Einsatzfahrzeug: Dodge RAM 4500 - Magirus - Turbinen-Löschfahrzeug (AirCore)

Dodge RAM 4500 - Magirus - AirCore
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Einsatzfahrzeug-ID: V135553 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Dodge RAM 4500 - Magirus - Turbinen-Löschfahrzeug (AirCore) Kennzeichen k.A.
Standort SonstigesLeih-, Messe- und Vorführfahrzeuge
Wache k.A. Zuständige Leitstelle k.A.
Obergruppe Feuerwehr Organisation kommerzielles Unternehmen
Klassifizierung Sonstiges Fahrzeug Feuerwehr Hersteller Dodge
Modell RAM 4500 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 2015 Erstzulassung 2015
Indienststellung 2015 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Turbinen-Löschfahrzeug des Typs Magirus AirCore auf einem Dodge RAM 4500 Heavy Duty Crew Cab Fahrgestell und mit einem feuerwehrtechnischen Aufbau von Magirus.

Für den südostarabischen, aber auch den amerikanischen Markt präsentierte Magirus auf der internationalen Fachmesse Interschutz im Sommer 2015 in Hannover eine weitere Version des Turbinen-Löschfahrzeuges AirCore, welches auf einem Dodge Ram 4500 Heavy Duty Fahrgestell mit Crew Cab basiert. Neben dem Dodge mit AirCore-Turbine zeigte Magirus noch ein Fahrzeug mit ähnlichem Aufbau auf einem MAN-Fahrgestell für eine Werkfeuerwehr im amerikanischen Raum.

Bei dem Magirus AirCore handelt es sich um ein Turbinen-Löschfahrzeug, welches für die Bekämpfung von sehr großflächigen Bränden – hier sind besonders Flüssigkeitsbrände der Brandklassen A bis F zu nennen – entwickelt worden ist. Von seinem Aufbau und den Einsatzmöglichkeiten ähnelt der Magirus AirCore den bisher bekannten Löschunterstützungsfahrzeugen, welche ebenfalls teilweise über einen fernsteuerbaren Hochleistungslüfter mit einer Wasser- bzw. Netzmittelzumischung verfügen. Als Pioniere für dieses Brandbekämpfungskonzept kann man das aus der DDR bekannte Abgas-Löschfahrzeug AGLF, welches bei der WF Vattenfall Schwarze Pumpe eingesetzt wird, oder den Turbolöscher von Zikun, welcher erstmals bei der Werkfeuerwehr BASF in Ludwigshafen in Dienst gestellt wurde, ansehen. Jedoch handelt es sich bei diesen beiden Ansätzen um wesentlich größer dimensionierte Sonderlöschfahrzeuge, bei denen Flugzeugtriebwerke Verwendung gefunden haben.

Beim Magirus AirCore-Aufbaukonzept besteht die Option einer flexiblen Düsenauswahl für die mittlere Monitor-Düse, welche sowohl manuell, als auch elektrisch durchgeführt werden kann. Die Durchflusskapazität variiert hier je nach Aufsatz zwischen 500 l/min (Nebeldüsen) und bis zu 2.500 l/min (Vollstrahl/Sprühstrahl). Dazu kommt eine Durchflusskapazität von 1.000 l/min im äußeren Düsenkranz, wodurch der Magirus AirCore auf eine Gesamtkapazität von 3.500 l/min kommt, während eine Schaumzumischung von 0,5 bis 1,0 % jederzeit möglich ist. Bei einem Arbeitsdruck, der zwischen 8 und maximal 16 bar variiert, wird eine maximale Wurfweite von bis zu 80 Metern erreicht. Nahezu alle Funktionen lassen sich über eine kabellose Fernsteuerung steuern, wodurch es den Einsatzkräften ermöglicht wird, aus einer sicheren Distanz tätig zu werden.

Zu seinem 150-jährigen Jubiläum im Juni 2014 präsentierte Magirus das neuartige Großlüfterfahrzeug AirCore der Öffentlichkeit. In Zusammenarbeit mit dem ebenfalls zu CNH Industrial gehörenden Turbinenhersteller EMiControls entwickelte Magirus das Lüfterkonzept AirCore. Der AirCore-Lüfter zeichnet sich durch seine große Flexibilität in der Wahl des Fahrgestells oder der Lafette und durch das breitgefächerte Aufgabenspektrum aus. Aufgebaut werden kann der AirCore schon auf leichte Klein-LKW ab fünf Tonnen Gesamtgewicht oder sogar auf noch kompaktere Selbstfahrlafetten mit Kettenantrieb. Ermöglicht wird dies durch den lediglich 25 Kilowatt starken Motor den der AirCore als Antrieb benötigt. Der Motor ist deutlich kleiner und kompakter als bei vergleichbaren Großlüftern. Neben besonders kompakten Aufbaukonzepten kann der AirCore auch mit Aufbauten mit fest verbauten Feuerlöschkreiselpumpen und Löschmitteltanks kombiniert werden. Das Aufgabenspektrum ist sehr groß und geht weit über die klassische großvolumige Belüftung hinaus. Mit dem AirCore kann auch aktiv in die Brandbekämpfung eingegriffen werden, beispielsweise bei Tunnel-, Industrie- oder Vegetationsbränden, auch ein Niederschlagen giftiger Dämpfe und Gase ist mit dem Lüfter denkbar. Anstatt nur einen einfachen Wassernebel zum Kühlen und Niederschlagen in den Luftstrom zu geben, wie bei anderen Lüftern, ist der AirCore noch mit einem leistungsstarken Wasserwerfer in der Mitte des Lüfters ausgestattet. Der Luftstrom des Lüfters erhöht die Reichweite des Wasserwerfers auf bis zu 80 Meter und verleiht dem AirCore Fähigkeiten in der Brandbekämpfung die kein anderer Lüfter aufweisen kann.

Als Träger für die AirCore-Turbine wählte Magirus einen Dodge RAM 4500 Heavy Duty Crew Cab. Der Pick Up verfügt über Allradantrieb, automatisches 6-Gang-Getriebe und wird durch einen 261 kW (355 PS) starken 6-Zylinder-Reihendieselmotor mit 6,7 Litern Hubraum angetrieben. Hinter der fünfsitzigen Doppelkabine befindet sich ein flaches Podium mit jeweils einem Geräteraumpaar vor und hinter der Hinterachse. Auf dem Podium sitzt die AirCore-Turbine sowie die dazugehörige Bedieneinheit in einem Kasten direkt hinter der Kabine.
Den größten Teil des Aufbaus nimmt die Belüftungs- und Löschturbine FT 20 von EMiControls ein. Die Turbine ansich ist im hinteren Podestteil auf einem Drehkranz montiert. Im vorderen Bereich des Postest ist das 25 Kilowatt starke Hydraulikaggregat verbaut, welches die Turbine als Antrieb benötigt. Für das Aggregat ist auf dem Podest ein eigener Kraftstofftank vorgesehen, was einen vom Fahrgestell autarken Betrieb der Turbine erlaubt. Die Turbine kann endlos gedreht und in einem Bereich von -20° bis +50° geneigt werden. Die Steuerung erfolgt wahlweise über einen Joystick neben der Tragkraftspritze auf der linken Seite oder eine Funkfernsteuerung. Als einfacher Überdrucklüfter eingesetzt kann die Turbine in der Stunde 105.000 Kubikmeter Luft bewegen. Der große Trumpf der Turbine sind aber ihre Einsatzmöglichkeiten inder Brandbekämpfung. Dazu ist die Turbine mit einem umlaufenden zweireihigen Kranz aus kleinen Wasserdüsen versehen. Über die Düsen kann ein fein zerstäubter Wassernebel in den Luftstrom eingespritzt werden. Über den Düsenkranz lassen sich so in der Minute bis zu 1.000 Liter Wasser abgeben. Zusätzlich befindet sich in der Mitte des Lüfters eine Aufnahme für eine leistungsstarke Hohlstrahldüse oder einen Nebeldüsenkopf. Ist in der Lüftermitte der Düsenkopf montiert lassen sich weitere 500 Liter Wasser in der Minute als feiner Nebel abgeben. Die Hohlstrahldüse in der Lüftermitte erlaubt die Abgabe von bis zu 2.500 Litern Wasser pro Minute. Getragen vom Luftstrom der Turbine lassen sich Wurfweiten von bis zu 80 Metern erreichen. Muss geziehlt auf einen Punkt Löschwasser abgegeben werden wird die Hohlstrahldüse auf Vollstrahl gestellt. In der Sprühstrahlstellung lässt sich mit der Düse die Menge an Wassernebel die der Lüfter über den Düsenkranz verteilt mehr als verdoppeln. In der Summe können mit dem AirCore bis zu 3.500 Liter Wasser pro Minute abgegeben werden. Das Wirkprinzip ist vergleichbar mit dem bei einem Abgaslöschfahrzeug oder Turbolöscher. Nur tritt beim AirCore an die Stelle des aufwändig produzierten Abgasstroms ein sauberer Luftstrom. Mit Wasser versorgt werden kann der AirCore auf zwei Wege. Entweder wird der Großlüfter über zwei am Heck angeordnete B-Druckeingänge über eine externe Feuerlöschkreiselpumpe mit Wasser gespeist.

Fahrgestell: Dodge Ram 4500 Heavy Duty Crew Cab
Aufbau: Magirus
Aufbautyp: AirCore
Baujahr: 2015

Technische Daten:
Antrieb: Allradantrieb, 4x4
Getriebe: 6-Gang-Automatik
Radstand: 4.000 mm

Großlüfter:
Typ: FT 20
Hersteller:
EMiControls
Länge / Breite / Höhe: 1.895 / 1.655 / 2.295 mm
Antrieb: Hydraulikaggregat mit 25 kW
Luftvolumen:
105.000 m³/h
Steuerung: Festmontierter Joystick oder Funkfernsteuerung
Drehbereich: 360°, endlos
Neigung: -20° - +50°
Geräuschpegel: 70 dB, bei Volllast
Löschtechnik: umlaufender, zweireihiger Kranz mit Wasserdüsen; Monitor mit Hohlstrahldüse in der Lüftermitte
Durchfluss insgesamt: 1.000 l/min – 3.500 l/min
Durchfluss Düsenkranz: 1.000 l/min
Durchfluss Monitor: 500 l/min (Nebeldüsen) – 2.500 l/min (Hohlstrahldüse)
Wurfweite: 80 m
Löschwasserversorgung: 2 B-Druckeingänge

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 1 Warnbalken
  • 2 Frontbltizer
  • 2 Heckblitzer
Besatzung 1/4 Leistung 261 kW / 355 PS / 350 hp
Hubraum (cm³) 6.700 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) k.A.
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Eingestellt am 05.04.2017 Hinzugefügt von Max Kunkel
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