Einsatzfahrzeug: Buchs - FW - SRF - B08

Buchs - FW - SRF - B08
Buchs - FW - SRF - B08

Einsatzfahrzeug-ID: V150639 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Buchs - FW - SRF - B08 Kennzeichen SG 3208
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)St. Gallen
Wache FW Buchs SG Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Rüstwagen Hersteller Mercedes-Benz
Modell 2038 A Auf-/Ausbauhersteller Geser
Baujahr 1998 Erstzulassung 1998
Indienststellung k.A. Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Straßenrettungsfahrzeug SRF der Feuerwehr Buchs SG

Fahrgestell: Mercedes-Benz 2038 A
Aufbau: Geser (Aufbau) / Brändle (Kabine)
Baujahr: 1998

Technische Daten:
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 4-Gang-Automatik ZF
Länge / Breite / Höhe: 8.600 / 2.500 / 3.400 mm

Seilwinde:
Typ: TR 080/2
Hersteller: Rotzler
Zugkraft: 100 kN

Beladung/ Ausstattung:

  • Verkehrswarnanlage Horizont Mulitlux 5 LED
  • Ladebordwand Trösch Hebebühne, Hublast: 1.600 kg
  • Seilwinde (s.o.)
  • Stromerzeuger, fest verbaut, Leistung: 25 kVA
  • Lichtmast mit 4 Strahlern à 1.000 W
  • 2 Leitungsroller 400 V
  • Beleuchtungsgruppe mit Beleuchtungsballon
  • Mehrzweckzug
  • Werkzeugkasten
  • Anschlagmittel
  • Rettungsplattform
  • Abstützsystem
  • 4 Schachtabdeckungen
  • Ölbindemittel
  • 3 Warnzelte
  • 4 Verkehrswarnleuchten
  • 20 Leitkegel
  • Absperrketten
  • Warnkabeltrommel
  • 16 Sichtschutzwände
  • 4 ABC-Pulverfeuerlöscher
  • CO²-Feuerlöscher
  • 4 Pressluftatmer in der Kabine
  • Warnwesten
  • Höhensicherungssatz
  • Kennzeichnungswesten, u.a. Offizier-Front, Offizier-Sicherheit, Betreuer, Front, Rückwärtiges)
  • Kinderkiste mit Spielzeug
  • Einmaldecken
  • Baumwolldecken
  • Schaufeltrage
  • Schleifkorbtrage

Rollcontainer:

  • Rollcontainer mit Rüstsatz
  • 5 weitere Rollcontainer mit weiterer Ausrüstung für die technische Hilfeleistung

Laufbahn:

  • 1998 - unbekannt: Schweizer Armee, Armeelöschzug als ÖWF
  • seit unbekannt: Feuerwehr Buchs als SRF

Im Jahr 1998 erhielt die Feuerwehr Buchs ein neues Ölwehrfahrzeug für den bei ihr stationierten Armeelöschzug. Das Fahrzeug war zusammen mit weiteren baugleichen Fahrzeugen von Geser und Brändle auf einem Mercedes-Benz 2038 A aufgebaut worden. Als der in Buchs stationierte Armeelöschzug zusammen mit den anderen 13 Zügen in der Schweiz Anfang der 2000er aufgelöst wurde, übernahm die Stadt Buchs den Fuhrpark des Zuges für seine eigene Feuerwehr. Diese hatte die Fahrzeuge zwar auch schon vorher besetzt und auch im Einsatz genutzt, gehört hatten die Fahrzeuge zu dieser Zeit aber noch der Schweizer Armee. Das ohnehin schon mit Ausrüstung für die Technische Hilfeleistung beladene Ölwehrfahrzeug wurde von der Feuerwehr Buchs nach dem Besitzerwechsel vollends zum Straßenrettungsfahrzeug umgebaut. Die Ölwehrbeladung zur Beseitigung von Mineralölschäden wich einer umfangreichen Beladung für die Technische Hilfeleistung. Wo nötig wurde das Fahrzeug in Eigenleistung den neuen Bedürfnissen entsprechend angepasst, umgebaut und nachgerüstet. Beispielsweise wurde am Fahrzeugheck eine Führungslichtanlage Horizont Mulitlux 5 LED montiert. Später wurde das Fahrzeug auch im neuen, auffälligen Design der Feuerwehr Buchs beklebt. Geblieben sind aber auf den Kabinentüren die alten Logos der Armeelöschzüge. Geblieben ist auch der Funkrufname des Fahrzeuges: B08. Diesen Rufnamen trug das Fahrzeug schon in seiner Zeit als Ölwehrfahrzeug des Armeelöschzuges Buchs.

Die Betriebsstoffkompanien der Schweizer Armee bekamen ab etwa Ende der 1950er Jahre die Armeelöschzüge zum Schutz ihrer Tanklager und anderer im Kriegsfall schützenswerter Einrichtungen sowie zur Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden im öffentlichen Verkehrsraum zur Seite gestellt. Die zeitweise auch als Bundeslöschzüge bezeichneten Feuerwehreinheiten wurden an 14 Orten in der ganzen Schweiz verteilt stationiert. Die Züge wurden bei Berufs- oder Stützpunktfeuerwehren angesiedelt, welche auf die Fahrzeuge in Friedenszeiten auch zur Bewältigung des normalen Einsatzgeschehens zurückgreifen konnten. Personalisiert wurden die Armeelöschzüge in der Regel durch militärdienstpflichtige Feuerwehrangehörige. Die kommunalen Feuerwehren hatten für die Unterbringung, Unterhaltung sowie Besetzung der Fahrzeuge zu sorgen. Im Mobilmachungsfall sollten die Armeelöschzüge bei den Betriebsstoffkompanien Dienst versehen und vor allem deren Tanklager schützen. Anfangs bestanden die Armeelöschzüge nur aus einem Tanklöschfahrzeug und einem Materialwagen, bzw. Zubringerfahrzeug. Zuletzt bestand ein Armeelöschzug aus vier Fahrzeugen: Tanklösch-, Pulverlösch-, Zubringerlösch- sowie einem Ölwehrfahrzeug. Ab etwa 2005 wurden die 14 Armeelöschzüge nach und nach aufgelöst. Viele der alten Fahrzeuge der Armeelöschzüge wurden von kommunalen Feuerwehren erworben und weitergenutzt.

Die 14 Armeelöschzüge der Schweiz waren 1999 an diesen Orten stationiert:

  • Altdorf
  • Bern
  • Biel
  • Buchs
  • Frauenfeld
  • BVA Grünenmatt
  • Lugano
  • St. Gallen
  • Schönenwerd
  • Schwyz
  • Sion und BtF Lonza Visp
  • Spiez und Meiringen
  • Vernier
  • Zürich

Seit Mitte der 1970er Jahre gehören Ölwehrfahrzeuge, die mit Ausrüstung zur Beseitigung von Mineralölschäden beladen sind, zu den schweizer Armeelöschzügen. In einer ersten Serie bestellte die Schweiz bei der Robert Aebi AG zehn Ölwehrfahrzeuge auf Magirus Deutz 232 D 16 AK mit Aufbauten von Metz. Zur fest verbauten Ausstattung der Fahrzeuge gehörte neben einem 22,5 kVA starken Stromerzeuger auch ein Mineralöltank mit 2.400 l Fassungsvermögen. Weitere Ölwehrfahrzeuge wurden 1978 von den Carroseriewerken Langenthal auf Magirus Deutz 232 D 17 FA aufgebaut. Die zweite und zugleich auch letzte Generation von Ölwehrfahrzeugen bei den Armeelöschzügen wurde ab 1995 eingeführt. Einen ersten Prototypen von Geser und Brändle auf Mercedes-Benz 1735 A erhielt die Berufsfeuerwehr Bern im Jahr 1995. Bis 1999 wurden auch die restlichen Armeelöschzüge mit neuen Ölwehrfahrzeugen, nun aber auf Mercedes-Benz 2038 A, ausgestattet. Auf einen fest verbauten Mineralöltank wurde bei dieser Generation verzichtet, neu ist dafür die verbaute Seilwinde sowie der modular mit Rollwagen beladene Heckgeräteraum mit Ladebordwand.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Doppelblitzkennleuchten FG Hänsch Comet-B
  • 2 Frontblitzer
  • 1 Blitzkennleuchte Hella KLX am Heck
Besatzung 1/6 Leistung 260 kW / 354 PS / 349 hp
Hubraum (cm³) 14.618 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 18.000
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Eingestellt am 14.12.2018 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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