Einsatzfahrzeug: Florian Dillingen 01/31

Florian Dillingen 01/31
Florian Dillingen 01/31

Einsatzfahrzeug-ID: V59881 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Dillingen 01/31 Kennzeichen SLS-2118
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SaarlandSaarlouis (SLS)
Wache FF Dillingen/ Saar LBZ Dillingen Innenstadt Zuständige Leitstelle Leitstelle Saar, RD Saarland gesamt, FW HOM, IGB, NK, MZG, SLS, WND
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Iveco
Modell FF 150 E 27 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 1998 Erstzulassung 1998
Indienststellung 1998 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Drehleiter mit Korb DLK 23-12 Vario CC n.B. HZL der freiwilligen Feuerwehr Dillingen/ Saar, Löschbezirk Innenstadt

Die Bezeichnung der Drehleiter steht für:

  • DLK = Drehleiter mit Korb
  • 23 = Nennrettungshöhe 23 m
  • 12 = bei 12 m seitlicher Ausladung
  • Vario = Varioabstützung
  • n.B. = Niedrige Bauart
  • HZL = Hinterachszusatzlenkung

Fahrgestell: Iveco EuroFire 150 E 27
Aufbau: Magirus
Baujahr: 1998

Technische Daten:

  • Motorleistung: 196 kW / 266 PS
  • Hubraum: 7.685 cm³
  • Getriebe: Automatikgetriebe Allison
  • Antrieb: 4x2
  • zulässiges Gesamtgewicht: 15.000 kg
  • Länge / Breite / Höhe: 9.750 / 2.400 / 2.950 mm
  • Radstand: 4.185 mm
  • Hinterachs-Zusatz-Lenkung HZL
  • Rangierscheinwerfer zwischen Vorder- und Hinterachse
  • Truppkabine für Besatzung 1/2//3

Aufbau:

  • Magirus Brandschutztechnik Ulm GmbH - DLK 23-12 Vario CC n.B. HZL

Podium:

  • Podium in AluFire-Bauweise mit sechs Geräteräumen

Abstützung:

  • Magirus Vario-Abstützung
  • variable Abstützbreite 2.400 mm bis 4.500 mm
  • Alle Abstützungen variabel ausfahrbar

Leiterstuhl:

  • Leiterstuhl mit Niveauregulierung bis zu 7 Grad
  • Hauptbedienstand mit Bildschirm
  • Hauptbedienstand dem Korbsteuerstand bevorrechtigt
  • Lagerungsmöglichkeiten für Stromerzeuger, Wenderohr und Lüfter am Leiterstuhl

Leitersatz:

  • Leitersatz 4-teilig, 30 m, Nennrettungshöhe 23 m bei 12 m seitlicher Ausladung
  • Auszug über Rotzler-Winde

Rettungskorb:

  • Magirus RK 270 Vario-CC
  • Tragkraft 270 kg oder 3 Personen
  • Korbbedienstand
  • Multifunktionssäule zur Aufnahme von Krankentragenlagerung, Wenderohr, etc.

Beladung:

  • Stromerzeuger
  • Beleuchtungssatz bestehend aus 2 Strahlern á 1.000 Watt, am Korb aufsteckbar
  • Rettungskettensäge
  • Elektrokettensäge Stihl
  • Korbwenderohr, fernsteuerbar
  • Korbwenderohr, manuell bedienbar
  • 2 B-Druckschläuche á 20 m
  • 1 B-Druckschlauch á 35 m
  • 4 C-Druckschläuche á 15 m
  • 1 C-Druckschlauch á 30 m
  • 1 Druckschlauch á 5 m
  • Verteiler B-CBC
  • 2 C- und 1 B-Hohlstrahlrohr
  • B-Druckbegrenzungsventil
  • ABC-Pulverfeuerlöscher 6 kg
  • Überdrucklüfter
  • 2 Pressluftatmer
  • 2 Knickkopflapen
  • Gerätesatz Absturzsicherung
  • Gerätesatz Flaschenzug (Rollgliss)
  • Krankentragenlagerung
  • Schleifkorbtrage
  • DIN-Trage, klappbar

Lackierung:

  • Lackierung in Tagesleuchtrot (RAL 3024)
  • Stoßstange in reinweiß (RAL 9010)

Laufbahn:

  • 1998: Vorführfahrzeug der Firma Magirus
  • seit 1998: Feuerwehr Dillingen/ Saar LBZ Innenstadt ("Florian Dillingen 01/31")

Die Feuerwehr Dillingen konnte 1998 günstig eine Drehleiter von Magirus erwerben. Das Fahrzeug wurde zuvor durch Magirus als Vorführfahrzeug genutzt und ist deswegen recht umfangreich ausgestattet. So ist das Fahrzeug in niedriger Bauweise ausgeführt und mit einer Hinterachszusatzlenkung ausgerüstet. Außerdem ist es das einzige in tagsleuchtrot lackierte Einsatzfahrzeug der Dillinger Feuerwehr. Eine der Besonderheiten im Bereich der Fahrzeugbeladung sind beispielsweise die beiden mitgeführten Monitore. Einer davon wird herkömmlich per Hand ausgerichtet und der zweite wird über eine Funkfernbedienung gesteuert.

Diese Drehleiter entspricht der dritten Generation der Magirus Drehleiter in Niedriegbau-Ausführung, erkennbar an dem erhöhten Podium hinter der Fahrerkabine. Diese Generation war erstmals mit einem wassergekühlten Iveco-Motor ausgestattet, die beiden Vorgänger-Generationen hatten noch luftgekühlte Deutz-Motoren.

Nachdem die Fahrzeughöhe bei Drehleitern auf Standardfahrgestellen Mitte der 1970er Jahre immer weiter zunahm, drängten viele Feuerwehren auf eine niedrigere Lösung, allen voran die Berufsfeuerwehr München. Während Magirus eine Variante baute, bei der das Fahrerhaus nach vorn tiefergesetzt wurde, ging Metz den Weg, den Leiterpark nach hinten abzulegen. Magirus konnte durch das tiefergesetzte Fahrerhaus und weitere konstruktive Entwicklungen, wie z.B. einen komplett neu konstruierten Leiterstuhl, eine Gesamthöhe von 2,85 m erreichen (Standardleiter auf Magirus D-Frontlenker ca. 3,30 m). Ebenfalls neu war bei den Fahrzeugen die Vario-Abstützung, die eine variable Abstützbreite zwischen 2.400 mm und 4.500 mm ermöglichte.
Nachdem die beiden Prototypen bereits 1979 fertiggestellt und auf dem Jubiläum der Berufsfeuerwehr München präsentiert wurden, begann die Serienproduktion und Auslieferung der ersten Fahrzeuge 1980.
Anfang der 1990er Jahre folgte dann die zweite Generation der niedrigen Bauart, die durch die Einführung der CC-Technik geprägt war. Weiterhin wurde das Podium nun in der bewährten AluFire-Bauweise gefertigt.
1996 folgte die dritte Generation. Durch den Einbau des wassergekühlten Iveco-Motors musste das Podium komplett überarbeitet werden. Der vordere Geräteraum wanderte nun auf die Vorderachse, dahinter schloss sich eine Verblendung an. 1997 wurde die erste Gelenkleiter in niedriger Bauart an die Feuerwehr Baden-Baden geliefert, 1998 folgten die ersten Drehleitern mit Hinterachszusatzlenkung, die an die Berufsfeuerwehr Stuttgart geliefert wurden. Beinahe zeitgleich wurde dieses Fahrzeug als Vorführfahrzeug in Dienst gestellt.
Die nächste Überarbeitung zur vierten Generation folgte Ende 2002 und brachte ein komplett neues Fahrzeug hervor. Statt dem Haubenfahrerhaus wird nun ein modifiziertes Serienfahrerhaus aus dem EuroFire-Programm verwendet. Der Aufbau wurde in der neu eingeführten CS-Baureihe mit der aktiven Schwingungsdämpfung ausgeführt, als Abstützung kommt die verbesserte Vario-Abstützung mit einer maximalen Abstützbreite von 5.200 mm zum Einsatz. Auch diese Leiter konnte eine Bauhöhe von unter 3,0 m erreichen. Ab 2004 wurden dann auch die ersten Gelenkleitern mit CS-Technologie in niedriger Bauart ausgeliefert und das Fahrerhaus erhielt ein leichtes Facelift, welches den Standardfahrgestellen angepasst war. Mittlerweile wurden auch Fahrzeuge mit Hinterachszusatzlenkungen sowie dem 2005 eingeführten, teleskopierbare, Gelenk (GL-T) ausgestattet. Die aktuell modernste Ausführung der DLA(K) n.B. wurde Anfang 2011 an die Feuerwehr Celle geliefert und verfügt die auf der Interschutz 2010 präsentierte Einzelauszugstechnologie.
Von Anfang an hatten alle n.B.-Leitern serienmäßig ein Allison-Automatikgetriebe.
Bereits ab der zweiten Generation gab es eine sogenannte Schweizer Ausführung, die über eine Motorleistung von 300 PS verfügte, welche in der dritten Generation auf 345 PS und in der vierten Generation schließlich auf 400 PS gesteigert wurde. Eine dieser Leitern befindet sich im Besitz der Berufsfeuerwehr Heilbronn.

Vielen Dank an den Löschbezirk Dillingen für den sehr interessanten, aber auch schweißtreibenden Fototermin!

Ausrüster Rauwers GmbH
Sondersignalanlage
  • 3 Doppelblitzkennleuchte FG Hänsch Nova, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer Federal Signal CD-117
  • Presslufthorn Max Martin 2297 GM
Besatzung 1/2 Leistung 196 kW / 266 PS / 263 hp
Hubraum (cm³) 7.685 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 15.000
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Eingestellt am 09.07.2006 Hinzugefügt von mm_sls
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