Einsatzfahrzeug: Nissan-lez-Enserune - SDIS 34 -LF 15/20 leicht - FPTL

Nissan-lez-Enserune - SDIS 34 -LF 15/20 leicht - FPTL
Nissan-lez-Enserune - SDIS 34 -LF 15/20 leicht - FPTL

Einsatzfahrzeug-ID: V143679 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Nissan-lez-Enserune - SDIS 34 -LF 15/20 leicht - FPTL Kennzeichen 5280 YB 34
Standort Europa (Europe)Frankreich (France)Région OccitanieDépartement Hérault (34)
Wache SDIS 34 CS Nissan-lez-Enserune (FW) Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Löschgruppenfahrzeug Hersteller Renault
Modell Midliner S 180 Auf-/Ausbauhersteller Protec-Fire
Baujahr 1997 Erstzulassung 1997
Indienststellung 1997 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Fourgon Pompe Tonne Léger FPTL/ Löschgruppenfahrzeug LF 15/20 leicht des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 34 Hérault, stationiert am Centre de Secours Nissan-lez-Enserune

Fahrgestell: Renault Midliner S 180
Aufbau: Protec-Fire
Baujahr: 1997

Technische Daten:
Antrieb: Straßenantrieb, 4x2
Getriebe: Schaltgetriebe

Feuerlöschkreiselpumpe:
Typ: VB90-15
Hersteller: haka
Förderleistung: 1.500 l/min bei 15 bar

Löschmittel:
Wasser: 2.000 l
Schaummittel: 80 l

Beladung/ Ausstattung:

  • Verkehrswarnanlage bestehend aus 2 gelben Blitzern Deral Signal Sirac CD-117
  • Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch und Hohlstrahlrohr im Geräteraum GR
  • 4 Leitkegel 500 mm
  • Ein-Personen-Haspel mit Druckschlauch 75 mm, Verteiler 75 mm auf 2x 45 mm und 1x 75mm und 2 gerollten Druckschläuchen 45 mm
  • 2 Druckschläuche 110 mm
  • 10 Druckschläuche 75 mm
  • 12 Druckschläuche 45 mm
  • 2 Z-Zumischer 45 mm
  • Verteiler
  • Hohlstrahlrohre 45 mm und 75 mm
  • Schaumstrahlrohre
  • Wasserstrahlpumpe
  • Verschiedene wasserführende Armaturen
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • 5 Pressluftatmer in der Kabine
  • Atemschutzüberwachungstafel
  • Höhensicherungssatz
  • Notfallrucksack mit Sauerstoffinhalationseinheit
  • Hakenleiter
  • 2-teilige Schiebleiter

Neben zwei speziellen Waldbrand-Tanklöschfahrzeugen und einem Kleinlöschfahrzeug für Waldbrandeinsätze ist am Centre de Secours Nissan-lez-Enserune des Service Départemental d’Incendie et de Secours (SDIS) 34 Hérault als einziges "konventionelles" Löschfahrzeug ein sogenanntes Fourgon Pompe Tonne Léger oder kurz FPTL, ein leichtes Löschgruppenfahrzeug, stationiert. Mit diesem 1997 von Protec-Fire aus Spanien auf einem Renault Midliner S 180 aufgebauten Löschfahrzeug rückt die Mannschaft des Centre de Secours Nissan-lez-Enserune zu allen Brandeinsätzen abseits der Waldbrandbekämpfung aus. Das FPTL ist sehr kompakt gehalten und ist komplett auf die Brandbekämpfung ausgelegt, für die technische Hilfeleistung ist es überhaupt nicht ausgerüstet.

Das Fourgon Pompe Tonne Léger, abgekürzt mit FPTL, ist ein kompaktes französisches Löschgruppenfahrzeug für den Einsatz in engen Stadt- und Dorfkernen. Fahrzeuge dieser Klasse sind meist auf LKW-Chassis mit 7,5 bis 10 Tonnen Gesamtgewicht mit kurzem Radstand und Straßenantrieb aufgebaut. Charakteristisch ist der kurze Aufbau mit nur einem Geräteraum pro Seite. Der Löschwassertank fällt kleiner aus als bei den normalen französischen Löschgruppenfahrzeugen, den Fourgon Pompe Tonne, ist aber mit teilweise 2.000 Litern immer noch sehr groß bemessen. Die Beladung eines FPTL ist deutlichweniger umfangreich als die eines größeren Fourgon Pompe Tonne, was dem kleineren Raumangebot und der beschränkten Zuladung geschuldet ist. Meist sind FPTL fast ausschließlich auf die Brandbekämpfung ausgelegt. In der Vergangenheit hatten FPTL eine kleinere Besatzung als die großen Fourgon Pompe Tonne. Mittlerweile ist jedoch auf beiden Fahrzeugen eine Mannschaft aus sechs Feuerwehrangehörigen üblich.

Der spanische Aufbauhersteller Protec-Fire baute das FPTL 1997 für den SDIS 34 auf einem vom französischen Karosseriebauer entsprechend vorbereiteten Renault Midliner S 180 auf. Die Doppelkabine des leichten Renault Midliner S 180 wurde von Brevet für den Einsatz als Feuerwehrfahrzeug modifiziert. Im hinteren Teil der Kabine wurde eine Dreier-Sitzbank mit Blick in Fahrtrichtung eingebaut. Alle drei Sitzplätze verfügen über Halterungen für Pressluftatmer, wobei nur die Pressluftatmer an den beiden äußeren Plätzen auch während der Fahrt angelegt werden können. Zwei weitere Pressluftatmer werden links und rechts an der einfachen Abtrennung zwischen Fahrer- und Mannschaftsraum mitgeführt. Somit steht jedem der fünf Besatzungsmitglieder des FPTL ein eigener Pressluftatmer zur Verfügung.
Um die Belastung durch die Abgase des Fahrzeugmotors für die Besatzung und andere Personen rund um das Fahrzeug zu verringern wurde der Auspuff des Renaults zwischen Kabine und Aufbau nach oben gezogen. Dadurch treten die Abgase weit über den Köpfen aller umstehenden Personen aus. Auffällig sind die deutlichen schwarzen Rußspuren an den auf dem Dach abgelegten tragbaren Leitern.
Der Aufbau von Protec-Fire verleiht dem FPTL etwas ungewohnte Proportionen. Im Vergleich zur davor liegenden Kabine fällt der Aufbau merklich kürzer aus, ist dafür aber auch höher. Der Höhenunterschied wird zusätzlich noch durch die hohe Leiteraufnahme auf dem Aufbaudach vergrößert. Die fünf Geräteräume des Aufbaus - je zwei an den Seiten und einer am Heck - werden durch Rollläden verschlossen. Unter den vier seitlichen Geräteräumen gibt es jeweils noch eine kleine Klappe die als Trittstufe dient und geöffnet Zugriff auf Teile der Fahrgestelltechnik erlaubt. Jeder der seitlichen Geräteräume verfügt mittig über einen Regalboden zur Unterteilung. In den Geräteräumen wird der größte Teil der Beladung mehr oder minder lose abgelegt. Nur im Geräteraum G1 sind Wannen zur Aufnahme von Druckschläuchen eingebaut und im Geräteraum G4 Aufnahmen für Atemluftflaschen. Im Geräteraum GR ist eine vom französischen Hersteller haka zugelieferte Feuerlöschkreiselpumpe vom Typ VB 90-15 mit einer Leistung von 1.500 l/min bei 15 bar eingebaut. Sie ist zum einen mit dem in der Aufbaumitte verbauten 2.000 l großen Löschwassertank verbunden sowie mit dem über der Pumpe eingebauten Schnellangriff mit formstabilem Druckschlauch.
Das Dach des Aufbaus lässt sich über eine Leiter links am Fahrzeugheck erreichen. Neben einer Schieb- und einer Hakenleiter auf einer mittig angebrachten Leiteraufnahme befindet sich auf dem Dach rechts ein großer Staukasten für weitere Ausrüstung. Unter der Leiteraufnahme wird zudem ein Reserverad mitgeführt.
Auffällig ist die einzelne Ein-Personen-Haspel mit Druckschlauch im Durchmesser 75 mm die am Aufbauheck aufgeprotzt ist. Die Aufnahme für die Haspel ist nicht etwa mittig angebracht, wie oft in Deutschland anzutreffen, sondern nach rechts versetzt. So wird das Heck zwar auf der rechten Seite stärker belastet, aber auch bei aufgeprotzter Haspel kann der Maschinist problemlos den rückwärtigen Geräteraum GR erreichen. Derartig angeordnete Haspeln sind vor allem bei älteren FPTL sowie auch bei den kleineren Véhicule de Première Intervention, einer Art Kleinlöschfahrzeug, anzutreffen.

Die Sondersignalanlage des FPTL setzt sich lediglich aus je zwei Drehspiegelkennleuchten und Frontblitzern zusammen. Während die vordere Kennleuchte, welche mittig auf dem Kabinendach montiert ist, vom französischen Hersteller Valeo stammt, handelt es sich bei der hinteren um eine KL600 von Hella. Die Frontblitzer vom Typ CD-117 stammen von Sirac, dem französischen Partner von Federal Signal. Vom gleichen Typ sind auch die beiden am Fahrzeugheck angebrachten gelben Blitzer die als Verkehrswarnanlage dienen.

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Drehspiegelkennleuchte Valeo 085243
  • 2 Frontblitzer Federal Signal Sirac CD-117
  • 1 Drehspiegelkennleuchte Hella KL600 am Heck
Besatzung 1/4 Leistung k.A.
Hubraum (cm³) k.A. Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 9.500
Tags
k.A.
Eingestellt am 27.02.2018 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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