Einsatzfahrzeug: Delémont - CRISD - ADL 23/12 - Demon 130

Delémont - CRISD - ADL 23/12
Delémont - CRISD - ADL 23/12
Geräteraum G2

Einsatzfahrzeug-ID: V163611 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Delémont - CRISD - ADL 23/12 - Demon 130 Kennzeichen JU 3
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Jura
Wache CRIS Delémont Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Iveco
Modell FF 160 E 30 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 2010 Erstzulassung 2010
Indienststellung 2010 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Échelle Pivotante Automobile EPA / Autodrehleiter ADL 23/12 des Centre de Renforts d'Incendie et de Secours (CRIS) de Delémont

Fahrgestell: Iveco FF 160 E 30
Aufbau: Magirus
Aufbautyp: DLA(K) 23/12 Vario CS GL-T / M 32 L-AT
Baujahr: 2010

Aufbau:

Podium:

  • Aufbau in AluFire AF2-Bauweise mit 6 Geräteräumen
  • Umfeldbeleuchtung

Abstützung:

  • Magirus Vario-Abstützung mit Magirus Abstütz-Sicherheits-System ASS
  • Variable Abstützbreite 2.400 mm - 5.200 mm
  • Bodenausgleichsmöglichkeit bis zu 700 mm
  • Alle Abstützungen variabel ausfahrbar

Leiterstuhl:

  • Leiterstuhl mit Niveauregulierung bis zu 10 °
  • Hauptbedienstand mit LCD-Display und neigbarem Sitzplatz mit Sitzheizung
  • Hauptbedienstand dem Korbsteuerstand bevorrechtigt
  • Lagerungsmöglichkeiten für Stromerzeuger und Wenderohr am Leiterstuhl

Leitersatz:

  • 5-teiliger Leitersatz mit abwinkelbarem Teleskopgelenkteil
  • Leiterlänge: 32 m
  • Aufrichtwinkel: -17° - +75°
  • Nennrettungshöhe 23 m bei 12 m seitlicher Ausladung
  • Auszug über Rotzler-Winde
  • Gelenkteil am obersten Leiterteil mit einer Länge von 3,5 m, auf bis zu 4,7 m teleskopierbar und bis zu 75° abwinkelbar
  • 2 Xenonscheinwerfer am oberen Ende des untersten Leiterteil, elektrisch drehbar
  • 1 Xenonscheinwerfer auf der linken Seite des untersten Leiterteils
  • Steigleitung im obersten Leiterteil mit Schlauchführung am hinteren Leiterende
  • Stromleitung vom Stromerzeuger bis in den Rettungskorb

Rettungskorb:

  • Magirus RK 270 CS
  • Tragkraft: 270 kg oder 3 Personen
  • Korbbedienstand mit LCD-Display
  • Gegensprechanlage zwischen Rettungskorb und Hauptbedienstand
  • 2 Multifunktionssäulen zur Aufnahme von Krankentragenlagerung, Wenderohr, etc.
  • Xenonscheinwerfer in Korbfront

Ausstattung:

  • Schwingungsdämpfung Magirus Computer Stabilized CS
  • Memoryfunktion
  • Automatische Rückholfunktion (Leiterauflagensteuerung)

Beladung / Ausstattung:

  • Unfalldatenschreiber (UDS) / Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • Stromerzeuger
  • Beleuchtungsgruppe
  • Werkzeugkasten
  • Halligan-Tool
  • Axt
  • 2 Warnzelte
  • 2 Verkehrswarnleuchten
  • 6 Faltleitkegel
  • B-Druckschlauch 30 m
  • 4 C-Druckschläuche
  • Hydrantenschlüssel
  • 2 Verteiler B-CCC
  • 2 C-Hohlstrahlrohre
  • Wenderohr
  • Hochdruckschaumfeuerlöscher
  • Überdrucklüfter
  • 2 Langzeit-Pressluftatmer
  • Höhensicherungssatz
  • Auf- und Abseilgerät Rollgliss
  • Knickkopflampen
  • WÄrmebildkamera Bullard
  • Krankentragenhalterung
  • Schleifkorbtrage

Die Stützpunktfeuerwehren im Kanton Jura

Die beiden Städte Delémont und Porrentruy sind mit rund 13.000, bzw. 7.000 Einwohnern nicht nur die größten Städte des Kantons Jura, sie liegen auch strategisch günstig in zwei der Ecken des annähernd dreieckig geformten Kantons. Delémont ist obendrein auch noch Hauptort des kleinen Kantons mit seinen insgesamt nur knapp 73.000 Einwohnern. Durch ihre Lage und die Anbindung an die das Kanton durchquerende Autobahn A16 lässt sich von Ihnen aus fast jeder Ort innerhalb des Kantons zügig erreichen. Aus diesem Grund wählte das Kanton Jura die beiden Kleinstädte als Standorte für ihre beiden Stützpunktfeuerwehren, die sogenannten Centres de Renforts d'Incendie et de Secours (CRIS), aus. Über ihre Aufgabe als Feuerwehren für Delémont und Porrentruy hinaus, unterstützen sie alle anderen Wehren im Kanton bei deren Einsätzen und übernehmen exklusiv verschiedene Sonderaufgaben im gesamten Kanton. Der Unterstützungscharakter der beiden Stützpunktwehren wird schon in ihrem Namen deutlich, denn Centre de Renforts bedeutet wortwörtlich übersetzt nichts anderes als Verstärkungszentrum. Jedes der beiden CRIS ist zunächst primär für die Gemeinden seines Verwaltungsbezirkes als Unterstützungseinheit zuständig. Eine Ausnahme stellt der Bezirk Franches-Montagnes auf dem Hochplateau der Freiberge dar. In diesem teilen sich die CRIS Delémont und Porrentruy die Zuständigkeit. Aufgrund der Nähe übernimmt hier teilweise auch die Feuerwehr von Tamelan im benachbarten Kanton Bern die Aufgabe als Stützpunktwehr. Ebenfalls aufgeteilt zwischen den beiden jurassischen CRIS ist die Zuständigkeit auf der auf knapp 50 km quer durch das Kanton verlaufenden Autobahn A16, wobei insbesondere im Bereich der elf Autobahntunnel beide Wehren eng zusammenarbeiten.

Zu den Sonderaufgaben der beiden CRIS in Delémont und Porrentruy gehört gewissermaßen alles, was über die herkömmliche Brandbekämpfung und die leichte Technische Hilfeleistung hinaus geht. Sie sind im Kanton Jura die einzigen beiden Drehleiterstandorte, übernehmen die Technische Hilfeleistung inklusive der Unfallrettung, sind für die Beseitigung größerer Ölschäden und für Gefahrguteinsätze verantwortlich und auch für die Wasserversorgung über lange Wegestrecke. Jedes der zwei CRIS ist für alle diese Aufgaben zuständig, mit Ausnahme von Gefahrguteinsätzen. Dieses spezielle Themengebiet wird einzig vom CRIS Delémont betreut. Die fast identischen Zuständigkeiten erlauben eine weitgehend identische Ausstattung der beiden CRIS. Die Kernfahrzeuge des Fuhrparks werden vom Kanton nicht nur zeitgleich, sondern auch baugleich beschafft. Das garantiert ein gleiches Leistungsniveau der CRIS und erlaubt ein einfaches Zusammenarbeiten der beiden Stützpunkte. Zu den Kernfahrzeugen der CRIS gehören unter anderem die Atemschutzfahrzeuge (ASF), die Tanklöschfahrzeuge (TLF) und die Wasserförderkomponenten mit ihren Wechselladerfahrzeugen (WLF), Abrollbehältern-Schlauch (AB-Schlauch) und Löschwasserpumpen (LÖPU). Identisch sind auch die für die Hilfeleistung auf der Autobahn A16 vorrangig bestimmten Einsatzfahrzeuge. Finanziert wird der Großteil der Ausstattung der CRIS über die kantonale Gebäudeversicherung Établissement cantonal d'assurance immobilière et de prévention (ECA) Jura. Abweichend dafür werden die Autobahnfahrzeuge durch das Schweizer Bundesamt für Straßen ASTRA finanziert und Teile der Gefahrgutausrüstung vom Umweltamt des Kantons Jura.

Autodrehleitern der Stützpunkte

Die beiden einzigen Autodrehleitern (ADL), bzw. nach Deutscher Nomenklatur Drehleitern mit Korb (DLA(K)) 23/12, im gesamten Kanton Jura werden von den beiden CRIS in Delémont und Porrentruy vorgehalten. Alle anderen kommunalen Wehren im Jura verfügen als Hubrettungsgeräte höchstens nur über Anhängeleitern, bzw. im Fall des Service d'Incendie et de Secours (SIS) Vendline über eine Motorisierte Leiter (ML) 18-12. Aus diesem Grund haben die ADL der zwei Stützpunktwehren einen sehr großen Ausrückebereich, in dem sie die örtlichen Wehren unterstützen.

Kurz nacheinander beschaffte das Kanton Jura in den Jahren 2009 und 2010 zwei weitgehend baugleiche ADL für seine CRIS in Delémont und Porrentruy bei Magirus. Beide wurden auf Iveco FF 160 E 30 aufgebaut und besitzen einen Leitersatz mit teleskopierbarem Gelenkteil an der Spitze. Sie entsprechen damit dem Typ DLA(K) 23/12 Vario CS GL-T, bzw. M 32 L-AT.

Entwicklung der Gelenkdrehleitern von Magirus

Die erste Gelenkdrehleiter stellte Magirus 1994 auf der Interschutz in Hannover vor. An einen gekürzten fünfteilige Leitersatz einer Drehleiter mit Korb (DLK) 37 wurde ein Gelenk montiert. Der fünfteilige Leitersatz war notwendig, weil sonst nicht die Normwerte in Nennrettungshöhe und Ausladung der DLK 23/12 erreicht worden wären. Das Gelenkteil selbst hatte von Knick bis Korbvorderkante eine Länge von 3.500 mm und war bis zu 75° abwinkelbar. Werksintern wurden die Leitern DLK 23/12 Vario GL CC für Gelenk und Computer Controled bezeichnet. Nachteil der Gelenkleiter war allerdings eine verringerte Ausladung. 2004 wurden die Leitern mit der auf der Interschutz 2000 vorgestellten Schwingungsdämpfung Computer Stabilized CS ausgestattet. Folglich hießen die Leitern fortan DLK 23-12 Vario GL CS. Um wieder die Steighöhe einer konventionellen Drehleiter zu erreichen wurde auf der Interschutz 2005 ein teleskopierbares Gelenkteil präsentiert. Das teleskopierbare Gelenkteil erreichte dann eine Länge von 4.700 mm. Allerdings verringerte sich die Ausladung durch das zusätzliche Gewicht noch einmal. Bezeichnet wurden die Leitern als DLK 23/12 Vario GL-T CS.

Grundlegend wurden die bisherigen Gelenkdrehleitern von Magirus anlässlich der Interschutz 2010 überarbeitet. Der bisherigen Gelenkdrehleiter wurde ein neues Modell mit einem Einzelauszugsystem beiseite gestellt. Bei diesem Modell kehrte der vierteilige Leitersatz zurück. Statt der Konstruktion mit dem angebauten Gelenk wird das nun 4.500 mm lange Gelenk in den Leiterpark mit eingezogen. Anfangs wird immer das oberste Leiterteil mit dem Gelenk ausgezogen. Durch das Einsparen eines Leiterteils und der Einzelauszugtechnologie konnte Gewicht eingespart und die Ausladung wieder erhöht werden. Weitere Neuerungen sind die feste Wasserversorgung im obersten Leiterteil bis zum Korb und der Vier-Personen-Rettungskorb RC 400. Mit Einführung der neuen Gelenkdrehleiter überarbeitete Magirus auch das bisherige Bennenungsschema grundlegend. Die Gelenkdrehleiter mit Einzelauszugtechnologie wird als M 32 L-AS bezeichnet. Das Kürzel AS steht hier für das englische "Articulated Single-Extension", also "Gelenk mit Einzelauszug". Die bisherige Standard-Gelenkdrehleiter von Magirus wurde schließlich durch die mit Einzelauszugtechnologie ersetzt. In der bisher bekannten Bauform wird nur noch die Gelenkdrehleiter mit teleskopierbarem Gelenkteil gebaut.

Die Drehleiter wurde in der Übergangszeit zwischen zwei Bezeichnungsschemata bei Magirus gebaut. Deswegen gibt es für sie zwei mögliche herstellerinterne Bezeichnungen.

M 32 L-AT:

  • M = Magirus
  • 32 = 32 m Leiterlänge
  • L = Ladder = Drehleiter
  • A = Articulated = Gelenkteil
  • T = Telescopic = Teleskopierbar

DLA(K) 23/12 Vario CS GL-T:

  • DLA(K) = Drehleiter automatisch mit Korb
  • 23/12 = 23 m Nennrettungshöhe bei 12 m Ausladung
  • Vario = Vario-Abstützung
  • CS = Computer Stabilized = Schwingungsdämpfung
  • GL = Gelenkteil
  • -T = Teleskopierbar
Ausrüster Rauwers GmbH
Sondersignalanlage
  • 2 Mini-Warnbalken FG Hänsch DBS 975 LED
  • 2 Frontblitzer Federal Signal MicroLED
  • 1 Doppelblitzkennleuchte FG Hänsch Nova am Heck
Besatzung 1/2 Leistung 220 kW / 299 PS / 295 hp
Hubraum (cm³) 5.880 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 15.000
Tags
k.A.
Eingestellt am 02.08.2020 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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