Einsatzfahrzeug: Bédarieux - SDIS 34 - DLK 18-12 - EPS

Bédarieux - SDIS 34 - DLK 18-12 - EPS
Bédarieux - SDIS 34 - DLK 18-12 - EPS

Einsatzfahrzeug-ID: V149331 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Bédarieux - SDIS 34 - DLK 18-12 - EPS Kennzeichen 8611 YP 34
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région OccitanieDépartement Hérault (34)
Wache SDIS 34 CS Bédarieux (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Renault
Modell Midliner M 180 Auf-/Ausbauhersteller Riffaud
Baujahr 1999 Erstzulassung 1999
Indienststellung 1999 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Échelle pivotante semi-automatique EPS/ Drehleiter mit Korb DLK 18-12 des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 34 Hérault, stationiert am Centre de Secours Bédarieux

Fahrgestell: Renault Midliner M 180
Aufbau: Riffaud
Aufbautyp: EPSA 25 CNVR/ EPS 23,5/6
Baujahr: 1999

Technische Daten:
Antrieb: Straßenantrieb, 4x2
Getriebe: Schaltgetriebe
Länge / Breite / Höhe: 7.960 / 2.280 / 3.120 mm

Abstützung: 4-fach Senkrecht-Abstützung/ I-Abstützung

Leitersatz:
Leiterlänge: 23,5 m
Rettungshöhe: 18 m
Leiterteile: 4

Beladung/ Ausstattung:

  • Stativ
  • Brechwerkzeuge
  • Äxte
  • 5 Leitkegel
  • 3 Druckschläuche 75 mm
  • 3 Druckschläuche 45 mm
  • Verteiler 75 mm auf 2x 45 mm und 1x 75 mm
  • 3 Hohlstrahlrohre 45 mm
  • 2 ABC-Pulverfeuerlöscher
  • 2 Pressluftatmer
  • Höhensicherungssatz

In den 1990er Jahren beschaffte der Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 34 Hérault beim französischen Drehleiter-Hersteller Riffaud insgesamt vier der weitgehend der deutschen Drehleiter mit Korb 18-12 entsprechende Échelle Pivotante Semi Automatique vom Typ EPSA 25 A und EPSA 25 CNVR. Auf eine einzelne EPSA 25 A im Jahr 1995 folgten 1997 zwei und 1999 noch eine weitere EPSA 25 CNVR. Alle vier Drehleitern wurden von Riffaud auf Renault Midliner M 180 aufgebaut. Ihnen folgten zwischen 2002 und 2008 weitere vier Drehleitern des moderneren Typs EPSA 25 PRX, nun jedoch auf Iveco-Fahrgestellen. Bei allen diesen Drehleitern handelt es sich jedoch anders als in Deutschland nicht um vollautomatische Leitern, sondern um solche mit einer einfacheren halbautomatischen Steuerung und Hydraulik. Stationiert wurden die Drehleitern über das ganze Département verteilt an verschiedenen Centres de Secours, vor allem im ländlichen Raum.

Die Typbezeichnung EPSA 25 CNVR für dieses Drehleitermodell von Riffaud lässt sich wie folgt aufschlüsseln:

  • EP = Échelle Pivotante = Drehleiter
  • SA = Semi Automatique = Halbautomatisch(e)/ Sequentiell(e) (Steuerung)
  • 25 = Leiterlänge (gerundet) 25 m
  • C = Commandes dans la nacelle = Bedienstand im Rettungskorb
  • N = Nacelle = Rettungskorb
  • V = Stabilisation Verticale = Senkrecht-Abstützung
  • R = Nacelle Rabattable = Umklappbarer Rettungskorb

Traditionell setzten die französischen Feuerwehren vor allem auf sequentiell gesteuerte Drehleitern. Vollautomatische Drehleitern, wie in Deutschland seit Jahrzehnten Gang und Gebe, gibt es zwar auch, sind aber nur selten anzutreffen. Bei sequentiellen Drehleitern ist eine deutlich einfachere und damit gleichzeitig auch leichtere und kostengünstigere Hydraulik verbaut als in vergleichbaren automatischen Drehleitern. Die einfachere Hydraulik erlaubt immer nur eine Leiterbewegung und nicht wie bei einer automatischen Drehleiter mehrere Leiterbewegungen zur gleichen Zeit. Das hat zur Folge das im Vergleich zur automatischen Drehleiter beim sequentiell gesteuerten Pendant die Rüstzeit merklich länmger ausfällt.

Von Riffaud wurde diese Drehleiter 1999 als letzte der drei EPSA 25 CNVR für den SDIS 34 auf einem Renault Midliner M 180 aufgebaut. Interessant ist das hinsichtlich der Verteilung der vier Geräteräume unsymmetrische Podium der Drehleiter. Insgesamt drei von vier Geräteräumen liegen auf der linken Podiumseite und nur einer auf der rechten. Hinter der Kabine befindet sich nur auf der linken Seite ein erhöhter Aufbauteil mit einem Geräteraum mit einem Auszug für zwei Pressluftatmer. Dieser Aufbauteil zieht sich nicht quer über das Podium, sondern ist nur etwa so breit wie der davor in der Kabine liegende Fahrerplatz. An ihn schließt sich ein die restliche Breite des Podiums einnehmender Staukasten, in dem unter anderem zwei Schlauchbrücken aus Aluminium Platz finden. Zwei weitere Geräteräume, ein breiter und ein schmaler, befinden sich auf der linken Seite vor und hinter der Hinterachse. Demhingegen gibt es auf der rechten Fahrzeugseite nur einen schmalen Geräteraum hinter der Hinterachse. Anstelle des breiten Geräteraumes befindet sich auf dieser Seite vor der Hinterachse der Kraftstofftank der Drehleiter. Auf das begehbare Podium hinauf führen etwa mittig zwischen beiden Achsen zwei kleine Treppen mit aufragenden roten Geländern. Vom Podium aus gelangt man über zwei kurze Leiterelemente zunächst auf das erhöhte Podiumsteil hinter der Kabine und von dort aus zum Leitersatz, bzw. dem Rettungskorb.
Vom Podum fast vollständig verdeckt wird die unauffällige vierfache Senkrecht-Abstützung der Drehleiter. Sie wird von Riffaud als I-Abstützung bezeichnet und wird über zwei Hebel am Fahrzeugheck gesteuert. Über einen Hebel lassen sich jeweils die beiden Stützen einer Fahrzeugseite absenken und wieder anheben. Hinter der Hinterachse sitzt auf dem Podium der Leiterstuhl auf dem der vierteilige Leitersatz montiert ist. Er hat eine Länge von 23,5 m und ermöglicht das Erreichen einer Rettungshöhe von 18 m. Am Leiterstuhl wird außer dem Reserverad auf der rechten Seite keine weitere Ausrüstung mitgeführt. Auf der linken Seite befindet sich der Hauptbedienstand der Drehleiter. Vor dem Sitzplatz ragen turmartig die Bedienelemente auf. Zu oberst sitzt im Hauptbedienstand ein kleines Computer-Bedienteil, darunter die Bedieneinheit der Gegensprechanlage zum Korb und schließlich die beiden Joysticks zur Steuerung der Leiter. Ganz unten befinden sich direkt die Hebel für die Notsteuerung der Drehleiter. An der Spitze des Leitersatzes befindet sich ein im Fahrzustand eingeklappter Rettungskorb mit eigenem Bedienstand, wobei der Hauptbedienstand bevorrechtigt ist.

Das Fahrzeug trägt beim SDIS 34 die interne Bezeichnung EPS242.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2 Drehspiegelkennleuchten Hella KL 700
Besatzung 1/2 Leistung 129 kW / 175 PS / 173 hp
Hubraum (cm³) 6.174 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 11.990
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Eingestellt am 21.10.2018 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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