| Beschreibung |
Gerätewagen Betreuung des Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Landau (Pfalz).
Das Fahrzeug wurde als Arzttruppkraftwagen ausgeliefert und wurde später in Eigenarbeit zum Gerätewagen Betreuung umgebaut. Das Fahrzeug gehört zur Schnell - Einsatz - Gruppe Betreuung Landau - Südliche Weinstraße und ist in Landau (Pfalz) stationiert. 2011 wurde das Fahrzeug außer Dienst gestellt. Nachfolger ist der bisherige Gerätewagen Sanitätsdienst. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz & Katastrophenhilfe (BBK) beschaffte 676 Fahrzeuge dieser Bauart, welche die erste Generation des Arzttruppkraftwagen darstellt.
Der Arzttruppkraftwagen (ArztTrKW, auch ATrKW oder ATW) wurde 1980 erstmalig im Stärke- und Ausrüstungsnachweis Nr. 041, welcher für den Sanitätszug galt, erwähnt. Dieser Fahrzeugtyp sollte im Zivilverteidigungsfall die Errichtung und den Betrieb einer Behandlungsstelle eigenverantwortlich durchführen. Auch sollten im Bedarfsfall Patiententransporte von bis zu vier Patienten pro Transport durchgeführt werden. Für diese Aufgaben wurde dem Fahrzeug neben vier Helfern ein Arzt zugeteilt. Seit dem Wegfall der Vorgaben des Bundes für die Katastrophenschutzzüge werden die Fahrzeuge in Schnell - Einsatz - Gruppen (SEG) und Einsatzeinheiten (EE) eingesetzt. Seit diesem Zeitpunkt wurden die Fahrzeuge auch vielfach umgebaut, um mehr Material mitführen zu können. Ein Patiententransport ist mit den Arzttruppkraftwagen nicht mehr zulässig.
Als Fahrgestell diente der ersten Generation dieses Fahrzeugtyps ein Mercedes-Benz L 407 D mit Kastenaufbau. Der geringfügige Ausbau, gefertigt von der Firma Stollenwerk, beschränkt sich im Geräte- und Patientenraum auf den Einbau von Tragenlagerungsgestellen. Da im Heckausbau kein Regal für Gerätschaften verbaut wurde, ist ein Großteil des Material im Mannschaftsraum unter der Sitzbank verlastet worden. Auch war die mitgeführte Ausstattung seitens des BBK eher sparsam. Fahrgestell: Mercedes-Benz L 407 D
Technische Daten: - Länge: 5.995 Millimeter
- Breite: 2.095 Millimeter
- Höhe: 2.765 Millimeter
- Bodenfreiheit: 209 Millimeter
- Radstand: 3.500 Millimeter
- Watfähigkeit: keine
- Steigfähigkeit: 30 %
- Leermasse: 2.535 Kilogramm
- Zulässiges Gesamtgewicht: 4.600 Kilogramm
- Leistung: 48 kW / 65 PS bei 4.200 Umdrehungen/ Minute
- Hubraum: 2.350 cm³
- Höchstgeschwindigkeit: 102 km/h
- Antrieb: Hinterachsenantrieb
- Standheizung: Webasto DBW 42
Ausbau:
- ursprünglich: Stollenwerk
- Umbau: Eigenarbeit
Ausstattung als Gerätewagen Betreuung:
- Einsatzkoffer Erkundung
- Einsatzkoffer Registrierung
- SG 30 - Schnellaufbauzelt
- SEG-Box Beschilderung
- SEG-Box Hygiene
- SEG-Box Beleuchtung
- SEG-Box Absicherung
- 2 Leitungsroller
- 5 Festzeltgarnituren
- Werkzeugkasten
- Notfallrucksack
Ursprügliche Technische Ausstattung (seitens BBK): - Ersatzrad
- 2 Unterlegkeile
- Bordwerkzeug, einschließlich Radmutternschlüssel
- Wagenheber, hydraulisch, mit Bedienhebel und Unterlegplatte
- 2 Satz Gleitschutzketten
- Ersatzglühlampen und -sicherungen, im Aufbewahrungskasten
- Kraftstoffkanister, 5 Liter
- Einfüllrichter für Kraftstoffkanister 5 Liter mit Ausgussstutzen, flexibel
- Abschleppseil, Belastbarkeit 40 kN, 5 m lang
- Abschleppstange
- 2 Schäkel für Abschleppseil, feuerverzinkt
- Starthilfekabel
- Reifendruckmessgerät D 10
- 2 Warndreiecke
- Warnleuchte für gelbes Blink- und weißes Dauerlicht
- 6 Warnweste in Bereitschaftstasche
- Feuerlöscher PG 6 H
- Kfz-Verbandkasten
- Spaten, kurz
- Kreuzhacke, 1,5 kg, kurz
- Klauenbeil
- 10 Arbeitsschürzen, elfenbeinfarben
- 12 Satz Persönliche ABC-Schutzausstattung
- 12 Feuerlöschdecke W, mit Tragetasche
- 2 Trinkwasserbehälter, 20 Liter
- Lagerungsbock für Krankentrage, in Transportkiste
- Universalzelt, Baumwolle, mit Zubehör
- 3 Feldklappstühle
- Feldklapptisch
- 2 Eimer, Kunststoff, 10 Liter, mit Deckel
- 5 Kopfscheinwerfer, explosionsgeschützt, mit integriertem Netzgerät
Ursprüngliche Medizinische Ausstattung (seitens BBK): - 6 Krankentragen N
- 5 Tragegurt für Krankentrage
- Sanitätskasten ABC-Verletzte, klein, ohne Medikamente
- 4 Sanitäts-Umhängetaschen
- Feldgerät "Künstliche Beatmung", in Aufbewahrungstasche
Funkrufnamen: - bis 12/2007: Kater Landau 17-08
- seit 12/2007: Kater Landau 16-02
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| Tags |
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