Einsatzfahrzeug: Florian Erlbach 11/43-01

Florian Erlbach 11/43-01
Florian Erlbach 11/43-01

Einsatzfahrzeug-ID: V45170 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Erlbach 11/43-01 Kennzeichen OVL-2756
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SachsenVogtlandkreis (V, AE, OVL, PL, RC)
Wache FF Erlbach / Vogtl. Zuständige Leitstelle Leitstelle Zwickau (V, Z)
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Löschgruppenfahrzeug Hersteller Iveco
Modell EuroFire FF 95 E 18 WS Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 1994 Erstzulassung 1994
Indienststellung 1994 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 der Freiwilligen Feuerwehr Erlbach im Vogtland, Stadt Markneukirchen, auf Basis eines Iveco EuroFire FF 95 E 18 W mit einem feuerwehrtechnischen Auf- und Ausbau durch die Firma Magirus Brandschutztechnik Weisweil GmbH.

Das Fahrzeug wurde im Jahr 1994 als "Ersatz" für ein Löschgruppenfahrzeug LF 8-TS 8-STA auf Robur LO 2002 A aus dem Jahr 1983 beschafft. Dieses LF 8-TS 8 wurde dann in Eigenleistung zum SW 1000 umgebaut und versieht noch heute seinen Dienst in der Wehr.

Eigentlich wollte man schon damals ein Tanklöschfahrzeug beschaffen, das das Gemeindegebiet umfangreiche Waldflächen aufweist und dort keine sichere Wasserversorgung gegeben ist. Allerdings hatte man aufgrund der zu geringen Einwohnerzahl keinen Anspruch auf Zuschüsse für ein gewünschtes TLF 16/25 und so wurde damals das LF 8/6 beschafft. Aufgrund der Topographie in und um Erlbach erschien ein Allradantrieb unausweislich, welcher sich seitdem auch schon häufig bewährt hat.

Mit dieser Situation weiterhin unzufrieden wurde 1998/1999 ein weiterer Anlauf zur Beschaffung eines TLFs genommen. Da auch weiterhin keine Zuschüsse zur Verfügung standen wurde eine andere Lösung gesucht, die auch bei der Firma Karlsruher Feuerwehrfahrzeuge H+E gefunden wurde. Dort stand ein gebrauchtes Fahrgestell vom Typ Mercedes-Benz 1017 AF / 36 auf dem Hof, das bereits über eine Gruppenkabine verfügte. Auf das Fahrgestell wurde von der Firma H+E ein Aufbau mit drei Geräteräumen und einem 3000 Liter-Wassertank verbaut. 1999 konnte das Fahrzeug in Erlbach dann in Dienst gehen.

Endlich über ein TLF verfügend wurde dies zum Erstangreifer bei Brandeinsätzen, das LF 8/6 rückte in die zweite Reihe und diente bei Technischen Hilfeleistungen als Erstangreifer. Im Zuge dessen wurde das Fahrzeug brandbekämpfungstechnisch auch etwas abgerüstet. So wurden die anfangs verladenen C-Tragekörbe gegen eine in der Wehr vorhandene tragbare Schlauchhaspel C getauscht, die Tragekörbe kamen auf das TLF. Nachdem es für die alten DDR-Atemschutzgeräte keine Zulassung und keine Ersatzteile mehr gab wurden diese ausgesondert und auf dem LF befanden sich nur noch die zwei PA in der Kabine, vier weitere Atemschutzgeräte waren auf dem TLF verlastet.

Nachdem die Gemeinde Erlbach zum 01. Januar 2014 aufgrund einer Gebietsreform ihre Eigenständigkeit verlor und der Stadt Markneukirchen zugeordnet wurde, änderte sich auch hier wieder einiges. Im Herbst 2014 wurde das LF 8/6 abermals umgebaut. Im Gesamtkonzept der Stadt Markneukirchen wird das LF 8/6 als Verstärkungsfahrzeug auch in andere Stadtteile und Orte gerufen, das TLF soll bei solchen Einsätzen den Grundschutz in Erlbach sicherstellen.

Aufgrund dieser Planung war es unumgänglich wieder vier Atemschutzgeräte auf dem Löschgruppenfahrzeug zu verlasten. Diese kamen aus dem Bestand der Gesamtwehr und wurden im Geräteraum G1 verlastet. Auch sollte es wieder möglich sein, dass das Fahrzeug Erstangriffsmaßnahmen bei Bränden einleitet, falls die Wehr Markneukirchen zu Beispiel mit dem Gefahrgutzug gebunden ist. So wurden drei weitere Schlauchtragekörbe neu beschafft und die tragbare Schlauchhaspel wurde aus dem LF 8/6 entfernt. Nach diesen Umbaumaßnahmen ist das Fahrzeug wieder ein multifunktionaler Erstangreifer und kann auch so genutzt werden.

Neben diesen größeren Umbauten wurde die Beladung im Laufe der Jahre auch immer wieder ergänzt, so finden sich in der Beladung ein Powermoon, ein Koffer für das Glasmanagement und eine Airbagsicherung für den Ersteinsatz nach Verkehrsunfällen, Türöffnungswerkzeug und viele weitere Ausrüstungsgegenstände.

Eine Besonderheit ist, dass im Stadtgebiet Markneukirchen größtenteils C-Druckschläuche mit einer Länge von 20 m verwendet werden. Somit befinden sich in den Tragekörben schon rund 30% mehr Schlauchleitung.

Aufgrund der zunehmenden Beladung wurde das Fahrzeug auch auf ein Gewicht von 10.500 kg aufgelastet.

Fahrgestell:

  • Iveco EuroFire FF 95 E 18 WS
  • Motorleistung: 130 kW / 177 PS (6-Zylinder-Reihendieselmotor mit Turbolader) bei 2700 U/min
  • Hubraum: 5.861 cm³
  • Drehmoment: 700 Nm
  • 6-Gang-Schaltgetriebe
  • permanenter Allradantrieb
  • Länge: 7.000 mm
  • Breite: 2.500 mm
  • Höhe: 3.050 mm
  • Radstand: 3.690 mm
  • Leergewicht: 7.000 kg
  • zulässiges Gesamtgewicht: 10.500 kg
  • Bereifung: Einzelbereifung, Größe 335/80 R 20
  • serienmäßige Ganzstahl-Sicherheits-Gruppenkabine für eine Besatzung von 1/8//9
  • Halterung für zwei Atemschutzgeräte im Mannschaftsraum entgegen der Fahrtrichtung

Aufbau:

  • Magirus Brandschutztechnik Weisweil GmbH - LF 8/6 nach DIN 14530-5
  • Fabriknummer: 67540286
  • Aufbau in AluFire-2-Bauweise mit sieben Geräteräumen
  • Feuerlöschkreiselpumpe FP 8/8 (800 l/min bei 8 bar) mit einem A-Saugeingang und zwei B-Druckabgängen sowie einem Druckabgang für die Schnellangriffseinrichtung
  • Schnellangriffseinrichtung 30 m formstabiler Druckschlauch DN 32
  • Löschwasserbehälter 600 l mit einem Tankfüllstutzen B
  • ausschiebbarer Lichtmast mit zwei Halogenstrahlern à 500 Watt (Eigenbau nachgerüstet)
  • selbstgebauter Dachwerfer auf dem Aufbaudach

Beladung:

  • Normbeladung LF 8/6 nach DIN 14530-5

unter anderem:

  • Stromerzeuger 5 kVA, tragbar
  • Beleuchtungssatz 2x 1000 Watt
  • Powermoon mit Vorschaltgerät
  • Tauchpumpe
  • Tragkraftspritze TS 8/8 "Magirus Fire"
  • Türöffnungswerkzeug "Zieh-Fix"
  • Motorkettensäge mit Zubehör
  • Glasmanagement
  • Airbagsicherung
  • Staustelle Biber, verschiedene Größen
  • Schaumausrüstung (60 l Schaummittel, Schwerschaumrohr, Mittelschaumrohr, Zumischer)
  • Hydroschild

Farbgebung:

Kabine und Aufbau:

  • Lackierung in feuerrot (RAL 3000)

Stoßstange und Radläufe:

  • Lackierung in reinweiß (RAL 9010)

Vielen Dank an den Ortswehrleiter für den unkomplizierten Fototermin!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2x Drehspiegelkennleuchte Bosch RKLE 110
  • 1x Drehspiegelkennleuchte Bosch RKLE 110 (am Heck)
  • 2x Frontblitzer Hella BSX-Micro,
  • Presslufthorn Max B. Martin 2297 GM
Besatzung 1/8 Leistung 130 kW / 177 PS / 174 hp
Hubraum (cm³) 5.861 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 10.500
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Eingestellt am 03.05.2008 Hinzugefügt von Klausmartin Friedrich
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