Einsatzfahrzeug: MAN TGL 12.250 - Klaas - Teleskopmast TM 32 (a.D.)

MAN TGL 12.250 - Klaas - Teleskopmast TM 32 (a.D.)
MAN TGL 12.250 - Klaas - Teleskopmast TM 32 (a.D.)
  • MAN TGL 12.250 - Klaas - Teleskopmast TM 32 (a.D.)

Einsatzfahrzeug-ID: V179198 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname MAN TGL 12.250 - Klaas - Teleskopmast TM 32 (a.D.) Kennzeichen k.A.
Standort SonstigesLeih-, Messe- und Vorführfahrzeuge
Wache k.A. Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation kommerzielles Unternehmen
Klassifizierung Teleskopmast Hersteller MAN
Modell TGL 12.250 Auf-/Ausbauhersteller Klaas
Baujahr 2015 Erstzulassung k.A.
Indienststellung k.A. Außerdienststellung 2020
Beschreibung

Teleskopmast TM 32 als Vorführfahrzeug der Firma Klaas.

Technische Daten:

  • Fahrgestell: MAN TGL 12.250 4x2
  • Motorleistung: 184 kW bei 2.300 1/min (6-Zylinder Diesel)
  • Hubraum: 6.871 cm³
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Zulässiges Gesamtgewicht: 12.000 kg

Aufbau: Klaas Alufiver

Aufbau:

Podium:

  • Podium mit 7 Geräteräumen
  • Umfeldbeleuchtung
  • Gegensprechanlage zwischen Podium und Korb im Geräteraum GR

Abstützung:

  • 4-fach Waagrecht-Senkrecht-Abstützung, H-Abstützung
  • Alle Stützen einzeln und stufenlos ausfahrbar

Drehkranz:

  • Stromerzeuger in den Drehkranz integriert

Hubarm:

  • 3-teiliger, teleskopierbarer Hauptarm und 1-teiliger Korbarm
  • Arbeitshöhe: 32,00 m
  • Maximale Ausladung bei 300 kg Korblast: 18,00 m bei bis zu 15 m Arbeitshöhe
  • Maximale Ausladung bei 100 kg Korblast: 22,00 m bei bis zu 14 m Arbeitshöhe
  • Hinterfahrmöglichkeit: 5,00 m
  • Drehbereich: 360°, endlos
  • Maximale Hebelast an der Spitze des Hauptarms: 2.000 kg bei 7 m Ausladung
  • Hebelast an der Spitze des Hauptarms bei maximaler Ausladung: 500 kg bei 15 m Ausladung
  • 2 LED-Strahler am Hauptarm
  • Stromhochführung zum Korb
  • Steigleitung zum Korb mit 2 B-Druckeingängen am Heck

Rettungskorb:

  • Korblast: 3 Personen oder 300 kg
  • Rettungskorb um 20° nach rechts und links schwenkbar
  • Korbbedienstand
  • Gegensprechanlage zwischen Korb und Podium
  • 2 Multifunktionssäulen
  • 2 Steckdosen 230 V
  • Umfeldbeleuchtung am Korb
  • 6 Strahler mit vertikaler Verstellmöglichkeit in der Korbfront
  • C-Druckabgang
  • Wasserfer Alco mit Fernsteuerung, Durchfluss: 2.000 l/min

Ausstattung:

  • Funkfernbedienung, Reichweite: 100 m
  • Auf- und Abrüstautomatik

Klaas - Vom Schrägaufzug für Dachdecker zum Feuerwehr-Teleskopmast

Bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte der westfälische Bauunternehmer Theodor Klaas in Werne einen Schrägaufzug zum Lastentransport. Mitte der 1950er Jahre gründet er ein neues Unternehmen und nimmt mit diesem die Fertigung der von ihn entwickelten Lastenaufzüge auf. Keine zehn Jahre später erreicht das erste Werk in Werne seine Kapazitätsgrenze und Klaas siedelt mit seiner Firma ins nahe Ascheberg um, wo das Unternehmen noch heute seinen Sitz hat. In den 1970er Jahren schließlich entdeckt Klaas das leichte Aluminium als idealen Werkstoff für seine Produkte. Zukünftig entstehen immer größere aus Aluminium gefertigte Schrägaufzüge bei Klaas. Von Lastenaufzügen erweitert die zweite Generation der Inhaberfamilie Klaas das Produktportfolio Anfang der 1990er Jahre um ebenfalls aus Aluminium konstruierte Kräne. Der erste Alu-Kran von Klaas kann 1993 ausgeliefert werden und entwickelt sich zum Verkaufserfolg. Das schon in den 1970er Jahren erweiterte Werk in Ascheberg muss abermals vergrößert werden.

Bei der Entwicklung seines neuen Fahrzeugkonzepts Octopus holt Magirus den Kranspezialisten Klaas mit ins Boot. Auf der Interschutz 2000 präsentiert Magirus einen seiner Octopus als Löschfahrzeug mit einem Teleskopmast von Klaas. Der Korb stammt aus der Drehleiterproduktion von Magirus. Während dem Octopus-Konzept von Magirus zwar kein Erfolg beschieden ist, so entwickelt sich aus ihm doch der weitaus erfolgreichere Multistar. Er ist eine Kombination aus wahlweise Lösch- oder Rüstfahrzeug mit einem Teleskopmast. Wie schon beim Octopus begonnen liefert Klaas auch für die Multistar von Magirus die Teleskopmasten. Eine weitere Kooperation im Feuerwehrsektor ging Klaas 2012 mit EMPL ein. Für den österreichischen Aufbauhersteller entwickelte Klaas auf Basis seiner Kräne einen Löscharm für große Industrielöschfahrzeuge. Neben seinen Kooperationen mit Magirus und später EMPL wagte sich Klaas auch selbst in den Feuerwehrsektor. Auf der Interschutz 2010 stellte Klaas mit dem Alufiver einen an die Bedürfnisse der Feuerwehr angepassten Teleskopmast vor, der seitdem stetig weiterentwickelt wird. Neben den Feuerwehr-Teleskopmasten der Alufiver-Serie baut Klaas mittlerweile auch Teleskopmasten für den kommerziellen Sektor auf Transporter- oder leichten LKW-Fahrgestellen auf. Damit umfasst das Produktportfolio von Klaas außer den ursprünglichen Schrägaufzügen für Baugewerbe und Umzüge auch Auto- und Anhängerkräne sowie Teleskopmasten.

Der Klaas Alufiver

Unter dem Namen Alufiver vertreibt Klaas seit 2010 eine Baureihe von Teleskopmasten für den Feuerwehrdienst. Hauptprodukt ist ein Mast mit einer Arbeitshöhe von 32 m, zumindest zeitweise wurde auch ein kleinerer, nur 27 m hoher Mast in der Alufiver-Reihe angeboten. Die Alufiver Teleskopmasten baut Klaas vornehmlich auf leichten Fahrgestellen aus der 12 t-Klasse auf, wobei je nach gewählter Zusatzausstattung auch auf schwerere Fahrgestelle zurückgegriffen werden muss. Während die Masten für die Alufiver bei Klaas selbst gebaut werden, entstehen die Podien beim Aufbauhersteller Heinz Meyer Feuerwehrbedarf in Rehden.

Der Name Alufiver setzt sich zusammen aus der Kurzform Alu für den bei den Masten verwendeten Hauptwerkstoff Aluminium und dem englischen Wort fiver für Fünfer. Damit spielt Klaas auf die fünf selbst definierten Einsatzbereiche für seine Alufiver-Masten an:

  • 1. Hubrettungsbühne
  • 2. Löscharm
  • 3. Kran
  • 4. Lichtmast
  • 5. Stromversorgung

Für den primären und wichtigsten Einsatzzweck als Rettungsbühne besitzt der Klaas AluFiver einen auf drei Personen oder eine Zuladung von 300 kg ausgelegten Rettungskorb, der sich bei Bedarf durch eine Aufnahme für eine Krankentrage ergänzen lässt. Bei voller Ausnutzung der 300 kg-Korblast erreicht er bis in eine Höhe von 15 m eine seitliche Ausladung von 18 m. Mit nur einer Person im Korb sind es sogar 22 m Ausladung bis in 14 m Höhe. Der Korb spielt auch beim Einsatz des Löscharms eine Rolle, ist in seine Front doch ein kompakter Alco-Wasserwerfer integriert. Über eine im Hubarm verlegte Steigleitung wird er mit Wasser versorgt. Die Steuerung des Werfers ist in den Korbbedienstand und die kabellose Fernbedienung integriert, weshalb er sich auch ohne Personal im Korb bequem vom Boden aus fernsteuern lässt. So wird aus dem Teleskopmast ein leistungsfähiger Löscharm mit einer Abgaberate von 2.000 l/min. Als Alternative zum Wasserwerfer steht am Korb auch ein C-Druckabgang für die Vornahme eines normalen Strahlrohrs im Löschangriff zur Verfügung.

Bei Bedarf lässt sich der Teleskopmast dank einer Lastöse an der Spitze des Hauptauslegers auch hilfsweise als Kran einsetzten. In der Spitze lassen sich mit dem Mast im Kranbetrieb bis zu 2.000 kg bei einer Ausladung von 7 m heben und bei einer maximalen Ausladung von 15 m immerhin noch 500 kg.

Hand in Hand gehen die Nutzbarkeit des Alufiver als Lichtmast und in der Stromversorgung, denn ohne Energie kann der Mast auch kein Licht machen. Damit dies aber gelingt ist im Drehkranz ein Stromerzeuger platziert, der nicht nur die Steckdosen im Rettungskorb versorgt, sondern auch die rund um ihn herum angebrachten Strahler. Neben einer noch vergleichsweise einfachen Umfeldbeleuchtung ist in die Korbfront eine ganze Batterie aus sechs leistungsstarken LED-Strahlern integriert. Ergänzt werden können diese noch durch weitere Strahler auf den beiden Multifunktionssäulen des Korbes.

Auf Kundenwunsch können die Alufiver Teleskopmasten auch mit einer Feuerlöschkreiselpumpe oder einer am Mast entlanglaufenden Rettungsleiter ausgestattet werden. Bei diesen Optionen reicht dann aber das sonst verwendete 12 t-Fahrgestell nicht mehr aus und es muss stattdessen ein 15-Tonner genutzt werden.

Seit 2020 ist das Fahrzeug bei der Werkfeuerwehr Premium Aerotec (PAG) in Augsburg-Haunstetten im dortigen Werk IV stationiert und ersetzte einen älterem Gelenkmast, https://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/179058/

Ausrüster Rauwers GmbH
Sondersignalanlage
  • 2 Mini-Warnbalken Federal Signal Phoenix
  • Martin-Horn 2298 GM
  • 2 Frontblitzer Hänsch Sputnik SL
  • 2 Kennleuchtenmodule Hänsch Integro Universal am Heck
  • Verkehrswarneinrichtung auf LED-Basis am Heck
Besatzung 1/1 Leistung 184 kW / 250 PS / 247 hp
Hubraum (cm³) 6.871 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 12.000
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Eingestellt am 15.04.2022 Hinzugefügt von Heiner Lahmann
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