Einsatzfahrzeug: Florian Dillinger Hütte 01/31

Florian Dillinger Hütte 01/31
Florian Dillinger Hütte 01/31

Einsatzfahrzeug-ID: V124409 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Dillinger Hütte 01/31 Kennzeichen SLS-DH 132
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)SaarlandSaarlouis (SLS)
Wache WF Dillinger Hütte AG Zuständige Leitstelle Leitstelle Saar, RD Saarland gesamt, FW HOM, IGB, NK, MZG, SLS, WND
Obergruppe Feuerwehr Organisation Werkfeuerwehr
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Iveco
Modell FF 150 E 27 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 1997 Erstzulassung 1997
Indienststellung 2015 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Drehleiter mit Korb DLK 23-12 der Werkfeuerwehr Dillinger Hütte

Fahrgestell: Iveco FF 150 E 27
Aufbau: Magirus
Aufbautyp: DLK 23-12 Vario CC n.B.
Baujahr: 1997

Die Bezeichnung der Drehleiter steht für:

  • DLK = Drehleiter mit Korb
  • 23 = Nennrettungshöhe 23 m
  • 12 = bei 12 m seitlicher Ausladung
  • Vario = Varioabstützung
  • n.B. = Niedrige Bauart

Technische Daten:
Antrieb: 4x2, Hinterachsantrieb
Getriebe: Automatikgetriebe Allison
Länge / Breite / Höhe: 9.750 / 2.400 / 2.950 mm
Radstand: 4.185 mm

Podium:
Bauweise: AluFire
Geräteräume: 6

Abstützung:
Typ: Magirus Vario-Abstützung mit einzeln teleskopierbaren Abstützbalken
Abstützbreite 2.400 - 4.500 mm
Steuerung: 2 Bedienstände am Heck über die sich jede Stütze variabel ausfahren lässt

Leiterstuhl:
Niveauregulierung am Leiterstuhl: Bis zu 7°
Hauptbedienstand: Mit Bildschirm ausgestatteter Hauptbedienstand, dem Korbsteuerstand bevorrechtigt

Leitersatz:
Leiterteile: 4
Länge: 30 m
Nennrettungshöhe: 23 m bei 12 m seitlicher Ausladung
Auszug: Seilwinde Rotzler
Ausstattung: Steigleitung im obersten Leiterteil, 2 LED-Strahler links und rechts am untersten Leiterteil

Rettungskorb:
Typ: RK 270
Tragkraft: 270 kg oder 3 Personen
Ausstattung: Korbbedienstand, Multifunktionssäule, Arbeitsstellenscheinwerfer

Beladung/ Ausstattung:

  • Schleuderketten
  • Standheizung Webasto
  • Stromerzeuger Eisemann BSKA 13EV, Leistung: 13 kVA
  • Werkzeugkasten
  • 4 B-Druckschläuche, darunter 2 á 30 m
  • 4 C-Druckschläuche
  • Standrohr 2B und Hydrantenschlüssel
  • Verteiler B-CBC
  • Wenderohr
  • ABC-Pulverfeuerlöscher
  • Überdrucklüfter
  • 2 Langzeit-Pressluftatmer
  • Atemfilter
  • 3 Knickkopflampen
  • Höhensicherungssatz
  • Auf- und Abseilgerät Rollgliss
  • Notfallrucksack
  • Schleifkorbtrage
  • Krankentragenhalterung
  • Sprungretter

Zum Aufnahmezeitpunkt befand sich die Drehleiter erst rund eine Woche im Dienst und es fehlten noch einige Ausrüstungsgegenstände, wie bspw.ngretter, die mittlerweile nachgerüstet wurden.

Laufbahn:

  • 1997 - 2001: BF Düsseldorf Feuerwache 1 ("Florian Düsseldorf 01/33-01")
  • 2001 - 2008: BF Düsseldorf Feuerwache 7 ("Florian Düsseldorf 07/33-01")
  • 2008 - 2013: BF Düsseldorf Feuerwache 7 als Reservefahrzeug ("Florian Düsseldorf 07/33-02")
  • 2013 - 2015: Magirus
  • seit 2015: WF Dillinger Hütte ("Florian Dillinger Hütte 01/31")

Die Werkfeuerwehr der Dillinger Hütte AG konnte im Sommer 2015 erstmals in ihrer über 100-jährigen Geschichte ein Hubrettungsfahrzeug in Dienst stellen. Ein Hubrettungsfahrzeug war bei der Werkfeuerwehr nötig geworden um an bestimmten Anlagenteilen und Gebäuden des weitläufigen Hüttenbetriebes einen zweiten Rettungsweg stellen zu können. Für die Werkfeuerwehr wurde relativ kurzfristig eine gebrauchte und aufbereitete Drehleiter mit Korb 23-12 in niedriger Bauweise von Magirus angeschafft. Die im Jahr 1997 gebaute Magirus-Drehleiter war bis 2013 bei der Berufsfeuerwehr Düsseldorf an den Feuerwachen 1 und 7 im Dienst gewesen, zuletzt nur noch als Reservefahrzeug. Nach seiner Außerdienststellung in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ging die Drehleiter in niedriger Bauweise zurück zu Magirus. Dort wurde das Fahrzeug komplett wiederaufbereitet. Das Podium wurde überholt und erneuert, der Leitersatz ebenfalls erneuert und flammgerichtet. Die Aufteilung der Geräteräume wurde den Wünschen der Werkfeuerwehr entsprechend teilweise geändert. Außerdem wurde die Geräteaufnahme am Leiterstuhl erweitert. Statt eines kleinen Stromerzeugers und des Wenderohrs nimmt die Halterung auf der rechten Seite des Leiterstuhls nun einen größeren Stromerzeuger, einen Überdrucklüfter sowie das Wenderohr auf. Im Rahmen der Aufbereitung wurden große Teile der Fahrzeugbeleuchtung auf LED-Technik umgestellt und auch die Sondersignalanlage geändert. Auf Wunsch der Werkfeuerwehr Dillinger Hütte wurden die ursprünglich verbauten Druckkammerlautsprecher des Elektrohorns entfernt und durch ein Presslufthorn von Max Martin ersetzt. Außerdem wurde eine dritte Doppelblitzkennleuchte am Leiterstuhl ergänzt.

Die Drehleiter der Werkfeuerwehr Dillinger Hütte stammt aus der dritten Generation von Niedrigbau-Drehleitern des Herstellers Magirus. Diese Generation lässt sich einfach am erhöhten Podium hinter der Fahrerkabine erkennen. Erstmals war die dritte Generation des niedrigen Drehleitertyps von Magirus mit einem wassergekühlten Motor von Iveco ausgestattet. Zuvor fanden luftgekühlte Deutz-Motoren Verwendung.

Geschichte der Drehleiter niedrige Bauweise von Magirus:

Nachdem die Fahrzeughöhe bei Drehleitern auf Standardfahrgestellen Mitte der 1970er Jahre immer weiter zunahm, drängten viele Feuerwehren auf eine niedrige Lösung, allen voran die Berufsfeuerwehr München. Während Magirus eine Variante baute, bei der das Fahrerhaus nach vorn tiefergesetzt wurde, ging Metz den Weg, den Leiterpark nach hinten abzulegen. Magirus konnte durch das tiefergesetzte Fahrerhaus und weitere konstruktive Entwicklungen, wie z.B. einen komplett neu konstruierten Leiterstuhl eine Gesamthöhe von 2,85 Metern erreichen. Eine Standarddrehleiter von Magirus auf einem damals aktuellen Frontlenker der D-Baureihe kam auf eine Höhe von 3,30 Metern. Ebenfalls neu war bei den Fahrzeugen die Vario-Abstützung, die eine variable Abstützbreite zwischen 2.400 und 4.500 Millimetern ermöglichte.
Nachdem die beiden Prototypen bereits 1979 fertiggestellt und auf dem Jubiläum der Berufsfeuerwehr München präsentiert wurden, begann die Serienproduktion und Auslieferung der ersten Fahrzeuge 1980.
Anfang der 1990er Jahre folgte die zweite Generation der Drehleitern niedrige Bauart, die durch die Einführung der CC-Schwingungsdämpfung (Computer Controled) geprägt war. Weiterhin wurde das Podium nun in der bewährten AluFire-Bauweise gefertigt.
1996 folgte die dritte Generation. Durch den Einbau des wassergekühlten Iveco-Motors musste das Podium komplett überarbeitet werden. Der vordere Geräteraum wanderte nun auf die Vorderachse, dahinter schloss sich eine Verblendung an. Eines der ersten Fahrzeuge ging damals an die freiwillige Feuerwehr Ratingen (mittlerweile eine Berufsfeuerwehr). Im Jahr darauf wurde die erste Gelenkleiter in niedriger Bauart an die Feuerwehr Baden-Baden geliefert, 1998 folgten die ersten Drehleitern mit Hinterachszusatzlenkung, die an die Berufsfeuerwehr Stuttgart geliefert wurden.
Die nächste Überarbeitung zur vierten Generation folgte Ende 2002 und brachte ein komplett neues Fahrzeug hervor. Statt dem Haubenfahrerhaus wird nun ein modifiziertes Serienfahrerhaus aus dem EuroFire-Programm verwendet. Der Aufbau wurde in der neu eingeführten CS-Technik (Computer Stabilized) mit der aktiven Schwingungsdämpfung ausgeführt, als Abstützung kommt die verbesserte Vario-Abstützung mit einer maximalen Abstützbreite von 5.200 Millimetern zum Einsatz. Auch diese Leiter konnte eine Bauhöhe von unter drei Metern erreichen. Ab 2004 wurden dann auch die ersten Gelenkleitern mit CS-Technologie in niedriger Bauart ausgeliefert und das Fahrerhaus erhielt ein leichtes Facelift, welches den Standardfahrgestellen angepasst war. Mittlerweile wurden auch Fahrzeuge mit Hinterachszusatzlenkungen sowie dem 2005 eingeführten, teleskopierbaren Gelenk (GL-T) ausgestattet. Auf der Interschutz 2010 zeigte Magirus schließlich seine Niedrigbau-Drehleiter auch mit der in diesem Jahr eingeführten Einzelauszugstechnologie mit Gelenkteil. Ein solches Fahrzeug erhielt Anfang 2011 beispielsweise die Feuerwehr Celle. Die mittlerweile fünfte Generation von Drehleitern niedrige Bauweise präsentierte Magirus auf der Interschutz 2015 in Hannover. Die ersten Fahrzeuge dieser Generation gehen wie schon bei der ersten Generation an die Berufsfeuerwehr München. Die Münchner Fahrzeuge erhalten sowohl Hinterachszusatzlenkung, wie auch ein Gelenkteil mit Einzelauszugsystem. Bei der fünften Niedrigbau-Generation wurden das Fahrgestell, das Podium und das Design grundlegend überarbeitet. Das Podium stammt jetzt aus der Aufbaulinie New Body Structure (NBS).

Von Anfang an hatten alle n.B.-Leitern serienmäßig ein Allison-Automatikgetriebe.
Bereits ab der zweiten Generation gab es eine sogenannte Schweizer Ausführung, die über eine Motorleistung von 300 PS verfügte, welche in der dritten Generation auf 345 PS und in der vierten Generation schließlich auf 400 PS gesteigert wurde.

Fahrzeug im Einsatz bei der BF Düsseldorf:
http://bos-fahrzeuge.info/einsatzfahrzeuge/14025/

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 3 Doppelblitzkennleuchten FG Hänsch Nova, davon 1 am Heck
  • 2 Frontblitzer FG Hänsch Typ 40 pico
  • Presslufthorn Max Martin 2297 GM
Besatzung 1/2 Leistung 196 kW / 266 PS / 263 hp
Hubraum (cm³) 5.861 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) k.A.
Tags
k.A.
Eingestellt am 22.08.2015 Hinzugefügt von Christopher Benkert
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