Einsatzfahrzeug: Rheineck-Thal-Lutzenberg - FW - Arbeitsbühne

Rheineck-Thal-Lutzenberg - FW - Arbeitsbühne
Rheineck-Thal-Lutzenberg - FW - Arbeitsbühne
Blick in die Kabine.

Einsatzfahrzeug-ID: V168713 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Rheineck-Thal-Lutzenberg - FW - Arbeitsbühne Kennzeichen SG 8274
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)St. Gallen
Wache FW Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Gelenkmast Hersteller Renault
Modell Maxity 120 dXi Auf-/Ausbauhersteller Palfinger
Baujahr 2013 Erstzulassung 2013
Indienststellung 2018 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Arbeitsbühne der Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL)

Fahrgestell: Renault Maxity 120 dXi / Maxity 120.35
Aufbau: Palfinger
Aufbautyp: P 200 A Smart
Baujahr: 2013

Technische Daten:
Antrieb: Straßenantrieb, 4x2
Getriebe: Schaltgetriebe
Länge / Breite / Höhe: 5.390 / 2.100 / 2.890 mm
Radstand: 2.500 mm

Aufbau:

Abstützung:

  • 4-fach Schräg-Abstützung
  • Maximale Abstützbreite: 2.550 mm

Drehkranz/Hubarm:

  • 4-teiliger Gelenkarm mit 2-teiligem Teleskop-Korbarm
  • Arbeitshöhe: 19,8 m
  • Maximale Ausladung: 7,5 m
  • Drehbereich: 370°

Arbeitskorb:

  • Korblast: 2 Personen / 230 kg
  • 2 Einstiege: Korbfront und hinten rechts
  • Arbeitskorb um 90 ° nach rechts und links drehbar
  • Bedienstand

Beladung / Ausstattung:

  • 5 Leitkegel

Laufbahn:

  • 2013 - 2018: Verbleib unbekannt
  • seit 2018: Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL)

Kleiner Mast für kleine Arbeiten

Ihre in die Jahre gekommene Anhängeleiter ersetzte die Feuerwehr Rheineck-Thal-Lutzenberg (RTL) 2018 durch eine gebrauchte Arbeitsbühne. Bei einem Schweizer Nutzfahrzeug- und Bushändler erwarb die Wehr die damals fünf Jahre alte Palfinger-Gelenkteleskopbühne auf einem Renault Maxity-Fahrgestell und ließ sie zum Feuerwehrfahrzeug umrüsten. Die Arbeitsbühne ist zugleich eine Ergänzung, als auch eine Entlastung für das Hubrettungsfahrzeug (HRF) der Wehr. Als designiertes Arbeitsgerät setzt die Feuerwehr RTL ihre Arbeitsbühne ausschließlich zur Technischen Hilfeleistung und explizit nicht zur Menschenrettung ein. Mittel der Wahl ist die Arbeitsbühne beispielsweise bei der Beseitigung von Sturmschäden, dem Entfernen von Insektennestern oder ähnlichen Bagatelleinsätzen. Im Gegensatz dazu kommt das HRF in seiner originären Aufgabe als Hubrettungsgerät eben bei der namensgebenden Menschenrettung zum Einsatz sowie außerdem beispielsweise zur Unterstützung in der Brandbekämpfung. Dank der Arbeitsbühne wird das HRF nicht mehr durch Bagatelleinsätze gebunden oder belastet.

Vor diesem Hintergrund ist es auch wenig verwunderlich, dass man an der Arbeitsbühne größere feuerwehrtechnische Umbauten und auf den Feuerwehrdienst zugeschnittene Ausstattungsmerkmale vergeblich sucht. Bei ihr handelt es sich um einen gewöhnlichen Hubsteiger, der sich nur von Artgenossen bei Bauhöfen, Handwerksbetrieben oder Baumaschinenvermietungen nur durch seine Lackierung und Beklebung, die Sondersignalanlage und das Funkgerät unterscheidet.

Kompakter Kombimast von Palfinger

Die kompakte Gelenkteleskopmastbühne P 200 A stellte Palfinger als erstes Modell seiner preisgünstigen Smart-Baureihe auf der Fachmesse BAUMA 2013 vor. Die Bühne mit einer Arbeitshöhe von knapp 20 m zeichnet sich durch ihre kompakte und leichte Bauweise aus. Selbst auf kleinsten Nutzfahrzeugfahrgestellen der 3,5 t-Klasse lässt sich die P 200 A aufbauen. Prädestiniert ist sie deshalb nicht zuletzt für den Einsatz in engen und dicht bebauten Innenstädten mit einem begrenzten Platzangebaut. Die P 200 A kombiniert Elemente eines Gelenk- und eines Teleskopmastes miteinander. Auf dem Drehkranz sitzt zunächst ein dreiteiliger Gelenkmast. An ihn schließt sich, gewissermaßen als viertes Teil, ein Teleskopmast mit einem Ausschub an. Voll aufgerichtet und ausgefahren besitzt der Mast eine Arbeitshöhe von 19,8 m. Die maximale Ausladung liegt je nach Ausführung bei bis zu 8,4 m.

Der Korb an der Spitze des Teleskopteils bietet Platz für zwei Personen oder eine Last von 200 kg und lässt sich hydraulisch um 90° nach links oder rechts drehen. Im Fahrzustand ruht der Korb auf einer Aufnahme am Fahrzeugheck, während der zusammengelegte und eingefahrene Mast eine dreieckige Form bildet. Eine geschwungene Treppe rechts am Heck des sehr einfach konstruierten Podiums führt hinauf zum Korb und einem Einstieg in der hinteren rechten Ecke. Der zweite Einstieg des Korbs befindet sich in der Front und besitzt zudem eine kleine Leiter als Einstiegshilfe. Die Leiter ist aber zu kurz, als dass man mit ihr den in Fahrstellung abgelegten Korb von vorne betreten könnte. Um diesen Einstieg nutzen zu können muss das Teleskopteil erst ein Stück ausgefahren werden und der Korb aus seiner Fahrstellung hinaus näher zum Boden gebracht werden. Gesteuert wird der komplette Teleskopmast von einem Bedienstand im hinteren Teil des Korbes aus. Von ihm aus wird auch die vierfache Schrägabstützung des P 200 A aus- und eingefahren. Rechterhand am Drehkranz befindet sich ein kleines Bedienfeld mit Statusanzeige von dem je nach Ausstattung beispielsweise auch die Abstützung gesteuert werden kann. Neben dem Bedienfeld befindet sich außerdem die Notsteuerung des Mastes mitsamt einer kleinen Handpumpe.

Zwischenzeitlich wurde die P 200 A von Palfinger aus dem Programm genommen. Mit der P 160 A gibt es aber nach wie vor eine Bühne mit vergleichbarer Kinematik, aber geringerer Höhe, im Sortiment.

Kleiner Maxity

Aufgebaut ist der P 200 A der Feuerwehr RTL auf einem kompakten und wendigen Renault Maxity 150 dXi. Durch Badge Engineering erweiterte Renault sein Portfolio ab 2007 durch den auf dem Nissan Cabstar F24 basierenden Maxity. Mit der Ablösung des Cabstar durch den Nissan NT400 im Jahr 2014 wurde der Renault Maxity ersatzlos eingestellt. Angeboten wurde der Maxity von Renault wahlweise mit einem 2,5 l-Dieselmotor aus eigener Fertigung mit einer Leistung zwischen 81 kW/110 PS und 100 kW/136 PS oder einem größeren Dieselmotor von Nissan mit 3 l Hubraum und einer Leistung von bis zu 110 kW/150 PS. Als Getriebe gab es entweder ein Schaltgetriebe mit fünf oder eines mit sechs Gängen. Während es den Maxity ausschließlich mit Hinterradantrieb gab, konnte zwischen einer einzel- oder doppelbereiften Hinterachse und verschiedenen Radständen gewählt werden. Kleinstmöglicher Radstand waren 2.500 m und größtmöglicher Achsabstand 3.400 mm. Ebenso konnte zwischen einfacher und Doppelkabine sowie zwischen 3,5 und 4,5 t Gesamtgewicht gewählt werden.

Das Maxity-Fahrgestell der Feuerwehr RTL ist auf ein Gesamtgewicht von 3,5 t eingetragen und ist mit dem kleinsten Renault-Motor mit 90 kW/122 PS ausgestattet.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Warnbalken Whelen
  • 2 Frontblitzer
Besatzung 1/2 Leistung 90 kW / 122 PS / 121 hp
Hubraum (cm³) 2.488 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 3.500
Tags
Eingestellt am 05.03.2021 Hinzugefügt von Christopher Benkert
Aufrufe 3002

Korrektur-Formular

Sollten Sie in den Beschreibungen oder Fahrzeugdaten einen Fehler finden, weitere sachdienliche Informationen zum Fahrzeug besitzen oder einen Verstoß gegen das Urheberrecht melden wollen, dann benutzen Sie bitte das Korrekturformular. Wir bitten Sie darum, nur gesicherte Angaben zu machen, denn spekulative Informationen kosten das Admin-Team nur Zeit, die von uns besser verwendet werden kann.

Zum Korrektur-Formular

Weitere Einsatzfahrzeuge aus St. Gallen

Alle Einsatzfahrzeuge aus St. Gallen ›

Anzeige