illingen Löschbezirk Ost Gerätehaus Hirzweiler

Fahrgestell: Fiat Ducato 13 (Ducato I / Typ 280)
Ausbau: Bachert
Baujahr: 1985
Erstzulassung: 17.10.1985

Technische Daten:
Motor: Dieselmotor Iveco 8144.61 / 2500 D
Motorleistung: 53 kW / 72 PS
Hubraum: 2.428 cm³
Getriebe: 5-Gang Getriebe mit Lenkradschaltung
Höchstgeschwindigkeit: 115 km/h

Länge / Breite / Höhe: 5.489 / 1.970 / 2.560 mm
Leergewicht: 2.330 kg
Gesamtgewicht: 2.800 kg

Beladung/ Ausstattung:

  • Standheizung
  • 4 m-Band Funkgerät fest verbaut mit 2. Sprechstelle im Fond
  • 2 m-Band Funkgerät fest verbaut
  • Kabeltrommel
  • Handwerkzeug
  • 2 Anhaltestab
  • 4 Lübecker Hütchen 500 mm
  • 3 Stabblitzleuchten
  • Absperrband
  • 10 Pressluftatmer
  • 13 Atemluftflaschen
  • 20 Atemanschlüsse
  • 2 Hitzeschutzanzüge
  • Handlampe (mit Ex-Schutz)
  • 4 Taschenlampen (ohne Ex-Schutz)
  • 2 2 m-Band Funkgeräte mit Sprechgarnitur, tragbar
  • Gasspürgerät Dräger Multi Gas Detector Modell 21/31
  • Tafel zur Atemschutzüberwachung
  • 3 Warnwesten
  • Funktionsweste "Atemschutzüberwachung Illingen 4 GW-A"
  • Klapptisch und 2 Klappstühle
  • Bürostuhl
  • Whiteboard

Laufbahn:

  • 1986 - 2012: Feuerwehr Illingen LBZ Hirzweiler
  • 2012 - 2014: Feuerwehr Illingen LBZ Ost Gerätehaus Hirzweiler

Mitte der 1980er Jahre stellte der Landkreis Neunkirchen Finanzmittel bereit um die Anschaffung von Vorausrüstwagen in den sieben Gemeinden des Kreises zu fördern. In Illingen entschied man sich dazu das Geld des Landkreises mit eigenen Finanzmitteln aufzustocken um damit einen Gerätewagen-Atemschutz zu kaufen. Die Planungen sahen den Bau einer Atemschutzwerkstatt und eines zusätzlichen Fahrzeugstellplatzes im Löschbezirk Hirzweiler und die Anschaffung eines speziellen Einsatzfahrzeuges vor. Der Atemschutzgerätewagen konnte bereits im Oktober 1985 übernommen werden, der Ausbau des Hirzweiler Gerätehauses wurde jedoch erst 1986 fertiggestellt. In einem großen Fest wurden Anbau und Fahrzeug dann an den Löschbezirk Hirzweiler übergeben. Durch diese Maßnahme besaß die Feuerwehr Illingen als erste Feuerwehr im Landkreis Neunkirchen einen eigenen Gerätewagen-Atemschutz. Erst 1995, exakt zehn Jahre später, wurde ein zweiter, größerer Atemschutzgerätewagen durch das Saarland im Löschbezirk Wiebelskirchen der Neunkircher Feuerwehr stationiert. Damit existieren im Kreis Neunkirchen zwei Gerätewagen-Atemschutz, davon ist das Fahrzeug aus Hirzweiler der kleinere.

Die von der Gemeinde Illingen gewählte Kombination aus Fiat Ducato-Fahrgestell und Bachert-Ausbau dürfte wohl Seltenheitswert haben. Andere Fahrzeuge in dieser Machart dürfte es nur sehr wenige in Deutschland geben.
Beim Fahrgestell handelt es sich um einen Fiat Ducato 13 aus der ersten Baureihe dieses Transporters. Die 13 im Namen nimmt dabei Bezug auf die maximal mögliche Zuladung von 1,3 t bei dieser Fahrgestellvariante. Der Ducato wurde als geschlossener Kastenwagen mit Hochdach bestellt. Zugang zum "Laderaum" erlaubt jeweils eine zweiflügelige Türe am Heck und an der rechten Fahrzeugseite. Als Motor wählte man die Variante "2500 D", also einen Dieselmotor aus dem Hause Iveco mit 53 kW und knapp 2,5 l Hubraum. Ungewohnt ist die links vom Fahrer angebrachte Handbremse und die Lenkradschaltung.
Den Innenausbau des Kastenwagens fertigte Bachert, wobei hier vor allem Schreinerarbeiten getätigt wurden. Der "Laderaum" des Ducato besteht aus zwei Teilen: Einem kleinen Gerätefach hinter der hinteren Türe und einem großen Arbeitsraum in der Mitte. Im Heck sind nur wenige Materialien zur Verkehrssicherung, sowie Handfunkgeräte und ein Gasspürgerät untergebracht. Der Fond ist mit einer Reihe großer Schränke und einem Arbeitstisch mit Hängeschränken ausgestattet. Hier lagern alle mitgeführten Atemschutzgeräte und Atemluftflaschen, sowie die Atemanschlüsse und weitere kleinere Materialien. Zur Kommunikation ist am Arbeitstisch ein 2 m-Band Funkgerät und eine zweite Sprechstelle für das 4 m-Band Funkgerät montiert. Im Einsatz kann das Fahrzeug durch eine externe Quelle mit Strom versorgt werden, dazu steht eine Kabeltrommel bereit.

Im Lauf der Zeit wurde nur wenig am Gerätewagen umgebaut. Der einzige nennenswerte Umbau am Fahrzeug war die Montage von Frontblitzern.

Das Fahrzeug wurde im Jahr 2014 ausgesondert und via Zoll-Auktion veräußert. Damit verbleibt im Landkreis als einziger Gerätewagen-Atemschutz das im Löschbezirk Wiebelskirchen der Feuerwehr Neunkirchen stationierte Fahrzeug.

Vielen Dank an den Löschbezirk Hirzweiler für den spontanen Fototermin im Grünen!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Drehspiegelkennleuchten Bosch RKLE 110, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer
  • 1 Druckkammerlautsprecher Wandel & Goltermann HPR-70
Besatzung 1/2 Leistung 53 kW / 72 PS / 71 hp
Hubraum (cm³) 2.428 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 2.800
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Eingestellt am 23.08.2011 Hinzugefügt von Christopher Benkert (Chroffer112)
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