Einsatzfahrzeug: La Chaux-de-Fonds - SIS - RTW - Corbu 703

La Chaux-de-Fonds - SIS - RTW - Corbu 703
La Chaux-de-Fonds - SIS - RTW - Corbu 703
Blick durch die Seitentür in den Patientenraum.

Einsatzfahrzeug-ID: V149197 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname La Chaux-de-Fonds - SIS - RTW - Corbu 703 Kennzeichen NE 15480
Standort Europa (Europe)Schweiz (Switzerland)Neuenburg
Wache SIS Montagnes neuchâteloises (RD) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Rettungsdienst Organisation Berufsfeuerwehr (BF)
Klassifizierung Rettungswagen Hersteller Chevrolet
Modell Silverado 3500 HD Auf-/Ausbauhersteller Leader Ambulance
Baujahr 2008 Erstzulassung 2008
Indienststellung 2008 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Ambulance/ Rettungswagen RTW des Service d'Incendie et de Secours (SIS) Montagne neuchâteloises in La Chaux-de-Fonds

Fahrgestell: Chevrolet Silverado 3500 HD
Ausbau: Leader
Baujahr: 2008

Technische Daten:
Motor: V8-Ottomotor 6.0 L Vortec 6000 V8
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 6-Gang-Automatikgetriebe
Radstand: 3.378 mm

Beladung/ Ausstattung:

  • Unfalldatenschreiber (UDS)/ Restwegaufzeichnungsgerät (RAG)
  • Rückfahrkamera
  • Verkehrswarnanlage in die Warnbalken an Front und Heck integriert sowie mit je 2 Blitzern pro Fahrzeugseite
  • Klimaanlage
  • Beatmungsgerät, fest verbaut
  • Absaugpumpe, fest verbaut
  • Notfallrucksack Kreislauf
  • Notfallrucksack Atmung
  • Notfallrucksack Immobilisation
  • Notfallrucksack Kinder
  • EKG/ Defibrillator Zoll X Series
  • Absaugpumpe Weinmann Accuvac Rescue
  • Fahrtrage Stryker mit Defibrillator-Plattform
  • Tragestuhl mit Treppenraupe Stryker
  • Spineboard
  • Schaufeltrage
  • KED-System
  • Vakuummatratze
  • Rettungsaxt Force
  • Faltsignal
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • Tablet

Der Service d'Incendie et de Secours (SIS) Montagne neuchâteloises in La Chaux-de-Fonds beteiligt sich an der Notfallrettung und hält dafür insgesamt fünf Ambulance genannte Rettungswagen vor. Rund um die Uhr werden bis zu drei der Fahrzeuge von der Wachmannschaft besetzt, zwei dienen als Reserve. Die Mannschaften sind dabei nicht fest auf bestimmte Rettungswagen eingeteilt und können je nach Einsatzstichwort zwischen den fünf Rettungswagen wählen.
Im Jahr 2017 bestand die Flotte der Rettungswagen noch ausschließlich auf aus den USA importierten Modellen auf Chevrolet-Fahrgestellen: Drei baugleichen Rettungswagen auf Kastenwagenchassis und zwei Fahrzeugen mit geräumigen Kofferaufbauten. Bei internistischen Notfällen oder Einsätzen im häuslichen Umfeld wurden eher die kompakten Kasten- und beispielsweise bei Verkehrsunfällen die größeren Koffer-Rettungswagen genutzt. Im Jahr 2018 begann der SIS Montagne neuchâteloises schließlich damit nach und nach seine in die Jahre gekommene Rettungswagenflotte zu erneuern und durch neue Fahrzeuge zu ersetzten. Den Anfang machten im Frühjahr 2018 zwei Rettungswagen auf Mercedes-Benz Sprinter-Fahrgestellen mit Aufbauten von B.A.U.S. AT. Die Anschaffung weiterer Fahrzeuge auf US-amerikanischen Fahrgestellen ist in Zukunft nicht mehr geplant.

Lange Zeit waren Rettungswagen auf aus den USA importierten Fahrgestellen und mit US-amerikanischen Aufbauten typisch für den Rettungsdienst in der Schweiz, insbesondere in den französisch sprechenden Kantonen. So prägten lange Jahre auch ebensolche Fahrzeuge den Rettungsdienst in La Chaux-de-Fonds. Dort entschied man sich aber immer wieder ganz bewusst und aus besonderer Verbundenheit für Fahrgestelle eines ganz bestimmten US-amerikanischen Herstellers: Chevrolet. Handelt es sich bei Louis Chevrolet (1878 - 1941), Gründer und zwischen 1911 und 1915 Inhaber der Automobilmarke Chevrolet, doch um einen der bekanntesten Söhne der Stadt La Chaux-de-Fonds. Der Schweiz kehrte seine Familie aber schon 1866 den Rücken und wanderte nach Frankreich aus, welches Louis 1900 in Richtung Kanada und anschließend in die USA verließ.
Die US-Fahrgestelle waren in der Schweiz als Basis für Rettungswagen beliebt, weil sie nicht nur eine große Nutzlast mitbrachten, sondern auch besonders leistungsstarke Motoren. Die Aufbauten boten viel Platz und Stauraum, ein Faktor bei dem europäische Aufbauhersteller erst mit der Einführung von Kofferaufbauten in den 1990er Jahren nach und nach konkurrenzfähig wurden. Die früher für die Schweiz so typischen US-Rettungswagen werden mittlerweile immer seltener. Probleme bereitet zunehmend der Import von Fahrgestellen aus den USA, welche eigentlich nicht für den europäischen Markt bestimmt sind und somit teilweise nicht über die nötigen Zulassungen verfügen. Auch die Versorgung mit Ersatzteilen erweist sich nicht immer als einfach. Außerdem können mittlerweile auch europäische Hersteller stark motorisierte und geräumige Rettungswagen anbieten, auch wenn die aus den USA importierten Rettungswagen in ihren Leistungsdaten oftmals unerreicht bleiben.

Als bisher letzten aus den USA importierten Rettungswagen beschaffte der SIS Montagne neuchâteloises im Jahr 2008 einen von Leader aufgebauten Chevrolet Silverado 3500 HD. Der fast 5,4 t schwere, chromglänzende Chevy verfügt sowohl über Allradantrieb und ein Automatikgetriebe mit sechs Gängen sowie auch über eine luftgefederte Hinterachse für den schonenden Transport von Patienten. Zur weiteren Fahrgestellausstattung gehören Unfalldatenschreiber, Klimaanlage sowie ein CD-Radio.
Überaus geräumig fällt der Kofferaufbau des Rettungswagens von Leader aus den USA aus. Der Aufbau ist, typisch für US-Rettungswagen, über einen Durchstieg mit der Kabine verbunden. Durch diesen ist es zumindest theoretisch möglich ohne das Fahrzeug zu verlassen von der Kabine in den Patientenraum zu gelangen und umgekehrt. Praktisch gestaltet sich dies durch die zahlreichen Einbauten zwischen Fahrer- und Beifahrersitzplatz als durchaus schwierig. Bemerkenswert ist die große Anzahl von Sitzplätzen im Aufbau. Rund um die Stryker-Fahrtrage, die dank der Luftfederung der Hinterachse ohne Tragentisch direkt auf dem Boden arretiert ist, befinden sich nicht weniger als fünf Sitzplätze. Am Kopfende und links der Fahrtrage befinden sich zwei Einzelsitze mit Rückhaltegurten. Besonders kurios wirkt der linke Sitzplatz der, längs zur Fahrtrichtung ausgerichtet, komplett in eine Schrankwand eingelassen ist. Neben Sitzfläche und Rückenlehne ist deshalb auch der Kopfbereich rundherum gepolstert, liegt er doch wie der ganze Sitzplatz mitten in der Schrankwand. Rechts der Fahrtrage befindet sich sogar längs zur Fahrtrichtung eine ganze Dreiersitzbank mit Staukasten unter der Sitzfläche. Von den drei Sitzplätzen auf der Bank verfügt jedoch nur ein Sitzplatz über einen Rückhaltegurt. Damit die Person auf diesem Sitzplatz beim Bremsen nicht in den Freiraum vor der Seitentür rutscht, wird die Sitzbank durch ein grobmaschiges Netz begrenzt. Bei der Seitentür handelt es sich nicht etwa um eine Schiebetür, sondern um eine ganz normale Tür. Während auf der einen Seite der Tür die Sitzbank liegt, befindet sich auf der anderen Seite ein Regalsystem welches auch von außen über eine Tür zugänglich ist. Im Regalsystem lagern die verschiedenen Notfallrucksäcke des Rettungswagens. Nur vom Patientenraum selbst aus zugänglich sind der am Regal aufgehängte Defibrillator von Zoll sowie die Accuvac-Absaugpumpe von Weinmann. An der Innenseite der Seitentür aufgehängt ist zudem eine Defibrillator-Plattform für die Fahrtrage. Weitere Ausrüstung findet im Patientenraum links und rechts der Fahttrage in zahlreichen mit Plexiglasscheiben verschlossenen Staufächern Platz. Das Ende der Schrankwand auf der linken Raumseite bildet eine kleine Arbeitsfläche bei der sich auch das fest verbaute Beatmungsgerät und die Absaugpumpe sowie verschiedenen Bedienfelder befinden.
Eine weitere Auffälligkeit des Rettungswagens sind die ganzen sechs Außenstaufächer: Vier auf der linken und zwei auf der rechten Seite. Neben der Tür zum Regalsystem mit den Notfallrucksäcken befindet sich rechts am Rettungswagen noch ein kleines Fach für die Fahrzeugbatterien, in dem auch passenderweise ein Überbrückungskabel verstaut ist. Auf der linken Fahrzeugseite befinden sich vorne und hinten zwei große Staufächer die die ganze Höhe des Aufbaus nehmen sowie zwei deutlich kleinere Staufächer. In dem schmalen, aber hohen Stauchfach direkt hinter der Kabien sind ein Tragestuhl von Stryker sowie Spineboard, Schaufeltrage und KED-System verladen. Im zweiten großen Fach am Heck befindet sich neben einer großen Sauerstoffflasche, die auf einem Auszug steht, noch ein Faltsignal sowie ein Feuerlöscher. Kleinere Ausrüstungsgegenstände finden in den beiden kleineren mittig auf der linken Seite gelegenen Fächern Platz. Bis auf eines werden alle Außenstaufächer durch ein- oder zweiflügelige Türen verschlossen. Nur bei einem der kleinen Fächer auf der linken Seite handelt es sich um eine Schublade.

Die Sondersignalanlage des Rettungswagens besteht im Kern aus zwei vorne und hinten am Aufbau montierten Escape-Warnbalken mit integrierter Verkehrswarnanlage von Federal Signal. Zusätzlich sind im Kühlergrill noch zwei Frontblitzer, ebenfalls von FedSig, montiert. Unter der Stoßstange sitzen neben zwei Druckkammerlautsprechern auch zwei große, verchromte Hörner eines Bullhorns. Zusätzlich zu den LED-Elementen der Verkehrswarnanlage in den Warnbalken sind seitlich am Aufbau noch je zwei weitere gelbe Blitzer neben den Modulen der Umfeldbeleuchtung montiert.

Ausrüster Rauwers GmbH
Sondersignalanlage
  • 2 Warnbalken Federal Signal Escape mit integrierter Verkehrswarnanlage, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer Federal Signal MicroLED
  • 2 Druckkammerlautsprecher
  • Bullhorn
Besatzung 1/1 Leistung 263 kW / 358 PS / 353 hp
Hubraum (cm³) 5.967 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 5.443
Tags
k.A.
Eingestellt am 15.10.2018 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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