Einsatzfahrzeug: Florian Waldaschaff 30/01

Florian Waldaschaff 30/01
Florian Waldaschaff 30/01

Einsatzfahrzeug-ID: V106251 Weiteres Foto hochladen

Funkrufname Florian Waldaschaff 30/01 Kennzeichen AB-2350
Standort Europa (Europe)Deutschland (Germany)BayernAschaffenburg
Wache FF Waldaschaff Zuständige Leitstelle Leitstelle Bayerischer Untermain (AB, MIL)
Obergruppe Feuerwehr Organisation Freiwillige Feuerwehr (FF)
Klassifizierung Drehleiter-Korb Hersteller Iveco
Modell 150 E 27 Auf-/Ausbauhersteller Magirus
Baujahr 1999 Erstzulassung 1999
Indienststellung 1999 Außerdienststellung k.A.
Beschreibung

Drehleiter DLK 23-12 Vario CC n.B. der Freiwilligen Feuerwehr Waldaschaff auf Basis eines Iveco EuroFire 150 E 27 mit einem feuerwehrtechnischen Auf- und Ausbau durch die Firma Magirus Brandschutztechnik Ulm GmbH.

Das Fahrzeug wurde im Jahre 1999 als erstes Hubrettungsfahrzeug in der Geschichte der FF Waldaschaff beschafft.

Diese Drehleiter entspricht der dritten Generation der Magirus Drehleiter in n.B.-Ausführung, erkennbar an dem erhöhten Podium hinter der Fahrerkabine. Diese Generation war erstmals mit einem wassergekühlten Iveco-Motor ausgestattet, die beiden Vorgänger-Generationen hatten luftgekühlte Deutz-Motoren.

Geschichte der Magirus n.B.:

Nachdem die Fahrzeughöhe bei Drehleitern auf Standardfahrgestellen Mitte der 1970er Jahre immer weiter zunahm, drängten viele Feuerwehren auf eine niedrige Lösung, allen voran die Berufsfeuerwehr München. Während Magirus eine Variante baute, bei der das Fahrerhaus nach vorn tiefergesetzt wurde, ging Metz den Weg, den Leiterpark nach hinten abzulegen. Magirus konnte durch das tiefergesetzte Fahrerhaus und weitere konstruktive Entwicklungen, wie z.B. einen komplett neu konstruierten Leiterstuhl eine Gesamthöhe von 2,85 m erreichen (Standardleiter auf Magirus D-Frontlenker ca. 3,30 m). Ebenfalls neu war bei den Fahrzeugen die Vario-Abstützung, die eine variable Abstützbreite zwischen 2.400 mm und 4.500 mm ermöglichte.
Nachdem die beiden Prototypen bereits 1979 fertiggestellt und auf dem Jubiläum der Berufsfeuerwehr München präsentiert wurden, begann die Serienproduktion und Auslieferung der ersten Fahrzeuge 1980.
Anfang der 1990er Jahre folgte dann die zweite Generation der niedrigen Bauart, die durch die Einführung der CC-Technik geprägt war. Weiterhin wurde das Podium nun in der bewährten AluFire-Bauweise gefertigt.
1996 folgte die dritte Generation. Durch den Einbau des wassergekühlten Iveco-Motors musste das Podium komplett überarbeitet werden. Der vordere Geräteraum wanderte nun auf die Vorderachse, dahinter schloss sich eine Verblendung an. Eines der ersten Fahrzeuge ging damals an die FF Ratingen (mittlerweile BF). 1997 wurde die erste Gelenkleiter in niedriger Bauart an die Feuerwehr Baden-Baden geliefert, 1998 folgten die ersten Drehleitern mit Hinterachszusatzlenkung, die an die BF Stuttgart geliefert wurden.
Die nächste Überarbeitung zur vierten Generation folgte Ende 2002 und brachte ein komplett neues Fahrzeug hervor. Statt dem Haubenfahrerhaus wird nun ein modifiziertes Serienfahrerhaus aus dem EuroFire-Programm verwendet. Der Aufbau wurde in der neu eingeführten CS-Baureihe mit der aktiven Schwingungsdämpfung ausgeführt, als Abstützung kommt die verbesserte Vario-Abstützung mit einer maximalen Abstützbreite von 5.200 mm zum Einsatz. Auch diese Leiter konnte eine Bauhöhe von unter 3,0 m erreichen. Ab 2004 wurden dann auch die ersten Gelenkleitern mit CS-Technologie in niedriger Bauart ausgeliefert und das Fahrerhaus erhielt ein leichtes Facelift, welches den Standardfahrgestellen angepasst war. Mittlerweile wurden auch Fahrzeuge mit Hinterachszusatzlenkungen sowie dem 2005 eingeführten, teleskopierbare, Gelenk (GL-T) ausgestattet. Die aktuell modernste Ausführung der DLA(K) n.B. wurde Anfang 2011 an die Feuerwehr Celle geliefert und verfügt die auf der Interschutz 2010 präsentierte Einzelauszugstechnologie mit Gelenk.
Von Anfang an hatten alle n.B.-Leitern serienmäßig ein Allison-Automatikgetriebe.
Bereits ab der zweiten Generation gab es eine sogenannte Schweizer Ausführung, die über eine Motorleistung von 300 PS verfügte, welche in der dritten Generation auf 345 PS und in der vierten Generation schließlich auf 400 PS gesteigert wurde. Eine dieser Leitern befindet sich im Besitz der BF Heilbronn.

Fahrgestell:

  • Iveco EuroFire 150 E 27
  • Motorleistung: 196 kW / 266 PS
  • Hubraum: 7.685 cm³
  • Automatikgetriebe Allison
  • zulässiges Gesamtgewicht: 15.000 kg
  • Länge: 9.750 mm
  • Breite: 2.400 mm
  • Höhe: 2.950 mm
  • Radstand: 4.185 mm
  • Truppkabine für Besatzung 1/2//3
  • Schleuderketten an der Hinterachse

Aufbau:

  • Magirus Brandschutztechnik Ulm GmbH - DLK 23-12 Vario CC n.B.

Podium:

  • Podium in AluFire-Bauweise mit sechs Geräteräumen

Abstützung:

  • Magirus Vario-Abstützung (einzeln teleskopierbare Abstützbalken)
  • variable Abstützbreite 2.400 mm bis 4.500 mm
  • alle Abstützungen variabel ausfahrbar

Leiterstuhl:

  • Leiterstuhl mit Niveauregulierung bis zu 7 Grad
  • Hauptbedienstand mit Bildschirm
  • Hauptbedienstand dem Korbsteuerstand bevorrechtigt
  • Lagerungsmöglichkeiten für Stromerzeuger, Wenderohr und Lüfter am Leiterstuhl

Leitersatz:

  • Leitersatz 4-teilig, 30 m, Nennrettungshöhe 23 m bei 12 m seitlicher Ausladung
  • Auszug über Rotzler-Winde

Rettungskorb:

  • Magirus RK 270 Vario-CC
  • Tragkraft 270 kg oder 3 Personen
  • Korbbedienstand
  • Multifunktionssäule zur Aufnahme von Krankentragenlagerung, Wenderohr, etc.

Beladung:

  • Normbeladung DLK 23-12
  • Wärmebildkamera
  • Fernthermometer
  • Stromerzeuger 8 kVA
  • Beleuchtungssatz 2x 1.000 Watt
  • Motorkettensäge mit Zubehör und Schnittschutzkleidung
  • Gerätesatz Türöffnung
  • Euro-Blitzleuchten
  • 2x Atemschutzgerät
  • Sprungretter Vetter (System Lorsbach)
  • Schleifkorbtrage
  • Schaufeltrage
  • Notfallkoffer
  • Gerätesatz Absturzsicherung
  • Gerätesatz Flaschenzug (Rollgliss)
  • Korbwenderohr
  • Krankentragenlagerung
  • Korbhalterung für Überdrucklüfter
  • Korbhalterung für Rollgliss

Lackierung:

  • Lackierung in Feuerrot (RAL 3000)
  • Stoßstange in reinweiß (RAL 9010)

Vielen Dank an die Kameraden der Feuerwehr Waldaschaff für diesen überragenden Fototermin!

Ausrüster k.A.
Sondersignalanlage
  • 2x Drehspiegelkennleuchte Bosch RKLE 150
  • 2x Frontblitzer Hella BSX-micro
  • Druckkammerlautsprecher
  • Presslufthorn Max B. Martin 2297 GM
  • 1x Drehspiegelkennleuchte Bosch RKLE 150 (am Heck)
Besatzung 1/2 Leistung 196 kW / 266 PS / 263 hp
Hubraum (cm³) 7.685 Zulässiges Gesamtgewicht (kg) 15.000
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Eingestellt am 17.04.2013 Hinzugefügt von Tim Raml
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