Einsatzfahrzeug: Altenrhein - BFW People’s Airport St. Gallen-Altenrhein - FLF 12500/1500/50 - Theo 1

Altenrhein - BFW People’s Airport St. Gallen-Altenrhein - FLF 12500/1500/50 - Theo 1
Altenrhein -  BFW People’s Airport St. Gallen-Altenrhein - FLF 12500/1500/50 - Theo 1

Einsatzfahrzeug-ID: V175489 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Altenrhein - BFW People’s Airport St. Gallen-Altenrhein - FLF 12500/1500/50 - Theo 1 Kennzeichen k.A.
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)St. Gallen
Wache BFW People’s Airport St. Gallen-Altenrhein Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Flughafenfeuerwehr
Klassifizierung Flugfeldlöschfahrzeug Hersteller MAN
Modell 36.1000 VFAEG Auf-/Ausbauhersteller Rosenbauer
Baujahr 2003 Erstzulassung 2003
Indienststellung 2017 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Flugfeldlöschfahrzeug FLF 12500/1500/50 der Betriebsfeuerwehr People's Airport Sankt Gallen-Altenrhein

Fahrgestell: MAN 36.1000 VFAEG 8x8
Aufbau: Rosenbauer
Baujahr: 2003

Technische Daten:
Motor: V12-Dieselmotor MAN D 2842 LF02, Euro 2, EDC
Antrieb: Allradantrieb, 8x8
Getriebe: Automatikgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 140 km/h
Beschleunigung 0 - 80 km/h: 25 s
Länge/Breite/Höhe: 11.700/3.000/3.500 mm

Feuerlöschkreiselpumpe:
Typ: R600
Hersteller: Rosenbauer
Pumpenmotor: Dieselmotor MAN, Motorleistung: 229 kW / 311 PS
Förderleistung: 5.000 l/min bei 13 bar oder 6.000 l/min bei 12 bar
Schaumzumischanlage: Vormischsystem Rosenbauer RVMA 500

Löschmittel:
Wasser: 12.500 l
Schaummittel: 1.500 l
Löschpulver: 50 kg

Beladung/Ausstattung:

  • 2 gelbe Doppelblitzkennleuchten FG Hänsch Saturn, davon 1 am Heck
  • Rückfahrkamera
  • Füllstandsanzeige für den Löschwassertank seitlich links und rechts am Aufbau
  • Selbstschutzanlage
  • Frontwerfer / Schaum- und Wasserwerfer Rosenbauer RM 8 E, Durchfluss: 1.000 l/min bei 10 bar, Wurfweite: 40 - 45 m
  • Dachwerfer / Schaum- und Wasserwerfer Rosenbauer RM 60 E, Durchfluss: 6.000 l/min oder 3.000 l/min bei 10 bar, Wurfweite: 75 - 80 m
  • Pulverlöschanlage Minimax PLA 50
  • Pulverschnellangriff
  • Lichtmast Fireco 2504/F
  • Wärmebildkamera FLIR an der Front
  • Rüstsatz Lukas bestehend aus Kombigerät mit Akku
  • Schnellangriff mit C-Druckschläuchen in Buchten und C-Hohlstrahlrohr
  • 2 B-Druckschläuche
  • Hydrantenschlüssel
  • 2 Schaumaufsätze für Hohlstrahlrohr
  • Schwerschaumrohr
  • 2 Pressluftatmer in der Kabine
  • Notfallrucksack

Laufbahn:

  • 2003 - 2017: SSA Genève ("22")
  • seit 2017: BFW People's Airport St. Gallen Altenrhein ("Theo 1")

Ein Panther namens Theo

Der Rosenbauer Panther 8x8 der sich seit 2017 auf dem People’s Airport Sankt Gallen-Altenrhein im Einsatz befindet ist das bis dahin größte Flugfeldlöschfahrzeug in Diensten der dortigen Flughafenfeuerwehr. Es führt stattliche 12.500 l Löschwasser, 1.500 l Schaummittel sowie im Vergleich dazu beschauliche 50 kg Löschpulver mit. Das aus der ersten Generation der ikonischen und stilprägenden Panther-Baureihe von Rosenbauer stammende FLF war 2003 für den Service de Sécurité de l'Aéroport (SSA) de Genève - die Feuerwehr des Genfer Flughafens - gebaut worden. Dort war das FLF unter dem Rufnamen „22“ bis ins Jahr 2017 im Einsatz, als es der People’s Airport Sankt Gallen-Altenrhein übernehmen konnte. In Altenrhein bekam das FLF in Anlehnung an den Sohn des Flughafenbesitzers den Rufnamen „Theo 1“ verliehen. Auch die anderen Einsatzfahrzeuge der Betriebsfeuerwehr nutzen den Namen „Theo“ im Rufnamen. Nach den beiden Töchtern des Flughafenbesitzers - Nora und Laura - waren zuvor schon zwei Flugzeuge der ebenfalls ihm gehörenden Fluggesellschaft People’s benannt worden. Am People’s Airport Sankt Gallen-Altenrhein ist „Theo 1“ seit 2017 das primäre FLF und ersetzte einen dreiachsigen Mercedes-Benz 2642 A mit Rosenbauer-Aufbau aus den 1980er-Jahren. Neben einer überschaubaren Ausstattung zur Brandbekämpfung gehören auch ein akkubetriebenes Kombigerät zur Hilfeleistung und ein Notfallrucksack zur medizinischen Erstversorgung zur Beladung des FLF.

Der Panther 8x8 der ersten Generation

Auf einem MAN-Sonderfahrgestell vom Typ 36.1000 VFAEG baute Rosenbauer 2003 diesen Panther 8x8 der ersten Generation auf. Er entstand damit zum Ende der Phase in der Rosenbauer parallel zueinander die erste und zweite Generation des Panthers parallel zueinander fertigte. Also den 1991 eingeführten Panther mit dem markanten GFK-Aufbau und den ihm 1997 folgenden Panther mit dem geradlinigen Aluminiumaufbau. Die Zweigleisigkeit fand schließlich 2005 mit Einführung der dritten Panther-Generation ein Ende, die wieder einen durch Designelemente geprägten Aufbau aus GFK besaß. Während es den Panther schon ab der zweiten Generation in den Varianten 4x4, 6x6 und 8x8 gab, existierten bei der Panther-Premiere nur die beiden großen FLF-Typen mit den Radformeln 6x6 und 8x8.

Zum von MAN an Rosenbauer gelieferten Sonderfahrgestell gehören ein V12-Dieselmotor mit stattlichen 1.000 PS Motorleistung als Antriebsaggregat und ein Vollautomatikgetriebe welches die Motorkraft auf alle vier Achsen überträgt. Damit erreicht das knapp 40 t schwere und fast 12 m lange FLF eine Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h und beschleunigt aus dem Stand in 25 s auf 80 km/h. Um Die Geländegängigkeit des Allradchassis zu erhöhen sind alle Achsen singlebereift und um die Wendigkeit zu erhöhen die ersten beiden Achsen gelenkt.

Auf das nackte Chassis von MAN baute Rosenbauer seine GFK-Karosserie auf. Auch wenn diese wie aus einem Guss wirkt, besteht sie doch aus mehreren hintereinander angeordneten Modulen. Vor und direkt über der ersten Achse befindet sich die großzügig verglaste Kabine des FLF mit zwei weit aufschwenkenden Bustüren. In ihr finden nebeneinander drei Personen Platz. Der Fahrer- und der äußere Beifahrerplatz haben jeweils Halterungen für Pressluftatmer. Vor dem mittleren Beifahrer sind in der Kabine die Joysticks für die zwei Schaum- und Wasserwerfer des Fahrzeuges sowie der Statusmonitor des FLF mit der Pumpensteuerung angeordnet. Zumindest die Joysticks für die Werfersteuerung lassen sich aber auch vom Fahrerplatz komfortabel erreichen. Bei den beiden Werfern handelt es sich um einen großvolumigen Rosenbauer RM 60 E auf dem Kabinendach und einen deutlich kleineren Rosenbauer RM 8 E vor der Kabine. Während über den Dachwerfer bis zu 6.000 l/min abgegeben werden könne, beträgt die Leistung des Frontwerfers nur 1.000 l/min. Abseits der beiden Werfer steht als weitere Möglichkeit der Wasserabgabe auch eine Selbstschutzanlage mit Düsen an der Fahrzeugfront und den Reifen zur Verfügung. Neben dem Frontwerfer ist an der Stoßstange auch eine kleine fernsteuerbare Wärmebildkamera von FLIR montiert. Sie überträgt ihr Bild auf einen Monitor am Fahrerplatz und ist zusätzlich mit einem Aufzeichnungssystem ausgestattet.

Direkt hinter der Kabine sitzen der 1.000 PS starke V12-Motor für den Fahrantrieb und ein zweiter MAN Dieselmotor mit immerhin 311 PS als Antrieb für die Feuerlöschkreiselpumpe. Durch diese Motorkonstellation stehen zu jeder Zeit die uneingeschränkte Fahr- und Pumpenleistung zur Verfügung. Das heißt, dass die verbaute Rosenbauer R600-Feuerlöschkreiselpumpe jederzeit ihre Maximalleistung von 6.000 l/min bei 12 bar abrufen kann. Zur Ausstattung der Pumpe gehört ferner ein Schaumvormischsystem RVMA 500. Neben dem Pumpenbedienstand in der Kabine gibt es noch zwei weitere identisch ausgeführte Bedienstände in den zwischen den Achsen zwei und drei angeordneten Geräteräumen G1 und G2. Neben den entsprechenden Ein- und Ausgängen der Pumpe gibt es in jedem der beiden Geräteräumen eine zweigeschossige Ablage für Schnellangriffe. Bei der Betriebsfeuerwehr des People’s Airport Sankt Gallen-Altenrhein liegt in jedem Geräteraum ein Schnellangriff mit mehreren in Buchten gelegten C-Druckschläuchen und einem C-Hohlstrahlrohr bereit, der durch einen Schaumaufsatz für das Strahlrohr ergänzt wird.

Den größten Teil des Raums unter der GFK-Karosse des Panthers nehmen die enormen Löschmitteltanks ein. Der Wassertank des Panther 8x8 fasst ganze 12.500 l, der Schaummitteltank immerhin 1.500 l. Abgerundet werden die flüssigen Löschmittel durch eine kleine 50 kg-Pulverlöschanlage von Minimax mit einem Schnellangriff im Heckgeräteraum.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 4 Doppelblitzkennleuchten FG Hänsch, davon 2 am Heck
  • 2 Frontblitzer
Besatzung 1/2 Leistung 735 kW / 999 PS / 986 hp
Hubraum (cm³) 21.920 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 40.000
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Eingestellt am 22.11.2021 Hinzugefügt von tino-dietsche
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